Zum Hauptinhalt springen

Silber im Achter und zahlreiche Finalteilnahmen für die RGS

bei den Deutschen Jugend- und Jahrgangsmeisterschaften 2021

Der "Silber"-Achter, ganz links Schlagmann Ole Bartenbach, ganz rechts Stm. Elias Fabian (fährt zur Junioren-WM)

Essen. Vom 24. bis 27. Juni fanden am Essener Baldeneysee die Deutschen Jugend- und Jahrgangsmeisterschaften (U17 bis U23) im Rudern 2021 statt. 1350 AthletInnen aus 165 Vereinen bedeuteten Rekordbeteiligung bei den Meisterschaften, auf die nach der langen Corona-bedingten Wettkampfpause alle hin gefiebert hatten. Auch die Speyerer Trainingsmannschaft war bereit für das Großereignis und demonstrierte mit einer Silbermedaille im Achter, zwei vierten, einem fünften und zwei sechsten Plätzen in den Finals eindrucksvoll ihre Stärke.

Im traditionell abschließenden Lauf der Meisterschaft, dem Achter der U-19 Junioren, lag der Höhepunkt aus Speyerer Sicht ganz am Ende: In einem spannenden Rennen, in dem das gesamte Feld einem aufkommenden Unwetter davonfuhr, holte der Speyerer Schlagmann Ole Bartenbach mit seiner Crew aus Mannheim, Trier, Hanau, Frankfurt und Ulm und dem Speyerer Steuermann Elias Fabian die Silbermedaille in 5:43,45 Minuten nur knapp hinter dem Achter der Renngemeinschaft Halle/Berlin/Hamburg (5:41,89 Minuten) und hauchdünn vor der Renngemeinschaft Magdeburg/Berlin/Dresden (5:43.66). „Es war ein brutales Rennen, das wir erst auf den letzten Metern durch einen harten Endspurt entscheiden konnten. Aber ein tolles Finish und eine Wahnsinnsmannschaft“, berichtete Schlagmann Bartenbach hinterher. Für den Steuermann des Silber-Achters, Elias Fabian, gab es am Siegersteg dann noch eine Riesenüberraschung: Weil dem siegreichen Achter ein Steuermann für die jetzt anstehende Weltmeisterschaft fehlte, der Speyerer Steuermann im Finale jedoch alle Trainer beeindruckt hatte, wurde Fabian kurzerhand als Steuermann in den WM-Kader berufen. Für den 16-jährigen Speyerer, der erst vor zwei Wochen kurzfristig als Steuermann für den Achter von Bartenbach eingesprungen war, bedeutet dies ab sofort sechs Wochen Trainingslager in Berlin und vom 11. bis 15. August die Teilnahme an der U19 Ruder-Weltmeisterschaft in Bulgarien.

Zusätzlich zu den Medaillen belegen zahlreiche Finalteilnahmen die Stärke des Speyerer Teams: Der erfolgreiche Achterschlagmann Ole Bartenbach verfehlte mit seinem Team aus Mannheim und Frankfurt auch im U19 Vierer ohne Steuermann nur knapp eine Medaille und kam auf Platz vier. Ebenfalls Platz vier belegte Jane Elsner im U19 Juniorinnen-Vierer mit Steuerfrau mit ihrer Renngemeinschaft RG Speyer/Breisacher RV/Stuttgarter RG. Tim Streib kam mit seiner Renngemeinschaft aus Speyer, Hanau, Worms und Bonn im U23 Leichtgewichts-Doppelvierer nach einem aussichtsreichen dritten Platz im Bahnverteilungsrennen im Finale trotz deutlich verbesserter Zeit auf Platz 5. Im U17 Leichtgewichts-Doppelzweier zeigten Maximilian Brill und sein Partner Maxim Gorlier, Mainzer RG in einem großen Starterfeld schon mit Platz zwei im Halbfinale ihr Talent und belegten im Finale den sechsten Platz. Ebenfalls auf Platz sechs kamen im Finale der U19 Leichtgewichts-Doppelvierer Marlene Neubauer und Sandra Wundling mit ihren Partnerinnen aus Mannheim und Trier.

Die Halbfinals erreichten Sandra Wundling und Maja Krahl, Mannheimer RC, im U19 Leichtgewichts-Doppelzweier (Platz 5), Marlene Neubauer im U19 Leichtgewichts-Einer (Platz 6) und Merle Wittmann mit Anna Wolf, Mainzer RG, im U17 Doppelzweier (6. Platz). Großes Pech hatte hingegen Leon Gronbach. Nachdem der vielversprechende Renngemeinschafts-Vierer des 16-Jährigen nur vier Wochen vor der Meisterschaft über Nacht geplatzt war, musste das Speyerer Talent kurzfristig im U17 Einer an den Start gehen. Dort reichte im stark besetzten Feld der dritte Platz im Hoffnungslauf leider nicht für den Einzug ins Halbfinale.

Die Bilanz des Speyerer Trainerteams mit Julia Hoffmann, Martin Kühner und Tim Lauer fiel sehr positiv aus: „Neben unserer riesigen Freude über die beiden Medaillen sind wir sehr stolz auf das sehr gute Abschneiden unserer Nachwuchsathleten. Besonders der Finaleinzug unseres U17 Leichtgewichts-Zweiers mit Maximilian Brill und Maxim Gorlier war angesichts des großen Starterfeld ein echtes Highlight für uns“, berichtete Julia Hoffmann. Nicht zuletzt waren sich alle TeilnehmerInnen einig, dass dem Essener Ruder-Regattaverein und der Stadt Essen großer Dank gebührt, die dieses Großereignis für die deutsche Ruderjugend nach der langen Corona-Pause ermöglicht haben.

Text und Bild: Angelika Schwager/RGS