Deutsche Speedwaymeisterschaft 2022

Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Start von Lokalmatador Erik Riss

Michael Härtl aus Dingolfing

Herxheim. Am kommenden Samstag (27.08.) wird im Herxheimer Waldstadion der neue Deutsche Speedwaymeister gesucht. Auf dem 283 m kurzen Oval bewerben sich 16 Fahrer um die Nachfolge von Vorjahreschampion Martin Smolinks (Olching), der verletzungsbedingt die Saison schon beenden musste.  Erster Anwärter auf den Titel dürfte Kelvin Wölbert aus dem mecklenburgischen Haidhof sein. Der Profi in der polnischen Speedwayliga musste im letzten Winter durch einen Brand den Totalverlust seines Fuhrparks und seiner Werkstatt verkraften. Mittlerweile ist Wölbert maschinell wieder gut aufgestellt und freut sich auf Herxheim. Hier hat er 2013 zusammen mit Martin Smolinski die Paar-Europameisterschaft gewonnen.

Gute Chancen werden auch Michael Härtl aus Dingolfing eingeräumt, bewies er doch seine Stärke auf dem Herxheimer Oval mit seinem Sieg im April beim internationalen Rennen. Ein Augenmerk gilt auch den Nachwuchshoffnungen Norick Blödorn (Kiel) und Erik Bachhuber (Obergrießbach). Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Start von Lokalmatador Erik Riss. Ende Juli brach er sich bei einem Sturz in Polen das Kahn- und Wadenbein. Der Fahrer der Motorsportvereinigung Herxheim ist bis her mit dem Heilungsprozess zu frieden, doch über die endgültige Teilnahme müssen die Ärzte kurzfristig entscheiden.

Um 16 Uhr wird der Erste von 20 Läufen gestartet. Bereits um 11:30 Uhr treten die 125 ccm Nachwuchspiloten zu ihren Lauf zur „Team Talents Trophy“ an. Den frühen Zuschauer erwarten so zwei Veranstaltungen an einem Nachmittag.  

Text und Foto: Motorsportvereinigung Herxheim e.V. im ADAC