JSV Speyer: Internationales Turnier + Mitgliederversammlung

Besonders hervorzuheben ist die Leistung des einzigen männlichen JSV-Starters Jonas Dosch, der sich die Goldmedaille sicherte

untere Reihe, v.l.n.r.: Annika Schulte, Babette Wegeler, Jonas Dosch; Mitte: Lukas Dosch (kleiner Bruder von Jonas, hat nicht mitgekämpft), Trainer Volker Heyer; oben: Sabrina Rahmoun, Antionia Büttner, Alesia Büttner, Amira Rahmoun.

Harmonische Jahreshauptversammlung

Die Mitgliederversammlung des Judo-Sportvereins 2022 am 20. Juni verlief kurz und harmonisch. Nach einem Jahresrückblick von Vorsitzendem Michael Görgen-Sprau und dem Kassenbericht von Stellvertreterin Gaby Meier wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Mit Mehrheit wurde außerdem eine Satzungsänderung beschlossen, die den Kindesschutz mit aufnimmt, virtuelle Sitzungen ermöglicht und die weibliche Form von Übungsleitern, Vorsitzenden und anderen Bezeichnungen berücksichtigt.

Bemerkenswert war die Vorstellung des Jahresmottos Dankbarkeit, das alle Anwesenden bestätigten. Sowohl vom Vorstand, als auch von den Trainerinnen und Übungsleitern sowie den anwesenden Eltern und Ausschussmitgliedern wurden etliche Beispiele zur Dankbarkeit aufgeführt. Unter anderem wurden die zahlreichen Angebote des Vereins während der Corona-Zeit gelobt, die herzliche Unterstützung von Eltern und Personal auch in schwierigen Zeiten sowie die Unterstützung der Trainer sowie Athletinnen und Athleten, die in diesem Jahr viele und großartige Wettkampferfolge vorweisen können. „So erfolgreich wie im Moment war die Jugend des JSV noch nie! Die Voraussetzungen sind gut, dass wir in naher Zukunft nationale und internationale Platzierungen erreichen können“, fasst Peter Lichtmannegger, ehrenamtlicher Trainer der Leistungsgruppe, zusammen.

Fünf Mal Gold beim internationalen AT-Turnier in Leipzig

Zu dem hochklassig besetzten Turnier am 18. und 19. Juni mit Athleten aus sieben Nationen fuhr Landestrainer Volker Heyer mit neun Athletinnen und einem Athleten der Altersklassen U 13 bis U 18 vom Judo-Sportverein Speyer. Am Samstag kämpften Alesia Büttner (U 15, - 57 kg) und Amira Rahmoun (U 18, -63 kg). Alesia verlor ihren ersten Kampf ganz knapp gegen ihre dänische Konkurrentin mit Kampfrichterentscheid. Die folgenden Begegnungen entschied sie souverän und eindeutig für sich: Bronze. Amira musste den ersten Kampf ebenfalls abgeben (gegen Österreich), gewann aber anschließend zwei Mal. Im Kampf um Bronze behielt jedoch ihre Gegnerin aus Potsdam Oberhand. Der dritte Platz von Alesia und der Fünfte von Amira waren im Rahmen des Erwartbaren.

Sabrina Rahmoun (12 Jahre, -33kg), Babette Wegeler (12 Jahre, -40 kg) und Antonia Büttner (12 Jahre, -44 kg) starteten sowohl in der Altersklasse U 15 als auch in der U 13. Der Start bei den Älteren diente der Sammlung von Erfahrungen und Kampfpraxis. Sie zeigten gute Leistungen, aber der Altersunterschied war zu erkennen. Weil Sabrina nur eine Gegnerin hatte, die sie bezwang, holte sie die Goldmedaille. Babette hatte Pech, gegen eine starke Österreicherin knapp mit Kampfrichterentscheid zu verlieren. Da sie nur vier Konkurrentinnen hatte, kam sie trotzdem mit Bronze heim. Antonia kämpfte gut, verlor den Auftaktkampf, gewann dann; um Platz drei entschied jedoch der Kampfrichter gegen sie: 5. Platz. Ihre ganze Klasse zeigten Sabrina, Babette und Antonia dann in ihrer Klasse unter 13 Jahren: Sie gewannen alle Kämpfe und holten sich verdient die Goldmedaille. Dazu kam noch ein guter dritter Platz durch Annika Schulte (U 13, - 36 kg). Sie konnte sich mit einem Sieg aus ihrem Pool für das Halbfinale qualifizieren, verlor dort jedoch und gewann damit Bronze.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung des einzigen männlichen JSV-Starters Jonas Dosch, der drei seiner vier Kämpfe gegen sehr starke nationale und internationale Gegner gewann und sich dadurch die Goldmedaille sicherte. Er hatte auf internationalem Parkett zwar die wenigste Erfahrung, ließ sich aber nicht verunsichern. Selbst als er gegen seinen Gegner aus Tschechien verlor, gab er nicht auf, sodass er die drei weiteren Begegnungen im Modus Jeder gegen Jeden für sich entschied und letztendlich mit Gold belohnt wurde. Nach dem zweiten Platz beim Turnier in Luxemburg zeichnete er sich damit wiederum international aus. Er gehört damit zu den großen Nachwuchshoffnungen des JSV.

Text: Mira Hoffmann, JSV Bild: Büttner/JSV