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Frauen des JSV Speyer verlieren gegen den Meisterschaftsfavoriten

Der JSV kann noch zumindest den Trostpreis der Vizemeisterschaft erreichen

Lea Schmid wird von Luise Malzahn geworfen

Mascha Ballhaus konnte sich trotz größter Anstrengungen nicht durchsetzen.

Speyer. Klare Niederlage gegen den designierten Meister Die Niederlage war erwartet, aber die Höhe schmerzte dann doch: Mit 3:11 unterlagen die Frauen des JSV Speyer dem Meisterschaftsfavoriten TSG Backnang im heimischen Judomaxx. Da eine Vielzahl von Stammkämpferinnen auf Speyerer Seite fehlten, geriet das Duell, das in den vergangenen Jahren oftmals eine heiß umkämpfte Angelegenheit zur Entscheidung der Meisterschaft war, ziemlich einseitig.

„Wir haben natürlich vorher gewusst, dass es sehr schwer wird, und als ich gesehen habe, was für eine hochkarätige Aufstellung Backnang heute hatte, hat sich dieses Gefühl sogar noch verstärkt. Trotzdem war das der schlechtest denkbare Ausgang für uns – die knappen Kämpfe haben wir alle verloren, also ein paar Punkte mehr waren drin und die hätten wir uns schon erwünscht“, resümierte JSV-Teamchefin Barbara Bandel.

Im ersten Durchgang war es vor allem Mascha Ballhaus, die nah dran war an einem Punkt für die Heimmannschaft, sich aber nach einem Marathon-Kampf über siebeneinhalb Minuten gegen Annika Würfel geschlagen geben musste. Doch auch Corinna Bayer – eine der Kämpferinnen, die sonst in der Zweitligamannschaften aktiv sind und aufgrund der zahlreichen Ausfälle ran mussten – schlug sich gegen Malin Fischer gut und war keineswegs chancenlos. Doch auch sie musste sich letztendlich geschlagen geben. So stand zur Halbzeit lediglich der kampflos gewonnene Punkt von Seija Ballhaus in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm zu Buche, da Backnang in dieser Kategorie keine Kämpferin aufbieten konnte.

Seija Ballhaus war es auch, die im zweiten Durchgang für den einzigen Jubel auf Speyerer Seite sorgte, als sie – hochgestellt in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm, gegen Malin Fischer gewinnen konnte. Großes Pech hatte Verena Thumm, die in der letzten Sekunde ihres Kampfes gegen Annika Würfel die entscheidende Wertung kassierte. Die anderen Kämpfe ging recht eindeutig zugunsten des Favoriten aus, so dass dem JSV ansonsten nur noch der erneute kampflose Punkt bis 57 Kilogramm blieb, dieses Mal „abgeholt“ von Jill Trenz.

Während dem TSG Backnang die Meisterschaft (dies dieses Jahr ohne Endrunde ausgetragen wird) nicht mehr zu nehmen sein dürfte, gibt es im Blick nach vorne auf den abschließenden Kampftag am 23. Oktober in Hannover zumindest einen kleinen Trost, denn es zeichnet sich ab, dass einige der Stammkämpferinnen, die gegen Backnang schmerzlich vermisst wurden, wieder dabei sein könnten. So erscheint es möglich, dass der JSV zumindest den Trostpreis der Vizemeisterschaft erreichen könnte.

Text und Bild: Seán McGinley/JSV Speyer