Handball-Leistungszentrum in der Region nimmt an Fahrt auf

Wunschkandidat Eyub Erden wechselt ab der Saison 22/23 zum HLZ Rhein-Neckar-Pfalz - der Mädchen- und Frauensport soll gezielt unterstützt werden.

Ketsch. Das neue bundeslandübergreifende Kooperationsprojekt der Kurpfalz Bären aus Ketsch und der weiblichen Handballabteilung der Eulen Friesenheim, hat die erste wichtige Personalie für die Saison 22/23 getroffen und damit den Grundstein für das zukünftige Trainerteam des neuen Handball-Leistungszentrum in der Region gelegt.

Mit Eyub Erden konnte ein Wunschtrainer für das zukünftige HLZ Rhein-Neckar-Pfalz gewonnen werden. Der 51-jährige Germersheimer Eyub Erden ist A-Lizenz Inhaber und verfügt über einen hervorragenden Ruf in der Handballszene. „Eyub passt von seiner Art Handball spielen zu lassen und von seinen Werten perfekt zu uns und unseren Zielen“ so die Verantwortlichen.

Er wird für die 1. Damenmannschaft und für die A-Jugend im HLZ verantwortlich sein. Zu den sportlichen
Zielen in den nächsten Jahren gehört eine talentierte und schlagkräftige Truppe von jungen Spielerinnen aus dem Einzugsgebiet der Metropolregion Rhein-Neckar dauerhaft in der 3. Liga zu etablieren und der ein oder anderen Spielerin zum Sprung in das Bundesligateam der Kurpfalz Bären zu verhelfen. Auch wenn die Zeichen für den Klassenerhalt in der 3. Liga des Ketscher Juniorenteams aktuell nicht gut aussehen, ist das Projekt langfristig und auf Nachhaltigkeit ausgelegt, sodass bei einem Abstieg ein zeitnaher Wiederaufstieg fest auf der Agenda des HLZ Rhein-Neckar-Pfalz steht.

Verstärkt wird das neu gegründete HLZ Rhein-Neckar-Pfalz zukünftig auch einen großen Fokus auf die außersportliche Betreuung und Unterstützung der Spielerinnen ab dem Jugendalter legen.

Der Mädchen- und Frauensport hat es leider auch in der heutigen Zeit noch sehr schwer. „Für Sponsoren und Geldgeber ist der Mädchen- und Frauenhandballleistungssport in der Regel unattraktiver, da der Männerbereich in unserer Sportart klar im Fokus der Gesellschaft steht und die Medien dominiert. Für die Mädels ist es daher um so wichtiger, Beruf und Leistungssport miteinander so zu vereinbaren, dass am Ende nicht nur eine erfolgreiche sportliche Karriere im Lebenslauf steht. „Die Spielerinnen leisten hier unglaubliches und wir wollen sie in Zukunft dabei noch besser unterstützen. Wir hoffen und bauen darauf, Partner aus der Wirtschaftsregion Rhein-Neckar-Pfalz begeistern zu können, die uns auf diesem Weg unterstützen wollen. Es wird sich lohnen!“ so Christian Lange, Abteilungsleiter Handball weiblich der Kurpfalz Bären.

Text und Logo: HLZ Rhein-Neckar-Pfalz