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Eulen Ludwigshafen bekommen die Lizenz auch für die nächste Saison

Eulen spielen jetzt das vierte Jahr in Folge in der 1. Liga.

Die Geschäftsführerin Lisa Heßler von den Eulen Ludwigshafen freut sich über die neue Lizenz (Foto Michael Sonnick)

Ludwigshafen. „Die unabhängige Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. hat entschieden, dass alle Vereine in der 1. und 2. Handball-Bundesliga die Lizenz für die neue Spielzeit 2021/22 erhalten.“ Nur der Zweitligist Wilhelmshavener HV hat die Lizenz unter der Bedingung bekommen, dass die derzeit bestehende Liquiditätslücke bis spätestens zum 12. Mai 2021 geschlossen wird. Sollte dies nicht geschehen, wäre der Tabellen-15. ein Zwangsabsteiger in die 3. Liga. Diese Mitteilung bedeutet auch für die Eulen Ludwigshafen, dass sie die uneingeschränkte Lizenz für die erste und die zweite Handball-Bundesliga erhalten.

Olaf Rittmeier, Mitglied der Lizensierungskommission: „Das Lizensierungsverfahren für die Saison 2021/2022 fällt trotz sehr angespannter Lage aufgrund mehrerer Faktoren positiv aus. Es ist den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Klubs gelungen, über einen längeren Zeitraum laufende Kosten erheblich zu senken. Positiv wirkt sich aus, dass die Sponsoren in dieser wirtschaftlich schwierigen Lage den Klubs weitestgehend verbunden bleiben – sicher auch, weil es gelungen ist, den Spielbetrieb der Ligen bis dato aufrechtzuerhalten und so auch die TV-Präsenz mit sehr guter Reichweite zu sichern.“

Seit 2015 verpflichtet § 7 der Ordnung zur Lizenzierung (LZO) alle Vereine mit einem negativen bilanziellen Eigenkapital in den Folgejahren jeweils zu einer Eigenkapitalverbesserung von mindestens 10 Prozent, bis zur Erreichung eines positiven Eigenkapitals. Bei einer Nichterfüllung dieser Vorgabe zur vorgegebenen Frist hätte den betroffenen Vereinen ein Abzug von 4 Pluspunkten in der laufenden Saison oder eine Geldstrafe gedroht.
Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens überprüft die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vereine. Unter die Lupe werden aber auch infrastrukturelle, rechtliche sowie sportliche Kriterien der Erst- und Zweitligisten genommen. Das Lizenzierungsverfahren ist eine entscheidende Instanz, die dem deutschen Profihandball wirtschaftliche Stabilität, einen fairen Wettbewerb und Integrität gibt.

„Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es ein Zeichen von vertrauensvoller und verantwortungsvoller Zusammenarbeit mit unseren Partnern, die diese positive Lizenzerteilung mit sich bringt. Die wirtschaftliche Absicherung ist notwendig, um ein Fundament für die sportliche Leistung zu bilden und wir hoffen, dass wir uns in beiderlei Hinsicht weiterhin erfolgreich bleiben können“, sagte Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler.

Die Eulen Ludwigshafen sind im Sommer 2017 in die erste Handball-Bundesliga aufgestiegen und spielen jetzt das vierte Jahr in Folge in der 1. Liga. Weitere Informationen über die Eulen Ludwigshafen gibt es unter www.eulen-ludwigshafen.de.

Text Eulen Ludwigshafen und Michael Sonnick