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Der neue Geschäftsführer der KURPFALZ BÄREN stellt sich vor

Udo Wagner: „Teamgeist ist entscheidend auf allen Ebenen!“

Udo Wagner neuer Geschäftsführer der KURPFALZ BÄREN

Ketsch. Nach fünf sehr erfolgreichen Jahren hat Dr. Robert Becker die Geschäftsführung an Udo Wagner übergeben, der schon seit einem Jahr im Sponsoring und Finanzcontrolling im Führungskreis der KURPFALZ BÄREN mitwirkt. Hauptberuflich ist er im internationalen Management einer bedeutenden Unternehmensgruppe tätig, versichert aber, dass er seine neue Rolle mit viel Herzblut wahrnehmen und die Bären in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen will. Im Gespräch mit dem Pressebär betont er, wie wichtig ihm der Teamgeist auf allen Ebenen ist.

Wie bist du zum Frauenhandball gekommen?

Wie es häufig im weiblichen Handball ist, über meine Tochter.  Antonia spielte nach unserem Umzug nach Hirschberg als Torhüterin bei der HG Saase und schaffte es in die badische Auswahl. Ich bin als Co-Trainer eingestiegen und habe meine C-Lizenz absolviert. Antonia wechselte vor zwei Jahren zur TSG Ketsch und ich bin ihr als Trainer gefolgt. Gemeinsam mit Friedbert Reißner habe ich die A-Jugend gecoacht.

Was ist dein sportlicher Werdegang und Hintergrund?

Ich bin seit meiner Jugend Volleyballer. Zunächst war ich bei den SWD Powervolleys Düren aktiv, die am kommenden Sonntag in der SAP-Arena das Deutsche Pokalfinale bestreiten. 1988 ging es dann in den Sand.  Als Beachvolleyballer war ich auf Turnieren in Belgien, Holland, Deutschland und Südafrika unterwegs. Dem Sport bin aktiv auch im Seniorenbereich bis 2015 erhalten geblieben. Mit dem Team der TSG Rohrbach wurde ich zum Abschluss meiner aktiven Zeit Deutscher Seniorenmeister. 

 

Wie sieht dein privates sportliches Umfeld aus? 

In unserer Familie dreht sich alles um den Sport. Antonia spielt Handball, ihre Schwester Paula absolviert ein duales Studium im Bereich Sportmanagement. Meine Frau Helga hat in Ihrer aktiven Zeit als Beachvolleyballerin Deutschland bei den Weltspielen vertreten. 

Welche Eindrücke hat du bisher von den KURPFALZ BÄREN gewonnen?

Die Bären sind absolut etwas ganz Besonders. Vom Miteinanderumgehen, von der Handball-Leidenschaft, von der Stimmung im gesamten Bärenlager. Jugendarbeit wird sehr großgeschrieben, was für alle jungen Spielerinnen viele Chancen bietet, sich in den Damenmannschaften zu etablieren.

Auch die Fans und Unterstützer leisten Großartiges. Das Team hinter den Teams packt von Sponsorensuche bis Catering voll zu. Keiner ist sich zu schade, seine Zeit und Energie für die Bären zu opfern.

Wie siehst du die Fankultur bei den Bären?

Ich würde hier einen Vergleich mit dem Fußball wagen.  FC Köln oder St. Pauli ... die Fans feiern und leiden mit, aber bleiben treu, wenn es mal nicht so läuft.

Was sind die größten Herausforderungen hinsichtlich Führung und Management
eines Frauenbundesligisten?

 

Die größte Herausforderung ist es, ein leistungssportfähiges Umfeld mit den zu Verfügung stehenden Mitteln zu realisieren. Erfolg und Misserfolg wird immer unterschiedlich bewertet. Für uns wird dies nicht nur an Tabellenplätzen festgemacht, sondern daran, was wir den mitwirkenden Menschen zu bieten haben. 

Wie sehen deine Zielsetzungen aus?

Wir wollen uns weiter in der Spitzenklasse des Damenhandballs etablieren. Die Spitzenklasse umfasst für uns sowohl die erste Liga als auch die Spitze der zweiten Bundesliga. Dies ist im Rahmen unserer Fähigkeiten ein sehr realistisches Ziel. Zudem wollen wir zeigen und beweisen, dass wir in der Jugendarbeit eine Top-Anlaufstation für Talente sind. Dank unserer guten Verbindungen zu Industrie und Universitäten können wir auch bei der persönlichen Entwicklung von Spielerinnen große Unterstützung leisten.

Wie sind die Rollen in der Bären-Geschäftsführung verteilt? Was macht Adrian Fuladdjusch, was du?

Wir teilen uns die Aufgaben. Adrian ist unser hauptamtlicher Geschäftsführer und ab der kommenden Saison auch Cheftrainer der Bären. Dazu koordiniert er den Jugendbereich. 

Gemeinsam erarbeiten wir die Teamstrukturen, suchen die Trainer aus, casten Talente und entscheiden innerhalb unseres sportlichen Beirats über diese Vorschläge gemeinsam.

Teamwork prägt die Tagesarbeit. Der Arbeitskreis Sponsoring sucht und findet glücklicherweise immer wieder neue Partner, die unser Projekt tatkräftig unterstützen.

Vielen Dank Udo für das Gespräch.

Text: Pressebär Foto: Privat