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Bären-Ladies trotz Niederlage zufrieden

Bei der SG BBM Bietigheim präsentieren sich die Schützlinge von Katrin Schneider stark verbessert - SG BBM Bietigheim – Kurpfalz Bären 39:22 (19:12)

Elena Fabritz im Spiel gegen Buxtehude.

Ketsch. Beim amtierenden Deutschen Meister gab es zwar keine Punkte zu holen, aber dennoch herrschte eher Genugtuung als Frust im Bärenlager. Denn nach der enttäuschenden Leistung im Heimspiel gegen Buxtehude zeigten die Bären diesmal ein anderes Gesicht. Vor allem in der ersten Viertelstunde spielten die Gäste aus Ketsch einen schnelleren und mutigeren Handball als zuletzt. Bietigheims Trainer Martin Albertsen musste sogar eine Auszeit nehmen, um sein mit Top-Spielerinnen gespicktes Team neu einzustellen. Mehrfach gingen die Bären-Ladies nach herzhaften Aktionen in Führung, und nach dem 8:8 durch Sina Michels wunderten sich die Bietigheimer Fans über die temporeiche Spielweise des Tabellenletzten.

Eine harte Bestrafung für Verena Oßwald

Zwar gab es an der individuellen Überlegenheit der Gastgeberinnen nicht zu rütteln, doch die Bären-Ladies durften sich über viele Komplimente freuen, die in der Aussage gipfelten: „Wäre schön, wenn diese Mannschaft auch in der nächsten Saison noch in der Liga zu sehen sein würde.“ Der dynamischen Draufgängerin Verena Oßwald wird dieses Spiel aber nicht in bester Erinnerung bleiben. Nach einem keineswegs übertriebenen Einsatz gegen Nationalspielerin Kim Braun zückten die Schiedsrichter in der 18. Spielminute überraschenderweise die rote Karte und schickten sie zum Zuschauen auf die Tribüne. Beim 19:12 Pausenstand hatte sich die Überlegenheit des Favoriten schon im Ergebnis niedergeschlagen, das erwartungsgemäß in der zweiten Halbzeit noch deutlicher wurde.

Lara Eckhardt wieder in Wurflaune

Mit neun Treffern, darunter vier Strafwürfen, machte Lara Eckhardt nach dem eher verzagten Auftritt gegen Buxtehude erneut auf sich aufmerksam. Aber auch Elena Fabritz zeigte in Abwehr und Angriff eine gute Leistung. Wie überhaupt das gesamte Bärenteam, angefangen bei den jungen Torhüterinnen Johanna Wiethoff und Leonie Moormann, die gegen das übermächtige Meisterteam sehr gute Szenen zu verzeichnen hatten. Kate Schneider bedauerte allerdings die hohe Fehlerquote: „Schade, das hätte nicht ganz so deutlich ausfallen müssen, denn zum Schluss war die Fehlerquote einfach zu hoch.“ Tom Löbich war weniger kritisch: „Dieser Auftritt macht Mut für die restliche Saison, und wir werden unseren Fans sicherlich noch einige attraktive Spiele bieten können.“   

Die Kurpfalz Bären spielten mit folgendem Team: Johanna Wiethoff und Leonie Moormann im Tor, Samira Brand, Lena Feiniler 2, Sina Michels 2, Rebecca Engelhardt 1, Elena Fabritz 4, Verena Oßwald, Lara Eckhardt 9/4, Saskia Fackel, Cara Reuthal, Anna Michl, Sophia Sommerrock 2, Carmen Moser 2

Die Haupttorschützinnen bei Bietigheim: Kim Naidzinavicius 7/7, Maren Nyland Aardahl 5, Angela Malestein 4, Laure van der Heijden 4, Karolina Kudlacz-Gloc 4

Das nächste Heimspiel der Bären findet am Samstag, dem 25. Januar, ab 18 Uhr, diesmal wieder in der Ketscher Neurotthalle statt. Die Gäste aus Blomberg-Lippe haben in der bisherigen Saison stark aufgespielt und befinden sich in der absoluten Spitzengruppe der Tabelle.

Text: Der Pressebär; Foto: Daniel Glaser