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Rödertalbienen weiter auf Höhenflug

Kurpfalz Bären – HC Rödertal 27:28 (15:15)

Carmen Moser am Ball, links neben ihr Lena Feiniler, rechts daneben Samira Brand

Rebecca Engelhardt beim Wurf

Rabea Pollakowski, links Elena Fabritz, rechts Saskia Fackel

Der HC Rödertal feiert bei den Kurpfalz Bären sechsten Sieg in Folge

Dr. Robert Becker brachte es in der Pressekonferenz auf den Punkt: „Gegen Nürtingen haben wir schwach gespielt. Heute war dies anders, doch Rödertal hat mit einer bravourösen Leistung verdient gewonnen.“ Frank Mühlner, der Gästetrainer, strahlte: „Alles, was wir diese Woche im Training gemacht haben, ist heute von der Mannschaft hervorragend umgesetzt worden. „Die Bären-Ladies waren nach der zweiten Heimniederlage in Folge geknickt. Kate Schneider: „Vielleicht machen sich manche Spielerinnen vor den eigenen Fans zu viel Druck und lassen die Souveränität vermissen, die uns noch letzte Woche in Kirchhof ausgezeichnet hat.“

Carmen Moser und Saskia Fackel mit Ladehemmung

Schon in den ersten 10 Minuten beeindruckten die Gäste mit einem gut strukturierten Angriffsspiel, in dem vor allem Tammy Kreibich klug Regie führte. Die Bären wirkten dagegen übermotiviert und mussten aufgrund vieler fahriger Aktionen zunächst einen 2:4 Rückstand beklagen, ehe Rödertal beim 4:7 und 8:11 Rückstand deutlich machte, dass sie mit viel Selbstvertrauen die Reise nach Ketsch angetreten hatten. Da Carmen Moser und Saskia Fackel zu ungeduldig agierten, musste vor der Pause Verena Oßwald in die Bresche springen. Es war vor allem ihr Verdienst, dass die Bären bis zur Pause noch den Ausgleich erzielen konnten.

Die Rödertalbien hatten aus dem Hinspiel die Lehren gezogen

Nur zweimal gelang es den Kurpfalz Bären in Führung zu gehen: Direkt nach Wiederanpfiff und dann wieder beim 21:20 in der 45. Spielminute hofften die Bärenfans, dass der Knoten jetzt geplatzt sei. Aber Rödertal ließ sich nicht aus der Spur bringen, auch wenn Frank Mühlner mit ansehen musste, dass seinen Spielerinnen in den letzten 10 Spielminuten zusehends die Kräfte ausgingen. Aber die Gastgeberinnen konnten daraus zu wenig Kapital schlagen, weil zu häufig die besten Chancen nicht genutzt wurden. Auch die Disqualifikation von Brigita Ivanauskaite in der 55. Minute hatte keinen entscheidenden Einfluss mehr. Als die starke Ann Rammer den Wurf von Carmen Moser eine halbe Minute vor Spielende abwehren konnte, war der Auswärtssieg perfekt. Die Gäste hatten aus der 16:26 Heimniederlage im vergangenen Oktober gelernt und waren bestens auf das Ketscher Tempospiel eingestellt.

Bären müssen jetzt zweimal reisen

Am kommenden Samstag geht es nach Waiblingen, und eine Woche später steht die lange Reise nach Harrislee an. Im Bärenlager wird man aber nicht nervös werden. Hofft aber, dass sich das Team nicht durch die Aufstiegserwartungen im Umfeld verrückt machen lässt. Kate Schneider: „Alle Gegner sind natürlich darauf aus, uns ans Fell zu gehen. Aber wir müssen uns mehr auf unsere Stärken konzentrieren und vor allem die Torchancen besser nutzen. Wir haben uns auch heute viel zu viele Fehlwürfe erlaubt, die kaum zu erklären sind.

Die Kurpfalz Bären spielten mit folgendem Team: Sabine Stockhorst und Johanna Wiethoff im Tor, Saskia Fackel 2/2, Sina Michels 4, Carmen Moser 2, Lena Feiniler, Samira Brand 1, Rebecca Engelhardt 5, Elena Fabritz 6/5, Lea Marmodee 2, Sophia Sommerrock 1, Verena Oßwald 4.

Die Haupttorschützen bei Rödertal waren Brigita Ivanauskaite 7/3 und Rabea Pollakowski 4.

Text: Kurpfalz Bären Bild: Julian Erbeling