Viele kleine Wunder - An(ge)dacht zwischen Rhein und Reben

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Weihnachtsgottesdienste: Botschaft des Friedens reicht bis in die Ewigkeit

Kirchenpräsident Christian Schad und Oberkirchenrat Manfred Sutter rufen die Christen dazu auf, für Barmherzigkeit und Gerechtigkeit einzutreten und zerstörerische Kräfte nicht zuzulassen.

Kirchenpräsident Christian Schad

Speyer.  Kirchenpräsident Christian Schad ruft die Christen anlässlich des Weihnachtsfestes dazu auf, Fremdem und Neuem mit Offenheit und Mitgefühl zu begegnen und gegen zerstörerische Kräfte Einspruch zu erheben. Gerade in diesen Tagen versuchten „Propheten des Untergangs“, Flüchtlinge und Menschen aus anderen Kulturen und Religionen zu diskriminieren. „Glauben wir ihnen nicht, die aus den Opfern der Gewalt ihren politischen Profit ziehen wollen“, erklärt der Kirchenpräsident. Er predigt im Weihnachtsgottesdienst am ersten Feiertag in der Speyerer Gedächtniskirche.

Auch Oberkirchenrat Manfred Sutter ermutigt dazu, sich „unerschrocken für eine Welt ohne Angst, Not und Krieg, in der Mitmenschlichkeit und Liebe herrschen“, einzusetzen. Gott überlasse die Welt nicht sich selbst: „‚Fürchtet euch nicht‘ ist der schönste Satz der Weihnachtsbotschaft – gerade weil es so viel Grund zur Furcht gibt, soviel berechtigtes Zittern und Zagen, gerade weil in diesen Tagen so viele Menschen verunsichert sind“, sagt Oberkirchenrat Manfred Sutter, der am Heiligabend in der Gönnheimer Martinskirche predigt. Der Gottesdienst wird vom Posaunenchor Friedelsheim-Gönnheim unter der Leitung von Renko Anicker und Michelle Nicklis (Gesang) musikalisch gestaltet.

Gerade an Weihnachten als dem Fest der Hoffnung werde deutlich, dass Gottes Barmherzigkeit die Welt heilen und das Beste in uns Menschen ans Licht bringen will: die Fähigkeit zu lieben und die Fähigkeit zum Mitgefühl, führt Kirchenpräsident Christian Schad aus. „Gemeinsam mit allen Menschen guten Willens rufen wir den Scharfmachern zu: Unsere Angst bekommt ihr nicht. Wir lassen uns von euch nicht einschüchtern. Wir lassen uns von euch nicht vorschreiben, wen wir zu hassen und wen wir zu lieben haben.“ Auf Gewalt müsse mit der Botschaft des Friedens und der Versöhnung geantwortet werden.

Was in Bethlehem mit der Geburt Jesu so unscheinbar begonnen habe, reiche bis in die Ewigkeit: „Gott hat dich selig gemacht. Du kannst dich darauf verlassen, wie du dich auf nichts sonst auf dieser Welt verlassen kannst. Nimm dieses Geschenk an und richte dein Leben danach aus“, sagte der Kirchenpräsident. Im Abendmahl vollziehe sich immer wieder die Zusage, dass Christus „zu uns kommt und sich mit uns verbinden will, damit wir heil werden“. Der Weihnachtsgottesdienst in der Speyerer Gedächtniskirche, in dem die Gemeinde das Heilige Abendmahl feiert, wird von Dekan Markus Jäckle mitgestaltet. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Robert Sattelberger (Orgel) führt die Speyerer Kantorei Werke von Praetorius, Schütz und Kodaly auf.  www.evkirchepfalz.de. Text und Foto: lk