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Schülertage des Bistums Speyers beendet

Rund 420 Schülerinnen und Schüler aus 14 Schulen erlebten Kirche aus der Nähe

Speyer. Mit dem 04.02.2020 Tag endeten die Schülertage 2020 im Bistum Speyer. Rund 420 Jugendliche von 14 Schulen nahmen mit ihren Religionslehrerinnen und Religionslehrern das Angebot wahr, ihre Diözese näher kennen zu lernen. Die Veranstaltung fand zum achten Mal statt. 

„Ich finde es immer wieder bewegend, welche Fragen die Jugendlichen uns mitgeben und dass sie sich oft vertrauensvoll auf ganz persönliche Gespräche in den Workshops einlassen. Die Schülerinnen und Schüler schätzen die vielfältigen Angebote, bei denen sie aktiv werden können“, berichtet die Initiatorin und Organisatorin der Schülertage Dr. Irina Kreusch, Leiterin der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen, Bildung des Bischöflichen Ordinariates in Speyer. Sie könne sich eine Weiterentwicklung des Angebotes vorstellen: „Wir überlegen, ob wir komplementär zu den Schülertagen auch einen Lehrertag anbieten, entsprechende Anfragen dazu liegen vor, die wir gerne aufnehmen“. 

Von der Theorie in die Praxis
„Es ist einfach gut, von der Theorie in die Praxis zu kommen. Die Schüler haben so Gelegenheit das Bistum live zu erleben und ihre Fragen zu stellen“, erklärt Religionslehrerin Regine Brohm vom Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium in Neustadt. Ihre Erfahrung: „Das verändert auch das Bild der Schülerinnen und Schüler von Kirche“. Die Schule nimmt jedes Jahr mit Jugendlichen der 12. Jahrgangsstufe an den Schülertagen teil. 

„Man kommt einfach in Berührung mit vielen verschiedenen Bereichen, die Kirche ausmachen, das kennen die Schülerinnen und Schüler so nicht. Unsere Schüler melden uns immer zurück, dass sie diese Tage klasse finden“, sagt Stefan Fölker, Religionslehrer am Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen. „Und sie finden es gut und schätzen es Wert, dass der Bischof sich für sie Zeit nimmt und sich ihren Fragen stellt.“ 

Information zu Dom, Bistum, Visionsprozess, Caritas und ein breites Workshopangebot

Am Beginn der insgesamt fünf Schülertage stand jeweils die Begegnung mit dem Dom. In Kleingruppen lernten die Jugendlichen zum Beispiel die Krypta, die Dom-Orgel oder die Sakristei mit dem Goldenen Kaiserevangeliar kennen. Anschließend standen Grundinformationen über das Bistum, eine Präsentation zum Visionsprozess Segensorte im Bistum und Schlaglichter zur Arbeit der Caritas auf dem Programm. Im zweiten Teil der Schülertage nahmen die Schülerinnen und Schüler an jeweils zwei Workshops ihrer Wahl teil. Das Angebot reichte von einem Escape-Room im Bistumsarchiv über die Vorstellung des Freiwilligen Sozialen Jahrs bis zu einem Einblick in die Redaktion der Kirchenzeitung „Der Pilger“. Auch die Begegnung mit einem Gefängnisseelsorger, Workshops zu „Kirchen, Sekten, Konfessionen“ , „Wozu bin ich berufen?“, „Verschiedenheit wertschätzen - Homosexualität“, ein Einblick in den Arbeitsbereich einer Diözesanrichterin sowie ein Angebot zum Thema „sexueller Missbrauch“ waren wieder Teil des Programms. Neu waren Angebote zu den Themen Klimaschutz, Umgang mit Trauer und Tod, die Verbindung von Glaube und Politik und ein Einblick in die Krankenhausseelsorge. 

Offener Dialog mit Vertretern der Bistumsleitung

Den Abschluss der Schülertage bildete jeweils ein Gespräch mit der Bistumsleitung. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Generalvikar Andreas Sturm sowie Offizial Dr. Georg Müller stellten sich an den unterschiedlichen Tagen der Diskussion mit den Jugendlichen. Neben persönlichen und spirituellen Fragen, Fragen nach dem Alltag als Bischof und der Berufung zum Priesteramt, standen in den Gesprächsrunden die Themen Zukunft der Kirche, mögliche Reformen und die Rolle von Frauen in der Kirche im Fokus. Auch die Einstellung der katholischen Kirche zu Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften war für die Schüler ein Thema.

Text: Bischöfliches Ordinariat Speyer