Zum Hauptinhalt springen

Landeskirche nimmt Resolution der Mahnwache entgegen

Die Landeskirche hat sich in bereits vor wenigen Tagen an die Bundestagsabgeordneten appelliert, sich mehr um den Frieden in Israel zu bemühen.

Speyer (lk). Der „Jerusalem Verein“ und „Frauen wagen Frieden“ haben am Freitag im Rahmen einer Mahnwache das Dokument „Cry for Hope“ für Palästina an Oberkirchenrat Manfred Sutter übergeben. Damit wollen sie auf die Situation der Palästinenserinnen und Palästinenser aufmerksam machen. Hintergrund sind die Annexionspläne der israelischen Netanjahu-Regierung. 

„Das Kollegium des Landeskirchenrates hat sich bereits vor 14 Tagen mit dieser Thematik beschäftigt und sich am 22. Juni dem Appell der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt angeschlossen“, sagte Sutter bei der Entgegennahme von „Cry for Hope“. „Die von Israel beabsichtigte Annexion im Jordantal widerspricht dem Völkerrecht und zerstört die Chancen einer Wiederaufnahme des Friedensprozesses. Dagegen protestieren wir aufs Schärfste. Mit der Mahnwache unterstützen Sie die Haltung und Auffassung der Landeskirche. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich bei Ihnen“, so Sutter zu den Veranstaltern. 

In dem Appell an die Bundestagsabgeordneten fordert die Landeskirche von der israelischen Regierung, die von ihr vereinbarten Annexionspläne auszusetzen sowie von der palästinensischen Führung, interne Streitigkeiten zu beenden, sich mit einer Stimme gegen die Annexionspläne der israelischen Regierung zu wenden und keine übereilten Schritte, wie die Aufkündigung aller bisherigen Vereinbarungen mit Israel und den USA, zu unternehmen. 

Außerdem ruft sie die israelische und palästinensische Zivilgesellschaft auf, sich gegen die Annexion auszusprechen und sich für Verhandlungen einzusetzen. Von den politisch Verantwortlichen in Israel und Palästina erwartet sie, Verhandlungen zur Lösung des Konfliktes wiederaufzunehmen. 

Die Bundesregierung sowie die EU und ihre Mitgliedsstaaten sollen sich konsequent gegen die unilaterale Annexion von Teilen des palästinensischen Westjordanlandes durch die israelische Regierung einsetzen und an ihrer Unterstützung des Friedensprozesses festhalten. 

Die Bundesregierung möge sich im Rahmen der anstehenden EU-Ratspräsidentschaft für eine zentrale Vermittlerrolle der Europäischen Union engagieren und sich weiterhin für eine verhandelte Lösung des Israel-Palästina-Konflikts auf Basis des internationalen humanitären Völkerrechts einsetzen. 

Stefan Meißner vom Arbeitskreis Kirche und Judentum weist darauf hin, dass „die Errichtung eines Palästinenserstaates heute die unabdingbare Voraussetzung für eine friedliche Lösung im Nahen Osten. Dazu gehört die einvernehmliche Aushandlung der Staatsgebiete zwischen beiden Seiten.“

Text und Logo: Evangelische Kirche der Pfalz