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„Kirche braucht auch heute den Anstoß der Suchenden von außen“

Bischof, Weihbischof und Generalvikar feiern Gottesdienst mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bischöflichen Ordinariats – Anschließend Neujahrsempfang im Haus der Kirchenmusik

Speyer. Mit einem Gottesdienst im Kloster St. Magdalena starteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats ins neue Jahr. „Wie die Weisen im Evangelium wollen wir uns auch heute auf den Weg machen, um das Licht des Kindes von Bethlehem in die Welt zu tragen“, sagte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in seiner Begrüßung. Er zelebrierte den Gottesdienst gemeinsam mit Weihbischof Otto Georgens und Generalvikar Andreas Sturm. Die Kirche brauche auch heute den Anstoß der Suchenden von außen: „Der Stern von Bethlehem geht unentwegt auf in den Herzen der Menschen, die einen Gott suchen, der nicht von Schrecken, Kontrolle oder Angst besetzt ist“, so Bischof Wiesemann in seiner Predigt.

Beim anschließenden Neujahrsempfang im Haus der Kirchenmusik warf Generalvikar Andreas Sturm einen Blick auf wichtige Ereignisse im neuen Jahr. Am 15. September stehe wieder ein Katholikentag an, mit neuem Konzept in Kaiserslautern. Auch die Pfarrgremienwahl im November werde für das Bistum entscheidende Bedeutung haben. Einen Schwerpunkt setzte er beim Thema Missbrauch. „Nachdem wir uns in den letzten Wochen des vergangenen Jahres um die juristische Aufarbeitung der Taten gekümmert haben, wird Bischof Wiesemann in den kommenden Wochen Betroffene anschreiben und sie zum persönlichen Gespräch einladen“, kündigte er an. Mit diesem Schritt wolle das Bistum Betroffenen eine Stimme geben, „auf sie und ihr Leid hören und gleichzeitig mit ihrer Hilfe lernen, wie wir Kinder und Jugendliche noch besser schützen können“. Das Bistum sei auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Gemeinsam mit Bischof Wiesemann werde er sich dafür einsetzen, „dass Täter bei uns nicht gedeckt werden, sondern dass wir Opfern helfen und alles dafür tun, dass wir ein Ort werden, an dem sich Kinder und Jugendliche immer sicherer fühlen.“

Auch das Thema Haushalt werde das Bistum im neuen Jahr beschäftigen. „Wir werden unseren Diözesanhaushalt in den kommenden Jahren verkleinern müssen und das wird nicht ohne schmerzhafte Einschnitte gehen“, so Generalvikar Sturm. „Was da genau auf uns zukommt, kann ich Ihnen heute noch nicht sagen. Ich will dabei auch nichts übers Knie brechen, sondern mir besonnen alles anschauen und werde dabei auch immer wieder das Gespräch mit Ihnen suchen“, warb der Generalvikar um Vertrauen und eine konstruktive Mitarbeit. Text und Foto: is