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Erfolgreiches Qualitätsmanagement in Kindertagesstätten

Erster SpeQM-Kongress im Edith-Stein-Haus Kaiserslautern

Sie begrüßten die Teilnehmer des SpeQM-Kongresses (v.l.): Kanzleidirektor Wolfgang Jochim, Prisca Forthofer, Referentin für die Kindertagesstätten in der Abteilung Regionalverwaltungen und Kindertagesstätten und Joachim Vatter, Leiter der Abteilung Regionalverwaltungen und Kindertagesstätten im Bistum Speyer.

Kaiserslautern. Am Mittwoch, 6. Oktober, tagte der erste „SpeQM-Kongress“ im Edith-Stein-Haus in Kaiserslautern. Ein Forum, das Vertreter aus allen Bereichen, die am Qualitätsmanagement-Prozess der katholischen Kindertagesstätten des Bistums Speyer beteiligt sind, zum gegenseitigen Austausch und zur Inspiration einlud.

Der Saal im Edith-Stein-Haus war fast bis auf den letzten Platz besetzt. ­ Sehr zur Freude von Joachim Vatter, Leiter der Abteilung Regionalverwaltungen und Kindertagesstätten im Bistum, der die Veranstaltung mit einem humorigen Beispiel eröffnete. „Es ist mir egal, wenn in China ein Sack Reis umkippt. Aber kann es mir wirklich egal sein? Denn das Umkippen hat Auswirkungen, wenn dadurch vielleicht manche nichts zu essen bekommen. Mit einer entsprechenden Qualitätsplanung würde so etwas nicht passieren“, sagte Vatter und leitete damit zur Qualitätsplanung in den katholischen Kitas über - ein 2012 gestartetes bistumsweites Projekt zur Einführung des so genannten „Speyerer Qualitätsmanagements" (SpeQM). Es hat zum Ziel, ein eigenes erarbeitetes Leitbild mit einem Qualitätsmanagementsystem zu unterlegen, um die Qualität der Kita-Arbeit zu reflektieren, zu sichern, weiterzuentwickeln und zu dokumentieren. „Zahlreiche Prozesse waren dafür nötig, vieles wollte geregelt sein, damit Fehler ausgeschlossen und Abläufe transparent werden. Dafür brauchte es Personal und Zeit.“ Doch der Einsatz habe sich gelohnt – mit der Etablierung des Qualitätsmanagements und der Erlangung des KTK-Qualitätsbriefes oder –Siegels. Diese Zertifikate werden vom Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK)- Bundesverband e.V. vergeben.

Joachim Vatter dankte den Beteiligten für die Bereitschaft, nicht den einfachen Weg zu gehen, sondern sich der Herausforderung zu stellen. „Der Samen, den Sie mit Schulungen gelegt haben, haben Sie zur Ernte gebracht“, sagte er in Anlehnung an Erntedank. Nun komme es darauf an, die Pflanzen weiter gedeihen zu lassen oder etwas Neues zu einzupflanzen. Es gelte, die Anforderungen in den Blick zu nehmen, sie zu überprüfen und anzupassen, um das Qualitätsmanagement weiter zu pflegen. „Der heutige Tag soll die Möglichkeit des Austauschs aber auch des Innehaltens bieten“, sagte Vatter und kündigte an, dass der Kongress zu einer festen jährlichen Einrichtung werde.

Auch Kanzleidirektor Wolfgang Jochim, Hauptabteilungsleiter der Zentralstelle des Bischöflichen Ordinariats, sprach seine Anerkennung für das große Engagement im Rahmen des Projekts aus. „Vor fast zehn Jahren ist der Leitbildprozess in den 240 katholischen Kitas gestartet. Die vierte und letzte Staffel des Projekts findet Ende des Jahres statt, die Implementierung 2022.“

SpeQM finde Beachtung und Anerkennung auch über die Bistumsgrenzen hinweg, sagte Jochim und dankte allen, die „ihre Einrichtung unter die Lupe genommen, durchbuchstabiert und weiterentwickelt haben.“ Nach der Phase des Aufbaus sei es wichtig, den Prozess zu vertiefen, neue Themen aufzugreifen, inhaltliche Schwerpunkte zu setzen und die Vernetzung unter den Kitas auszubauen. „Wir hoffen, einen guten Weg eingeschlagen zu haben, um Kinder liebevoll zu begleiten.“

Prisca Forthofer, Referentin für die Kindertagesstätten in der Abteilung Regionalverwaltungen und Kindertagesstätten, gab im Anschluss einen Überblick über das Programm des Tages, das neben Impulsen und Workshops einen Vortrag von Magdalena Wilmanns, Referentin für das KTK-Gütesiegel Bundesrahmenhandbuch beim KTK-Bundesverband bot. Sie war online zugeschaltet und gab den Kongress-Teilnehmenden Anregungen zur Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems in den Kitas.

Text und Foto: Friederike Jung