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Diakonie und Kirche legen Corona-Nothilfefonds auf

40 000 Euro für in Not geratene Familien

Speyer. Das Diakonische Werk Pfalz und die Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) legen einen Nothilfefonds in Höhe von zunächst 40.000 Euro für Familien auf, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind. Die Gelder sollen in erster Linie zum Einkauf von Lebensmitteln und sonstigen lebensnotwendigen Gütern verwendet werden und werden über die Häuser der Diakonie beantragt und ausgezahlt. Sie ergänzen den bereits bestehenden Kinderhilfsfonds.

„Arme Haushalte sind außerordentlich hart betroffen und geraten schnelle in existenzielle Not. Unsere Beratungsstellen erhalten vermehrt Anfragen nach finanzieller Unterstützung, um Lebensmittel und weitere Sachen des täglichen Bedarfs kaufen zu können“, sagt Oberkirchenrat Manfred Sutter.

„Diese Menschen haben keinerlei finanzielle Reserven. Durch Tafelschließungen einerseits und den Wegfall ihrer prekären Jobs im Niedriglohnbereich und Dienstleitungssektor andererseits werden sie gleich doppelt getroffen. Mit einem Zuschuss aus unserem Fonds können wir ihnen jetzt schnell und direkt helfen“, sagt Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie und Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Pfalz.

Aus diesem Grund bittet das Diakonische Werk Pfalz und die Evangelische Kirche der Pfalz um Spenden. „Dabei stellen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicher, dass alle Spenden wirklich dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, unterstreicht Landespfarrer Bähr und dankt schon jetzt allen für ihre Hilfe.

 Hintergrund:

Fünf Euro sind im Hartz-IV-Regelsatz für einen Erwachsenen pro Tag für Ernährung vorgesehen, für Kinder weniger. Damit ist eine abwechslungsreiche, ausgewogene und gesunde Ernährung schlecht möglich – von einer sinnvollen Bevorratung im Umfang wie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) generell empfohlen, ganz zu schweigen. Arme Menschen leben häufiger in problematischen Wohnverhältnissen, die die empfohlenen Maßnahmen zur häuslichen Hygiene im Falle einer Quarantäne erschweren bis unmöglich machen, weil sich beispielsweise mehrere Personen ein Zimmer teilen oder die sanitären Einrichtungen unzureichend sind. Die Ärmsten der Gesellschaft haben zudem einen erschwerten Zugang zu Informationen und Bildung. Digitaler Unterricht, wie er jetzt praktiziert werden soll, stellt arme Familien vor große Herausforderungen. Als oftmals prekär Beschäftigte sind sie es die armen Menschen, die zuerst ihre Jobs verlieren werden – und sie sind es, die in wirtschaftlichen Krisenzeiten zuerst Gefahr laufen, diffamiert und noch mehr ausgegrenzt zu werden. 

Spenden mit dem Verwendungszweck „Corona-Nothilfe“ an Diakonie Pfalz, IBAN: DE50 5206 0410 0000 0025 00 oder online unter www.diakonie-pfalz.de dwp