Zum Hauptinhalt springen

Der Ökumenische Kirchentag ist in Frankfurt angekommen

Die Geschäftsstelle für das Großereignis ist nun offiziell eröffnet

Präsidentin Bettina Limperg und Präsident Thomas Sternberg bei der Eröffnung der Geschäftsstelle. (Foto: ÖKT/Peter Bongard)

Zur Eröffnung der Geschäftsstelle des Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt kamen unter anderem die Vertreter von Stadt und Land, Bürgermeister Uwe Becker (achter von rechts) und Staatsminister Axel Wintermeyer (sechster von rechts). Außerdem sind auf dem Bild unter anderem die Präsidenten des ÖKT, Bettina Limperg und Thomas Sternberg (vierte und fünfter von rechts) Weihbischof Thomas Löhr aus dem Bistum Limburg (zweiter von rechts) und der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau Volker Jung (dritter von links). (Foto: ÖKT/Peter Bongard)

Frankfurt. Es sind zwar noch etwa mehr als 15 Monate bis der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt am Main stattfindet, aber der erste Meilenstein auf diesem Weg konnte jetzt gefeiert werden: Die Eröffnung der Geschäftsstelle am Danziger Platz beim Ostbahnhof.

Bettina Limperg, Präsidentin des Ökumenischen Kirchentages, sagte anlässlich der Eröffnung: "Der 3. Ökumenische Kirchentag ist in Frankfurt am Main angekommen. Er ist der Einladung der Stadt Frankfurt am Main sowie der Region sehr gerne gefolgt. Frankfurt steht als weltoffene und gastfreundliche Metropole zugleich für die friedliche Koexistenz vieler Nationalitäten und Glaubensrichtungen. Frankfurt steht als Finanzstandort aber auch für die Kapitalmärkte, die weltweite Verantwortung tragen. Als Stadt der Wissenschaft und Kultur, der Kunst, als Stadt vieler Gegensätze bietet Frankfurt alles, was es für einen gelingenden Diskurs braucht." Mit der Eröffnung der Geschäftsstelle des 3. Ökumenischen Kirchentages seien die vielen haupt- und ehrenamtlich Tätigen des 3. ÖKT nun mittendrin und angekommen. "Wir freuen uns sehr auf die Vernetzung mit der Stadtgesellschaft und auf vielfältige Resonanzböden. Der 3. Ökumenische Kirchentag 2021 wird ein großes Fest des Hinschauens und des gegenseitigen Wahrnehmens, ein Fest, mit dem wir Verantwortung übernehmen wollen, was wir sehr gerne tun."

Diskussionen und Taten, die die gesamte Gesellschaft voranbringen

Thomas Sternberg, Präsident des ÖKT, sagte: "Wir werden hier in Frankfurt im kommenden Jahr den Ökumenischen Kirchentag feiern. Evangelische, katholische und auch orthodoxe Christen arbeiten gemeinsam daran, dass fünf Tage lang Diskussionen geführt werden und Dinge geschehen, die die gesamte Gesellschaft voranbringen. Der ÖKT wird kein Stuhlkreis, wo alle nur auf sich selbst schauen. Der ÖKT wird eine Veranstaltung, die sich nach außen öffnet, die die Fragen der Zeit aufwirft und versucht sie zu beantworten: Beispielsweise, was die unterschiedlichen Glaubensrichtungen zum Frieden in der Welt beitragen können, wie wir mit dem Klimawandel umgehen, mit den globalen Flüchtlingsströmen, wie wir internationale soziale Gerechtigkeit schaffen oder die Zukunft der Demokratie gestalten."

Thomas Sternberg dankte auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle und vor allem den vielen Ehrenamtlichen. "Ohne sie, die beim ÖKT als Ordner arbeiten, Getränke und Essen verteilen oder den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Fragen beantworten, wäre das alles nicht möglich. Aber auch den Menschen, die schon im Vorfeld ehrenamtlich beim ÖKT arbeiten, beispielsweise in den Projektkommissionen, die das Programm zusammenstellen, sei jetzt schon Danke für ihren großen Einsatz gesagt."

Staatsminister Wintermeyer: "Ehrenamtliche sind der Kitt unserer Gesellschaft"

Zur Eröffnung waren auch Gäste aus Land und Stadt gekommen. So betonte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer: "Menschen aus ganz Deutschland werden sich zu uns nach Hessen auf den Weg machen. Sie kommen mit Fragen, mit Hoffnungen und auf der Suche nach Antworten, nach Orientierung. Sie kommen, um Glaubensfragen zu diskutieren und um sich den Fragen der Zeit zu stellen. Damit dies möglich ist, werden viele Ehrenamtliche im Einsatz sein. Nur durch ihre Hilfe ist das Gemeinschaftserlebnis realisierbar. Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft", unterstrich Staatsminister Axel Wintermeyer. Die Hessische Landesregierung unterstützt die Durchführung des Ökumenischen Kirchentages mit vier Millionen Euro. Wintermeyer dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle für ihre Arbeit in den kommenden Monaten. "Diejenigen Menschen, die dieser Geschäftsstelle ein Gesicht geben, die Enthusiasmus und ihre Überzeugungen einbringen, Tatkraft und Kreativität, die kontaktfreudig, motiviert und belastbar sind, sind besonders wichtig. Sie stehen ab jetzt mitten im Geschehen, auch wenn sie vieles im Hintergrund erledigen."

Bürgermeister Becker: "Das Leitwort 'schaut hin' passt zu unserer Stadt"

Dass der ÖKT für die Stadt Frankfurt am Main wichtig ist, sagte Bürgermeister Uwe Becker: "Ich freue mich, dass wir heute zusammen die Eröffnung der Geschäftsstelle des 3. Ökumenischen Kirchentages in unserer Stadt feiern können. Frankfurt am Main ist sehr gerne Gastgeber dieses besonderen Zusammentreffens der großen christlichen Kirchen. In einer Zeit des Wegsehens sind das Hinschauen auf gesellschaftliche Entwicklungen und die Diskussion über notwendige Veränderungen unseres Handelns von besonderer Bedeutung. Daher ist das Leitwort 'schaut hin' Botschaft und Aufforderung an uns alle und passt zu unserer Stadt, in der der Diskurs über die Zukunft unserer Gesellschaft seit jeher ein Zuhause hat. Sein organisatorisches Zuhause findet der 3. Ökumenische Kirchentag nun in seiner Geschäftsstelle in Frankfurt am Main und ich wünsche mir, dass starke ökumenische Signale von Frankfurt ausgehen, um zeigen zu können, wie gerade in einer solch bunten und vielfältigen Stadt Ökumene gelebt werden kann."

Bischof und Kirchenpräsident gestalten Segensandacht zur Eröffnung

Der Segensandacht zur Eröffnung der Geschäftsstelle standen der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, Volker Jung und der Weihbischof im Bistum Limburg, Thomas Löhr, vor.

In der Geschäftsstelle des ÖKT am Danziger Platz in Frankfurt laufen alle organisatorischen Fäden des Großereignisses zusammen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort kümmern sich beispielsweise um die Organisation des Programms, die Unterbringung der Teilnehmenden, den Aufbau der Bühnen, die Kommunikation mit den Behörden und die Werbung. Geleitet wird die Geschäftsstelle, die in der Spitze etwa 110 Personen beschäftigen wird, von vier Vorständen: Stephan Menzel, Janine Rolfsmeyer, Roland Vilsmaier und Marija Vidovic.

Der 3. Ökumenische Kirchentag findet vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main statt. Er wird veranstaltet vom Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Zeit nachzudenken und zu diskutieren, werden über 100.000 Teilnehmende jeden Alters, unterschiedlicher Religionen und Herkunft erwartet. Nach 2003 in Berlin und 2010 in München findet der Ökumenische Kirchentag 2021 zum dritten Mal statt.

Text : Pressestelle des 3. Ökumenischen Kirchentages