Brahms und Messiaen zum Totengedenken

Es erklingen: Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ und Olivier Messiaen „Visionen über das Amen“.

Speyer. Wenn die evangelischen Kirchen am kommenden Sonntag-Morgen, dem 21. November, ihrer Verstorbenen gedenken, wird dieser Tag und damit das Kirchenjahr in der Speyerer Gedächtniskirche um 18 Uhr abends musikalisch mit einem Konzert abgeschlossen. Es erklingen: Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ und Olivier Messiaen „Visionen über das Amen“.

Die Speyerer Kantorei hat das Werk, das diesmal statt Orchester von zwei großen Konzertflügeln der Firma Steinway begleitet wird, einstudiert und bastelt bereits an der Interpretation. „Es wird hoffentlich ein bewegendes Konzert werden, unsere beiden Pianistinnen spielen jedenfalls wunderschön und einfühlsam“, sagt der Leiter Robert Sattelberger, „nun gilt es, mit den zwei Instrumenten und dem Chor den Raum der Gedächtniskirche adäquat zu füllen, das große Orchester werden wir nicht vermissen.“

Die vorzüglichen Solisten, Angelika Lenter – Sopran und Timothy Sharp – Bariton aus Mannheim, der für den erkrankten Thomas Herberich einspringen kann, versprechen anrührenden Gesang.

Das Klavierduo Clara&Marie Becker, das mittlerweile nach Hamburg gezogen ist, beide studieren dort Klavier, wird zudem noch die „Visionen über das Amen“ des berühmten französischen Komponisten und Organisten Olivier Messiaen, darbieten. Messiaen verstarb vor fast 30 Jahren im Jahre 1992. Die Visionen stammen aus dem Jahr 1943, seiner frühen Schaffensperiode, sind einfach zu hören, „man sollte einfach an Filmmusik denken und die Farbe Blau imaginieren, so Sattelberger“.

Die Kantorei probt derzeit unter der G2-Regel, bei den letzten Proben und Konzert testet sich jeder Sänger und Musiker zudem zusätzlich selbst. Die G2-Regel gilt ebenso für das Konzert, die Zuhörer sind gebeten, sich, wenn möglich, zu Hause kurz zu testen,  erforderlich ist es nicht. Eine Abendkasse steht bereit, um rechtzeitiges Erscheinen wird ebenso gebeten.

Das neue Kirchenjahr wird am ersten Advent, dem 28. November um 18h ebenfalls in der Gedächtniskirche musikalisch eröffnet: Organist Dr. Wolfgang Werner spielt französische Orgelmusik von Cesar Franck über Charles-Marie Widor bis Louis Vierne. Er wird bei dieser musikalischen Abendandacht von Henri Franck mit Lesungen begleitet. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen der neuen Orgel in der Dreifaltigkeitskirche zugute.

Text: Robert Sattelberger