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Bischof Wiesemann verleiht Pirminius-Plakette

Auszeichnung für kirchliches und karitatives Engagement

Träger der Pirminius-Plakette mit Bischof Karl-Heinz Wiesemann

Speyer. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat 17 Frauen und Männern aus der Diözese Speyer für ihr kirchliches und karitatives Engagement die Pirminius-Plakette, die höchste Auszeichnung der Diözese, verleihen. Benannt ist die bischöfliche Ehrenplakette nach dem heiligen Abtbischof Pirminius, der als Missionar im südwestdeutschen Raum wirkte und 753 in dem von ihm gegründeten Kloster Hornbach starb. Die Ehrung erfolgt im Anschluss an das Pontifikalamt zum 957. Jahrestag der Domweihe.

Die Geehrten wurden von den Dekanatsräten sowie von Bischof Wiesemann für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die neuen Träger der Pirminius-Plakette sind:
Alexandra Pfeifer aus Bockenheim (Pfarrei Hl. Elisabeth von Thüringen, Grünstadt), Franziska Frübis aus Meckenheim (Pfarrei Hl. Michael, Deidesheim), Peter Schaub aus Winnweiler-Potzbach (Pfarrei: Heilig Kreuz, Winnweiler). Agnes Deris  aus Wörth-Büchelberg (Pfarrei: Hl. Christopherus, Wörth), Robert Brucker aus Kandel (Pfarrei: Hl. Vierzehn Nothelfer, Kandel), Alois Donauer aus Ramstein-Miesenbach (Pfarrei Hl. Wendelinus, Ramstein-Miesenbach), Adele Weidlich aus Kaiserslautern; (Pfarrei Heilig Geist, Kaiserslautern) Heinrich Wallich aus Schönenberg-Kübelberg (Pfarrei Hl. Christopherus, Schönenberg-Kübelberg), Robert Schuck aus Brücken (Pfarrei Hl. Christopherus, Schönenberg-Kübelberg), Thomas Jörg aus Albersweiler (Pfarrei Hl. Elisabeth, Annweiler), Jutta Moser-Hauck aus Zweibrücken (Pfarrei Hl. Elisabeth, Zweibrücken), Anton Eichenlaub aus Erfweiler (Pfarrei Hl. Petrus, Dahn), Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Pfarrei Hl. Familie, Blieskastel), Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (Pfarrei Hl. Ingobertus, St. Ingbert), Lothar Gräf aus Bobenheim-Roxheim; ( Pfarrei Hl. Petrus, Bobenheim-Roxheim), Friedrich [Karl Ludwig (gen. Fritz)] Koch aus Schifferstadt (Pfarrei Hl. Edith Stein, Schifferstadt), Michael Neis aus Landau (Pfarrei Hl. Kreuz, Landau).

In seiner Laudatio würdigte Bischof Wiesemann die vielfältigen und langjährigen Dienste, die die Geehrten ehrenamtlich neben der Familie, dem Beruf und anderen Verpflichtungen für die Kirche, für ihre Pfarrgemeinde erbracht haben. Sie seien wichtige Säulen ihrer jeweiligen Pfarrei. Nicht immer sei dieser Dienst offensichtlich. Mit der Pirminius-Plakette solle auch der treue Dienst im Hintergrund geehrt werden. So erhielten die heute Geehrten die Plakette auch stellvertretend für die Vielen, die in der Diözese im Stillen und Verborgenen wirken. „Mit Papst Franziskus möchte ich sagen, dass Sie als Ehrenamtliche eine der ‚wertvollsten Realitäten der Kirche‘ sind. Sie sind nicht einfach Lückenfüller dort, wo Hauptamtliche fehlen oder die Arbeit nicht leisten können, sondern Sie haben als Getaufte und Gefirmte Anteil am Aufbau des Gottesreiches, jeder nach seinen Möglichkeiten und seinem Temperament“, so der Bischof. „Gerade Sie können glaubhaft Zeugnis für die befreiende Kraft des Evangeliums geben, gerade jetzt, wo die Amtskirche auf allen Ebenen der Hierarchie eine Krise der Glaubwürdigkeit erlebt. Wir sollen darüber nicht vergessen, wieviel Gutes von Menschen getan wird. Wir werden immer darauf angewiesen sein, dass Menschen sich engagieren. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Die einzelnen Geehrten in der alphabetischen Reihenfolge der Dekanate:

Alexandra Pfeifer (Bockenheim, Pfarrei Hl. Elisabeth Grünstadt, Dekanat Bad Dürkheim)
wurde ausgezeichnet für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement in nahezu allen Bereichen der Seelsorge, bei der Erstkommunionvorbereitung, der Vorbereitung von ökumenischen Gottesdiensten, anderen Gottesdiensten und Andachten, für die Sorge um Ministranten, die Gestaltung von Ferienfreizeiten, den Dienst als Sakristanin und vieles andere mehr.

Franziska Frübis (Meckenheim, Pfarrei Hl. Michael, Deidesheim, Dekanat Bad Dürkheim)
ist seit langem in den Gremien der Pfarrei aktiv, singt seit 69 Jahren im Cäcilienverein, sorgt seit 56 Jahren für den Blumenteppich an Fronleichnam, organisiert Rollstuhlfahrten für Senioren, ist Sakristanin und Lektorin und noch vieles mehr.

Peter Schaub (Winnweiler Potzbach, Pfarrei Heilig Kreuz Winnweiler, Dekanat Donnersberg)
wurde dafür ausgezeichnet, dass er „leise und ohne Aufhebens der Motor für kirchliches Leben in der Diaspora ist“. Er kümmert sich um Reinigung, Schmuck und Instandhaltung der Kirche, um Gottesdienstgestaltung und um die Pflege alter religiöser Bräuche und ist seit Jahrzehnten in den Gremien aktiv.

Agnes Deris aus Wörth-Büchelberg (Pfarrei: Hl. Christopherus, Wörth, Dekanat Germersheim) und Robert Brucker aus Kandel (Pfarrei Hl. Vierzehn Nothelfer, Dekanat Germersheim) sind beide seit vielen Jahrzehnten „tragende Säulen ihrer Gemeinden“. Agnes Deris versieht trotz ihres Alters von 87 Jahren gewissenhaft ihre Dienste als Sakristanin, bei den Andachten, für Senioren und bei Krankenbesuchen und vielem mehr. Robert Brucker ist seit langer Zeit in den Gremien aktiv und koordinierte viele Baumaßnahmen der Pfarrei.

Aus dem Dekanat Kaiserslautern stammen Alois Donauer aus Ramstein-Miesenbach (Pfarrei Hl. Wendelinus Ramstein) und Adele Weidlich aus der Pfarrei Hl. Geist, Kaiserslautern, die an der Verleihung nicht teilnehmen konnte und die Plakette in der Pfarrei erhält. Alois Donauer ist vielfältig und lange in allen Gremien der Pfarrei aktiv, engagiert sich in der Jugendarbeit, bei der Organisation der Messdienerfreizeiten, bei denen er oft als Lagerkoch mitgewirkt hat, und auch in vielen anderen Dingen. Adele Weidlich engagiert sich seit fast 20 Jahren vor allem in der Jungen Kantorei und der kirchenmusikalischen Jugendarbeit der Diözese.

Heinrich Wallich aus Schönenberg-Kübelberg und Robert Schuck aus Brücken engagieren sich beide in der Pfarrei Hl. Christopherus Schönenberg-Kübelberg im Dekanat Kusel. Beide sind seit Jahrzehnten im kirchlichen Leben der Pfarrei verwurzelt und in den Gremien aktiv. Heinrich Wallich hat sich besonders in der kirchlichen Erwachsenenbildung betätigt, Robert Schuck in der Kirchenmusik. Als „Brücker Urgewächs“ leitete er lange sowohl den Kirchenchor als auch die Frauenschola und übte mit den Erstkommunionkindern den Gottesdienst musikalisch ein.

Thomas Jörg, aus Albersweiler (Pfarrei St. Elisabeth Annweiler, Dekanat Landau), erhielt die Auszeichnung für sein langjähriges Engagement in der Messdienerarbeit und in der Kirchenmusik. „Trotz seines jugendlichen Alters hat er sich in der Gemeinde überaus verdient gemacht“, so die Begründung für die Auszeichnung des im Jahr 1992 geborenen jungen Mannes.

Aus dem Dekanat Pirmasens kommen Jutta Moser-Hauck aus Zweibrücken (Pfarrei Hl. Elisabeth Zweibrücken) und Anton Eichenlaub aus Erfweiler (Pfarrei Hl. Petrus Dahn). Neben der langen Mitarbeit in den Gremien engagiert sich Jutta Moser-Hauck besonders und vielfältig in der Ökumene  und Anton Eichenlaub in der katholischen öffentlichen Büchereiarbeit, beide sind auch in der Jugendarbeit aktiv.

Das besondere Engagement von Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Pfarrei Hl. Familie Blieskastel)) gilt neben der Gremienarbeit und der Aktivität in vielen Ausschüssen den Pfadfindern und der Organisation um das „Licht von Bethlehem“. Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (Pfarrei Hl. Ingobertus) war Jahrzehnte die Leiterin des Kindergartens, kümmert sich um das Stadtranderholungsheim der Pfarrei, das Schwesternhaus, den Blumenschmuck und vieles mehr.

Lothar Gräf aus Bobenheim-Roxheim (Pfarrei Hl. Petrus) und Fritz Koch aus Schifferstadt (Pfarrei Hl. Edith Stein, Dekanat Speyer) engagieren sich beide seit vielen Jahren in ihren Pfarreien.  Lothar Gräf arbeitet seit Jahrzehnten intensiv in den Gremien der Pfarrei mit und hatte wesentlichen Anteil am reibungslosen Übergang bei der Neuorganisation der Pfarrei. Fritz Koch ist ebenfalls über Jahrzehnte „eine tragende Säule des Gemeindelebens“ und engagiert beim Pfarrgemeinderat, beim Förderverein “Marienkapelle“, bei der Sternsingeraktion und war „ein Mann der ersten Stunde“ bei der Hungermarsch-Aktion in Schifferstadt.

Auf Vorschlag von Bischof Wiesemann wurde außerdem Michael Neis aus Landau mit der Pirminius Plakette ausgezeichnet. Als langjähriger Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen und Männer (SKFM) trug er wesentlich zur Gründung und zum Aufbau des SKFM-Diözesanvereins bei und war so ein wichtiger Anwalt der Kranken und Notleidenden. „Erfreulich war zudem, dass Sie von Anfang an auf die Unterstützung und Begleitung Ehrenamtlicher gesetzt haben“, lobte der Bischof.

Text: Andrea Dölle/Foto: Klaus Landry