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Wir trotzen Wind und Regen - und Corona

Schausteller weisen mit einem "Stillen Marsch" auf ihre verzweifelte Situation hin

 

Speyer. "Ich könnte gerade weinen", sagte uns eine Schaustellerin aus Speyer gestern Abend auf dem Domplatz. Statt dass am Montagabend vor dem ersten Advent der beliebte Weihnachtsmarkt eröffnet wurde, kamen die Speyerer Schausteller zu einem "Stillen Marsch" zusammen. Nachdem in diesem Jahr bereits die Frühlingsmesse, das Brezelfest und die Herbstmesse Corona zum Opfer gefallen sind, wurde viel Hoffnung auf den Weihnachtsmarkt gesetzt.

Aber leider sind die Zahlen wieder so hoch - speziell in Speyer - das der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden kann.

Da zeigten sich doch einige Speyerer mit den Schaustellern solidarisch und gingen schweigend hinter einem Tannenbäumchen und der Traditionsstandarte des Speyerer Schaustellerverandes über die Hauptstrasse und dann zurück an die Alte Münze.

Mit dabei Stefanie Seiler, die Oberbürgermeistern - eine solidarische Geste, die auch von vielen Anderen zu erwarten gewesen wäre. Aber es gab keinen Glühwein und keine Bratwurst. Solidarität, auch der Stadtratsmitglieder sieht anders aus. Schade!

2019 war hier auf dem Platz Jubel, Trubel und Gedränge gewesen, nicht so gestern. Abstand und teilweise Fassungslosikeit ob der Situation - kein Weihnachts- und Neujahrsmarkt in Speyer 2020/21.

Dies kam in den Ansprachen von Alexander Lemke, dem Vorsitzenden des Speyerer Schaustellerverbandes und Stefanie Seiler, der Oberbürgermeisterin, der von Corona so stark gebeutelten Dom- und Kaiserstadt zum Ausdruck. Sehen und hören Sie die Reden an dem Tag, an dem es sichtbar wurde - der Weihnachtsmarkt fällt aus.

Text und Video: pem