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Neuer Bildungsbaustein startet in Speyer mit der 12. Klasse des Gymnasiums am Kaiserdom

Nachhaltigkeit in Ruanda

Mainz. In Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Innenministerium hat das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz e.V. (ELAN) einen neuen Bildungsbaustein für Schulen erarbeitet, der die Partnerschaft von Ruanda und Rheinland-Pfalz in den Mittelpunkt rückt. Ziel ist es, in Präsenz- oder Onlineworkshops das Partnerland Ruanda aus dem Blickwinkel der nachhaltigen Entwicklung zu betrachten und aus der Partnerschaft zu lernen. Der neue Bildungsbaustein Ruanda wird am 24. April mit der 12. Klasse des Gymnasiums am Kaiserdom in Speyer in einer 90-minütigen Videokonferenz zum ersten Mal von geschulten Referenten eingesetzt. Zudem steht er künftig als Präsenzworkshop für vier bis sechs Schulstunden für Schulklassen der Sekundarstufe II oder für Jugendgruppen mit Jugendlichen ab 16 Jahren für einen geringen Kostenbeitrag zur Verfügung.

In einem Workshop sammeln die Schüler*innen mittels abwechslungsreicher Methoden und Arbeitsformen Hintergrundwissen über Ruanda und beschäftigen sich mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und deren Umsetzung in Ruanda und Rheinland-Pfalz. Im Blick sind Ziele zu Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit, Digitalisierung oder Stadtentwicklung. Die Schüler*innen stellen sich die Frage, wie die Partnerschaft zwischen beiden Ländern funktioniert, und welchen gemeinsamen Beitrag sie zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele leisten können.

Seit 1982 pflegt das Land Rheinland-Pfalz eine Partnerschaft mit Ruanda, in deren Rahmen vielfältige Projekte von ruandischen und rheinland-pfälzischen Partner*innen umgesetzt werden. „Seit Beginn der Partnerschaft ist Bildung das vordergründige Schwerpunktthema“ sagt Dr. Carola Stein, Leiterin des Referates Partnerland Ruanda/Entwicklungszusammenarbeit im rheinland-pfälzischen Innenministerium über die Partnerschaft. Inzwischen gibt es etwa 200 Schulpartnerschaften im Land. Sie sind ein lebendiger Ort globalen Lernens, der den direkten Austausch zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen beider Länder ermöglicht. Kulturelle Unterschiede werden gemeinsam erlebt und thematisiert. „Von großer Bedeutung sind Gemeinsamkeiten, die zum Verständnis unserer vielfältig vernetzten globalen Welt und des menschlichen Miteinanders beitragen,“ so Stein. Sowohl deutsche als auch ruandische Schulen werden vom rheinland-pfälzischen Innenministerium bei der Partnerschaft inhaltlich und organisatorisch unterstützt.

Hintergrund:

Das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) ist der Zusammenschluss von rund 450 entwicklungspolitischen Vereinen und Eine-Welt-Initiativen in Rheinland-Pfalz. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, entwicklungspolitische Themen in allen Gesellschaftsbereichen von Rheinland-Pfalz zu verankern. Weitere Informationen zu Bildungsbausteinen des Landesnetzwerkes unter: https://elan-rlp.de/bildungsarbeit/elan-mobil/

Weitere Informationen zur Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda wie Schülerreisen, Containersendungen, aktuelle Informationen zu Ruanda unter https://www.rlp-ruanda.de/home/

Text und Logo: Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk (ELAN) e.V.