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Nach vier Trainingstagen hinauf ans Trapez

Ferienaktion: Kinder- und Jugendzirkus Bellissima drei Wochen lang im Großeinsatz

Von unserem Mitarbeiter Werner Schilling

Speyer. An Nachwuchs mangelt es dem Kinder- und Jugendzirkus Bellissima wirklich nicht. Die Verantwortlichen, allen voran das Trainer- und Betreuungsteam rund um den hauptamtlichen Coach und Zweiten Vorsitzenden Kevin Rigby, leisten  seit vielen Jahren hervorragende Arbeit. Zurzeit nutzen sie die Sommerferien, um im meist gut aufgeheizten Zirkuszelt in der Butenschönstraße drei Sommercamp-Wochen mit insgesamt rund 80 Kindern zwischen 8 und 12 Jahren zu organisieren. Nach vier Trainingstagen mit jeweils sechs Stunden Akrobatik, Artistik und Jonglage kommen zum Abschluss freitags Eltern, Geschwister und Verwandte zum Staunen, wenn sie vorgeführt bekommen, was die kleinen Bewegungskünstler in viereinhalb Tagen von dem siebenköpfigen Übungsleiterteam gelernt haben.

Neben den Trainingseinheiten hatten die 24 in der ersten Woche ans Zirkusleben herangeführten Bellissimaner zwischendurch Zeit, über 100 bunte Fescher  zu basteln. Die wurden auch zur Krönung der ersten Ferienwoche beim beeindruckenden  Vorführungstag bei annähernd 40 Grad  dankbar gewedelt. So mancher  Mama stockte bisweilen zusätzlich der Atem, als ihr Kind vom  Akrobatik-Ring oder der Trapezstange kopfüber herunter hing und sich nur mit  Füßen  an Holzstange und Seil festhielt. Bemerkenswert, wie Kinder mit Tellern, Diabolos und auf großen Bällen jonglierten oder übers Sprungbrett mit Hechtrollen auf der dicken Matte  landeten. 

Zum absoluten  Höhepunkt durften Jule und Theresia, bei der 12 Jahre jung, erst einzeln mit dem Sprungbrett an die Trapezstange springen, sich dort artistisch verrenken  und dann noch im Duo unterm Zirkuszelt herumturnen und zeigen, dass hier zwei Bewegungstalente heranreifen. Bevor sie in die Obhut der Eltern entlassen wurden, gab‘s für alle Zirkuskünstler den verdienten Lohn: ein schönes kaltes Eis. Beim Gang zum Fahrrad meinte  eine Mutter zu ihrer Tochter: Die haben dir aber einen tollen Zopf geflochten, das kann ich nicht.“ Die Achtjährige entgegnete trocken: „Aber die Lena!“ Übungsleiterin Lena Werntze zähmte gekonnt die langen Haare der Mädchen. Und die waren nicht nur in der Auftaktwoche klar in der Überzahl. Auch in der zweiten und dritten Woche bestimmen die Mädchen das Bild auf der Bellissima-Bühne.  Beide wochen sind komplett ausgebucht. Aber im Herbst wird wieder Zirkus trainiert. Foto: WS

i. Infos unter www.zirkusbellissima.de