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FAQ: Sanierung Salier Rheinbrücke Speyer

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Projekt

„Sanierung und Ertüchtigung der Rheinbrücke Speyer im Zuge der B 39 (Salierbrücke)"

Fragen zur Baumaßnahme / Bautechnik:

1. Seit wann ist bekannt, dass die Salierbrücke saniert werden muss? Warum ist die Brücke für den Schwerverkehr nicht schon längere Zeit gesperrt?

Mit dem Erscheinen der neuen Nachrechnungsrichtlinie des Bundes für Brücken wurde die Salierbrücke nachgerechnet. Die Nachrechnung hat Tragfähigkeitsdefizite bei der Vorlandbrücke ergeben. Eine Verstärkung des Brückenbauwerks ist dringend erforderlich, weil die Tragfähigkeitsreserven weitgehend aufgebraucht sind. Die Ergebnisse der Nachrechnung liegen dem Regierungspräsidium Karlsruhe seit ca. zwei Jahren vor. Die weitere Vorgehensweise wurde im Rahmen der im Anschluss durchgeführten Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung festgelegt. Selbst eine Sperrung der Brücke für den Lkw-Verkehr zu diesem Zeitpunkt hätte keinen Aufschub der Maßnahme bewirken können.

2. Könnte die zu erwartende Lebensdauer der Salierbrücke nicht dadurch verlängert werden, dass diese für den Lkw-Verkehr dauerhaft gesperrt bleibt?

Auch bei sofortiger Sperrung der Brücke für den Lkw-Verkehr wäre kein Aufschub der Baumaßnahme möglich. Nach Beendigung der Sanierungs- und Ertüchtigungsarbeiten, kann die Salierbrücke den Belastungen durch den Lkw-Verkehr wieder problemlos standhalten. Bundesstraßen dienen neben dem Personenverkehr insbesondere auch dem Schwerverkehr. Eine dauerhafte Sperrung einer Bundesstraße/der Salierbrücke für den Lkw-Verkehr widerspricht ihrem Nutzungszweck.

3. Warum wird angesichts der derzeit finanziell guten Lage des Bundes keine neue Brücke errichtet?

Zur Schaffung der erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen (Planfeststellungsverfahren, u.a. Wasserrecht, Naturschutzrecht, Artenschutz) ist eine Planungsdauer von mindestens 10 Jahren zu erwarten.

Die Salierbrücke muss aufgrund ihrer Tragfähigkeitsdefizite jedoch zeitnah verstärkt werden!

Zudem hat die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ergeben, dass die Verstärkung die wirtschaftlichste Lösung ist.

4. Ist eine zweite Brücke künftig vorgesehen bzw. geplant?

Nein, der Bau einer zweiten Brücke, als auch ein Ausbau der bestehenden Brücke ist aktuell nicht geplant. Damit mit einer entsprechenden Planung begonnen werden könnte, müsste eine zweite Brücke zunächst im Bundesverkehrswegeplan aufgeführt sein. Das ist bei der Salierbrücke aktuell nicht der Fall.

5. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit eine Brücke neu gebaut werden kann?

Eine neue Brücke kann erforderlich werden, wenn eine wirtschaftliche Instandsetzung bzw. Ertüchtigung der vorhandenen Brücke nicht möglich ist (sog. Ersatzneubau).

Eine neue Brücke kann auch dann erforderlich werden, wenn zur Aufnahme eines gestiegenen Verkehrsaufkommens zusätzliche Fahrstreifen notwendig werden (Ausbau der Bundesstraße). Eine neue Ausbauplanung darf jedoch nur in Abstimmung mit dem Bund begonnen werden. Für einen vierstreifigen Ausbau ist dabei Voraussetzung, dass die Maßnahme im Bundesverkehrswegeplan in der Kategorie „Vordringlicher Bedarf" enthalten ist.

6. Wie kann eine Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen werden?

Generell müssen die aus Sicht der jeweiligen Bundesländer erforderlichen Maßnahmen von den Bundesländern zunächst an den Bund gemeldet werden. Die Bewertung der Projekte und die Festlegung, welche dieser Projekte dann tatsächlich in den BVWP aufgenommen werden, trifft das für Verkehr zuständige Bundesministerium. Die Träger öffentlicher Belange sowie die Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, zum aufgestellten BVWP-Entwurf Stellung zu nehmen. Ob für den nächsten BVWP eine Antragstellung für den Aus- bzw. Neubau der Salierbrücke erfolgt, hängt auch entscheidend vom diesbezüglichen politischen Engagement ab.

7. Wäre ein Neubau des Brückenüberbaus im Taktschiebeverfahren gegenüber einer Sanierung mit einem zeitlichen Vorteil verbunden?

Nein. Aus Erfahrung bedarf ein derartiges Bauverfahren einer längeren Bauzeit als eine Sanierung. Zudem müssen die Brückenteile vor dem Verschieben in einer Feldfabrik angefertigt werden, was recht zeitaufwändig und mit einem großen Platzbedarf verbunden ist.

8. Wäre es möglich die Brückenbauwerke zu verstärken, indem man mehrere Stützen baut?

Zusätzliche Stützen sind im Überschwemmungsgebiet des Rheins schon wasserrechtlich nicht möglich.

Es ist aber insbesondere bei Spannbetonbrücken, wie der Salierbrücke, auch statisch nicht möglich, Stützen an beliebigen Stellen des Brückenüberbaus zu ergänzen. Schon die grundsätzliche Lage der Spannstähle im Betonüberbau der Brücke ist über einer Stütze und in Feldmitte so verschieden, dass zusätzliche Stützen die Spannungsverteilung im Querschnitt ungünstig beeinflussen würden.

9. Wie lange hält die Sanierung?

Nach derzeitiger Erkenntnis haben Brücken dieser Bauart bei entsprechender Unterhaltung eine theoretische Lebensdauer von ca. 100 Jahren. Die tatsächliche Restlebensdauer von Brücken ist jedoch sehr individuell und liegt oft über dem geschätzten Zeitansatz.

10. Wie lange hält eine neue Brücke?

Die mittlere Nutzungsdauer einer neuen Brücke liegt bei 80-120 Jahren. In dieser Zeit fallen jedoch immer auch Instandsetzungsarbeiten an Verschleißteilen wie Brückenbelägen und den Übergangskonstruktionen an.

11. Warum muss die Brücke nicht sofort vollständig gesperrt werden, wenn sie so marode ist?

Die Brücke wird regelmäßig von den Brückenprüfern des Regierungspräsidiums hinsichtlich ihrer Standsicherheit, Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit geprüft. Aus den Untersuchungen hat sich Handlungsbedarf hinsichtlich Instandsetzung und Ertüchtigung der Salierbrücke ergeben. Die Standsicherheit war zu keiner Zeit gefährdet, sodass keine akute Gefahr für die Nutzer besteht.

12. Was passiert mit dem Brückenteil auf der Seite von Rheinland-Pfalz? Wird diese auch saniert?

Die Salierbrücke besteht aus zwei Bauwerken, der Vorlandbrücke und der Strombrücke. Die Vorlandbrücke befindet sich auf Baden-Württembergischer Seite, die Strombrücke liegt direkt über dem Rhein und endet am Widerlager hinter der Uferpromenade bei Speyer. Eine vergleichbare Vorlandbrücke auf Rheinland-Pfälzischer Seite existiert nicht. Dort ist stattdessen ein Damm bis zur Strombrücke geschüttet.

13. Kann der Geh- und Radweg auf die Unterseite der Brücke verlegt werden, um mehr Fahrspuren auf der Brücke zu schaffen?

Eine Verlegung des Geh- und Radweges auf die Unterseite der Brücke ist nicht möglich, da das freizuhaltende Lichtraumprofil des Schiffverkehrs dies nicht zulässt.

14. Wird der Geh- und Radweg nach Beendigung der Baumaßnahme breiter?

Ja. Durch die Befestigung der Geländer an der Außenseite der Brücke, kann der Geh- und Radweg um ca. 25 cm verbreitert werden. Heute sind die Geländer an der Innenseite der Brücke befestigt. Durch die Erneuerung der Schutzeinrichtungen (Geländer und Absicherung zum Verkehr) wird auch die Verkehrssicherheit für die Nutzer des Geh- und Radwegs deutlich verbessert.

15. Wie lange dauern die Bauarbeiten an der Vorlandbrücke im Vergleich zur Strombrücke?

Die Bauarbeiten werden zeitgleich durchgeführt und dauern auch ungefähr gleichlang.

16. Ist es möglich die Bauzeit zu reduzieren, indem bestimmte Arbeitsschritte parallel ausgeführt werden?

Die Bauzeit hängt wesentlich von den während dem Bau herrschenden Witterungsbedingungen ab. Ferner muss aufgrund der statischen Randbedingungen in kleineren Bauabschnitten gearbeitet werden. Viele Abläufe greifen ineinander oder sind voneinander anhängig. Es ist bereits vorgesehen, dass an mehreren Abschnitten gleichzeitig gearbeitet wird. Eine Verkürzung der Bauzeit kann nicht zugesagt werden. Die entsprechenden Randbedingungen wurden für die Bauzeitschätzung vorsichtig realistisch angesetzt, daher gehen wir davon aus, dass eine Einhaltung der geplanten Bauzeit sichergestellt ist.

17. Wird der Knotenpunkt am "Lußhof" auch im Zuge der Maßnahme baulich umgestaltet?

Ja, der Knotenpunkt soll im zweiten Jahr der Maßnahme „Salierbrücke" umgebaut werden.

Fragen zur Verkehrsführung während der Bauzeit:

18.  Die Sperrung der Brücke während der Bauzeit führt zu einer Trennung der Stadt Speyer mit Baden-Württemberg, zu einer Unterbrechung einer Lebensader. Wurde dieser Umstand in der Planung beachtet?

Bei der Planung einer Baustelle im Verkehrsraum sind zunächst die Vorschriften zur Verkehrssicherheit in Straßenbaustellen sowie die Arbeitsschutzvorschriften zu beachten. Hierdurch besteht nur ein sehr beschränkter Handlungsspielraum.

Eine halbseitige Instandsetzung der Brücke mit Einrichtungsverkehr in Richtung Speyer, sowie ein halbseitige Baustelle mit Baustellenampel wurden intensiv geprüft. Die Variante „Halbseitige Baustelle mit Baustellenampel" ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens aus Kapazitätsgründen nicht möglich. Die Variante „Einseitige Verkehrsführung" in Richtung Speyer birgt für die rettungsdienstliche Versorgung und für den ÖPNV erhebliche Nachteile. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat sich daher nach Priorisierung und Gewichtung aller maßgeblichen Belange dazu entschieden, diese Varianten nicht weiterzuverfolgen.

19. Ist es geplant die Variante „Halbseitige Baustelle mit Einbahnregelung" noch einmal zu prüfen?

Der Entscheidung, welche Variante der Verkehrsführung während der Bauzeit umgesetzt wird, ist ein intensiver Abstimmungsprozess vorausgegangen. Im März 2018 wurde etwa ein Projektbegleitkreis eingerichtet, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Gebietskörperschaften, der Politik, der Wirtschaft, der Rettungsdienste, des ÖPNV, Trägern öffentlicher Belange und weiteren Multiplikatoren aus beiden Bundesländern zusammensetzt. Zudem haben zahlreiche Abstimmungstermine auf fachlicher Ebene mit Beteiligten beider Rheinseiten stattgefunden. Nach einer Priorisierung und Gewichtung aller maßgeblichen Belange sieht das Regierungspräsidium Karlsruhe die Variante „Vollsperrung mit Durchfahrtsmöglichkeit für beschränkt öffentlichen Verkehr" als Vorzugsvariante. Diese wurde mittlerweile auch dem Bundesverkehrsministerium zur Genehmigung vorgelegt. Ausschlaggebendes Argument war dabei, neben der dadurch möglichen Sicherstellung der rettungsdienstlichen Versorgung, insbesondere die Möglichkeit der Schaffung eines attraktiven Ersatzkonzepts für den ÖPNV. Beides wäre bei der Variante „Einstreifige Verkehrsführung in Richtung Speyer" nicht möglich gewesen.

20. Wieso ist es nicht möglich bei der Variante „Halbseitige Baustelle mit Einbahnregelung" bei einer Fahrbahnbreite von 2,75 m die Brücke auch von Rettungswagen und Shuttlebussen befahren zu lassen?

Unter ständig fließendem Verkehr müssen aus Arbeitsschutzgründen bestimmte Sicherheitsabstände zum Fahrbahnrand eingehalten werden. Shuttlebusse und Rettungsfahrzeuge sind so breit, dass die Sicherheitsabstände bei einer Fahrbahnbreite von 2,75 m nicht mehr eingehalten werden könnten.

21. Wurden neben den Betroffenen auf der badischen Seite auch die Betroffenen auf der Pfälzer Seite an den Fragen der Verkehrsführung beteiligt?

Ja. Der Entscheidung, welche Variante der Verkehrsführung während der Bauzeit umgesetzt wird, ist ein intensiver Abstimmungsprozess vorausgegangen. Im März 2018 wurde etwa ein Projektbegleitkreis eingerichtet, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Gebietskörperschaften, der Politik, der Wirtschaft, der Rettungsdienste, des ÖPNV, Trägern öffentlicher Belange und weiteren Multiplikatoren aus beiden Bundesländern zusammensetzt. Zudem haben zahlreiche Abstimmungstermine auf fachlicher Ebene mit Beteiligten beider Rheinseiten stattgefunden.

22. Wie kommen die Bewohner der Stadt Speyer auf die andere Rheinseite, wenn zur selben Zeit bauliche Maßnahmen auf anderen Brücken stattfinden? (In Bezug auf die Brücken bei Germersheim und Karlsruhe-Maxau)

Die Menschen in Speyer werden von der Baumaßnahme an der Rheinbrücke Maxau nicht betroffen sein. Es besteht weiterhin die Möglichkeit über die A61-Brücke zu fahren. An der Rheinbrücke bei Germersheim werden während der Baumaßnahme an der Salierbrücke keine zeitgleichen Baumaßnahmen stattfinden.

23. Wie erfolgt die Umleitung des landwirtschaftlichen Verkehrs während der Bauzeit?

Der landwirtschaftliche Verkehr muss während der Bauzeit über die B35 Brücke bei Germersheim umgeleitet werden. Alternativ gibt es Fährverbindungen bei Altrip und die Kollerfähre, die vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden können. Momentan ist zudem im Gespräch, eine weitere Fährverbindung anzubieten.

24. Unter welchen Umständen ist es möglich, eine weitere Fährverbindung während der Baumaßnahme einzurichten?

Diese Idee wird durch die anliegenden Städte und Gemeinden weiterverfolgt und muss durch diese finanziert werden, da dies nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fällt.

25. Kann man weiterhin mit dem Fahrrad die Brücke queren?

Ja. Wegen der vorhandenen Breite des Geh- und Radwegs von 1,95 m muss für die Verkehrsführungen mit Begegnungsverkehr auf einer Geh- und Radwegseite jedoch die Beschilderung „Radfahrer absteigen" angebracht werden.

Fragen zum ÖPNV:

26. Kann der Busverkehr den Lußhofknoten während dessen Umbaus weiterhin passieren?

Ja. Der Knotenpunkt wird für den Bus immer befahrbar sein.

27. Kann man bei einer Umleitung der Linie 717 auf die A 61 durch ein Wegstreichen von Haltestellen dafür sorgen, dass der heutige Fahrplan eingehalten wird und somit auch die Anschlüsse an den übrigen ÖPNV weiterhin gewährleistet werden?

Nein. Weniger Haltestellen bringen nicht die Reisezeitverkürzung die für eine Kompensation benötigt wird.

28. Ist die geplante Shuttlebuslinie über die Brücke nur für Schüler oder für alle Nutzer des ÖPNV gedacht?

Grundsätzlich dient das Angebot allen Nutzergruppen. Nichtsdestotrotz ist die Abwicklung des Schülerverkehrs prioritär, da dieser empfindlich durch die Baumaßnahme betroffen ist.

29. Wie erfolgt der Buslinienverkehr über die Autobahn? Welche Sicherheitsvorkehrungen sind hierfür erforderlich?

Fährt ein Linienbus über eine Autobahn, so darf dieser maximal 60 km/h fahren. Des Weiteren muss jeder Fahrgast einen Sitzplatz haben.

Es laufen derzeit Abstimmungen mit der zuständigen Verkehrsbehörde, ob die zulässige Höchstgeschwindigkeit zumindest für Lkw für den Zeitraum der Instandsetzung der Brücke im betroffenen Bereich der Autobahn ebenfalls auf 60 km/h reduziert werden kann um den Geschwindigkeitsunterschied zu den Lkw (Lkw dürfen in der Regel 80 km/h schnell fahren) aufzuheben.

30. Wurden die richtigen Schülerzahlen für die Dimensionierung des Linienverkehrs angesetzt?

Vor den Osterferien wurden Zählungen durchgeführt. Bei dieser Zählung waren die Abiturjahrgänge bereits nicht mehr inbegriffen. Daher bilden diese Zählungen ein Minimum dessen, was an Kapazitäten bereitgestellt werden muss. Sie geben jedoch einen Richtwert in Bezug auf die Dimensionierung der Ersatzverkehre. Die aktuellen Schülerzahlen werden momentan erhoben. Zudem werden die Anmeldungen für das nächste Schuljahr bei den Schulen abgefragt um eine realistische Grundlage für die Dimensionierung zu erhalten.

31. Wird Personal für junge Schülerinnen und Schüler beispielsweise in Form von Schülerlotsen oder ähnlichem gestellt damit die Umwege sicher gemeistert werden?

Der Vorschlag von Schülerlotsen wird aufgenommen und weiter geprüft.

32. Welche Maßnahmen sind für die Sicherheit bei Aufenthalt und Umstieg vorgesehen?

Es sollen ein Wetterschutz/ Unterstände, Beleuchtung und Sitzbänke vorgesehen werden.

33. Kann der Busshuttle um einen Umstieg zu vermeiden statt bis zum Domplatz weiter bis zum ZOB oder zu den Schulen geführt werden?

Dieser Vorschlag wird geprüft.

34 Mit welcher Fahrzeitverlängerung wird bei der Benutzung des Shuttles gegenüber der derzeitigen Fahrzeit gerechnet?

Nach derzeitigen Schätzungen und je nach Kapazität der Busse ist mit einer durchschnittlichen Reisezeitverlängerung von ca. 10 min zu rechnen.

35. Sind Radabstellanlagen für Umsteiger auf den ÖPNV geplant?

Die Idee wird aufgenommen und geprüft.

36. Besteht die Möglichkeit die Buslinie 717 über den Zentralen Omnibusbahnhof in Speyer hinaus bis zum Domplatz oder den Schulen zu verlängern?

Dieser Vorschlag wird geprüft.

Sonstiges:

37. Werden weitere Parkmöglichkeiten für den Umstieg auf den ÖPNV angeboten (P&R-Parkplätze)?

Es werden Parkplätze im Bereich der Auwiese geschaffen. Allerdings stehen diese auf Grund ihrer Lage im Überschwemmungsgebiet im Hochwasserfall nicht zur Verfügung.

38. Dürfen neben den Rettungsdiensten im Notfall auch private PKW, beispielsweise bei Geburten o.ä., die Brücke benutzen?

Nein. Eine ausnahmebedingte Öffnung der Brücke für nicht autorisierte Fahrzeugführer ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

39. Gibt es eine Entschädigung der Landwirte für die Umwege, welche durch die Sperrung verursacht werden?

Nein. Eine Entschädigung für Landwirte ist in diesem Fall nicht möglich.

40. Wie wird verhindert, dass unberechtigte Fahrzeugführer die Brücke nutzen?

Die Brücke wird mit einer Schranke ausgestattet, welche nur von den Rettungsdiensten und der Polizei geöffnet werden kann.

41. Wurden die Auswirkungen der Sperrung auf den Stadtverkehr in Hockenheim beachtet?

Ein Schleichverkehr wird in der Stadt nicht erwartet. Die Polizei wird die Situation jedoch beobachten und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

42. Könnte mit der Ertüchtigung der Salierbrücke später begonnen werden (z.B. Juni 2019), wenn z.B. die Baustelle auf der A6 sowie die anderen Brückensanierungen abgeschlossen sind? Wurde die Maßnahme mit anderen Baustellen koordiniert und abgestimmt? Gibt es Überschneidungen?

Da das Fernstraßennetz an vielen Stellen sanierungs- oder ausbaubedürftig ist, können zwar nicht alle Maßnahmen ohne gegenseitige verkehrliche Beeinflussung nacheinander abgewickelt werden. Bei derzeit laufenden Maßnahmen ist jedoch keine Umleitungsführung über die B 39 oder die A61 bei Speyer vorgesehen. Daher ist eine Überschneidung im Straßennetz während der Maßnahmen nicht zu erwarten.

Eine Koordination der Baumaßnahmen erfolgt hinsichtlich der direkten Umleitungsstrecken/Straßennetzmaschen sowohl über den Arbeitskreis Baustellenkoordination im Verband Region Rhein-Neckar, als auch im direkten Kontakt zwischen den einzelnen Baulastträgern (hier insbesondere mit dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz). So kann sichergestellt werden, dass während der Sperrung der B 39-Rheinbrücke weder Maßnahmen an der A 61-Rheinbrücke bei Speyer geplant sind, noch an der B 9 / B 35 Rheinbrücke bei Germersheim.

Darüber hinaus wurde berücksichtigt, dass im vergangenen Jahr auf der A 6 bei Mannheim-Sandhofen durch die Sanierung der dortigen Rheinbrücke eine erhebliche Reduzierung der Autobahnkapazität auf einen Fahrstreifen je Fahrtrichtung erfolgen musste. Dieser Bauabschnitt der A 6-Sanierung ist nun abgeschlossen, die weiteren Sanierungsabschnitte erfolgen weitestgehend unter Aufrechterhaltung der bestehenden Fahrstreifenzahl, so dass mit deutlich geringeren Verkehrsbeeinträchtigungen im Zuge der A 6 bei Mannheim gerechnet werden kann.

Ebenso berücksichtigt die vorgesehene Bauzeit der Maßnahme an der Salierbrücke, dass in näherer Zukunft mehrjährige Maßnahmen an der A 61 und den Hochstraßen in Ludwigshafen vorgesehen sind. Die nunmehr angekündigte Verschiebung des Abrisses der Hochstraße Nord ändert an unseren zeitlichen Randbedingungen wenig, da davon auszugehen ist, dass auch die anstehende Sanierung der Hochstraße Süd nicht ohne verkehrliche Auswirkungen bleiben wird.

Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht jedoch umso wichtiger, die Salierbrücke bereits vorher zu ertüchtigen.

43. Findet der Ausbau der A61 parallel zur Instandsetzung der Salierbrücke statt?

Nein. Die Maßnahmen erfolgen zeitlich nacheinander.

44. Wird die Kreisstraße K4250 unter der Vorlandbrücke während der Baumaßnahme gesperrt?

Nein. Die Kreisstraße muss zwar in der Breite eingeschränkt werden, wird aber während der gesamten Bauzeit befahrbar bleiben.

45. Sind Pendler die zur SAP fahren betroffen?

Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, da dies regional bedingt ist. Der Großteil der Pendler wird jedoch durch die weiterhin nutzbare A 61-Brücke nicht beeinträchtigt sein

Regierungspräsidium Karlsruhe