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Schwetzinger Migrationsgeschichte(n)

Türkeistämmige Gesprächspartner/innen gesucht

 

Luftaufnahme des Bundesbahn-Ausbesserungswerkes Schwetzingen aus dem Jahr 1958. Hier arbeiteten viele der ersten türkischen Arbeiter, die nach Schwetzingen kamen. © Stadtarchiv Schwetzingen

Schwetzingen. In den 1960er und 1970er Jahren kamen zahlreiche Menschen aus der Türkei, Italien, Griechenland und anderen süd- und südosteuropäischen Ländern nach Deutschland, um hier zu arbeiten – so auch in Schwetzingen: Sie wurden im Bundesbahn-Ausbesserungswerk, in der Konservenfabrik Bassermann und in weiteren Schwetzinger Unternehmen beschäftigt. Bereits 1976 gründeten die in Schwetzingen lebenden Türkeistämmigen einen „Türkischen Kulturverein“, der ihnen im Ort über zehn Jahre hinweg als geselliger Treffpunkt zum gemeinsamen Austausch diente. Seit Jahrzehnten prägen sie die Stadt, doch ihre Geschichte und ihre Lebensleistung finden sich in der städtischen Erinnerungskultur bisher nicht wider. Selbst im Schwetzinger Stadtarchiv hat sich fast nichts zu den türkeistämmigen Einwanderern erhalten.

Dies möchte das Projekt Schwetzinger Migrationsgeschichte(n) ändern. Die Kooperation zwischen dem städtischen Museum Karl-Wörn-Haus, der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wird über das Netzwerk TRAFO mit 10.000 Euro vom Land Baden-Württemberg gefördert. Im Rahmen des Projektes möchten Studierende der beiden Hochschulen in Gesprächen mit den türkeistämmigen Einwanderern selbst und deren Nachkommen erfahren, wie sie nach Schwetzingen gekommen sind und sich hier eine Existenz aufgebaut bzw. wie sie ihre Situation im Laufe der Zeit erlebt haben. Daher lautet das Motto des Projektes: „Wir möchten Ihre Geschichte von Ihnen erfahren! Sizin hikayenizi sizden öğrenmek isteriz!“ In einem ersten Schritt werden zunächst türkeistämmige Einwanderer der ersten Generation sowie deren Kinder und Enkel der zweiten und dritten Generation gesucht. Doch auch „Einheimische“, die mit türkischen Einwanderern (sogenannte ‚Gastarbeiter/innen‘) nach ihrer Ankunft in Schwetzingen in Kontakt kamen, können sich gerne melden und ihre Erinnerungen teilen. Für die Zukunft ist angedacht, diese Gespräche auf weitere in Schwetzingen ansässige Einwanderergruppen auszuweiten. Aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen werden die Gespräche voraussichtlich per Videotelefonie geführt. Da diese bereits in der zweiten Juni-Hälfte stattfinden sollen, wird um eine Rückmeldung bis möglichst Ende Mai gebeten.

Info:

Schwetzinger Migrationsgeschichte(n)

Wir wollen Ihre Geschichte von Ihnen erfahren!

Sizin hikayenizi sizden öğrenmek isteriz!

Webseite und Online-Blog: www.schwetzingen-gastarbeiter.de 

Türkeistämmige Gesprächspartner gesucht!

Kontakt / Ihr Ansprechpartner

Fabienne Bitz (Türkçe und Deutsch)

Tel.: 06202/87-469

E-Mail: fabienne.bitz(at)nospamschwetzingen-gastarbeiter.de

Text und Bild: Stadtverwaltung Schwetzingen