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Mangas zeichnen leicht gemacht

Zweiter Workshop des Ferienprogramms im Karl-Wörn-Haus

Schwetzingen. Schon früh war die Manga-Werkstatt im städtischen Museum ausgebucht – die japanische Variante des Comics erfreut sich bei Kindern und Jugendlichen ungebrochen großer Beliebtheit. So fanden sich in der letzten Ferienwoche zehn Jungen und Mädchen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren im Karl-Wörn-Haus zusammen, um unter Anleitung der Heidelberger Künstlerin Susanne Peter ihre Zeichenkunst zu perfektionieren. Bereits seit geraumer Zeit ist die ausgebildete Musiktherapeutin und Erzieherin von Comics und Mangas fasziniert.
Im Mangabereich ist es zum einen wichtig, die Grundlagen der japanischen Zeichenkunst und des Charakterdesigns zu vermitteln und zum anderen die Lust am Experimentieren der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Vom Umriss zum Detail, vom Allgemeinen zum Speziellen und das Erfassen charakteristischer Formen und der dazugehörigen Inhalte bildeten die Basis des Unterrichtes.
Mit großem Engagement und großer Ausdauer zeichneten die Kinder und Jugendlichen Skizze für Skizze, lernten mit jedem Mal hinzu und perfektionieren so stückweise ihren eigenen Stil. Susanne Peter gab immer wieder Impulse und Ratschläge, ließ aber beim Zeichnen der Kreativität freien Lauf. Alle hatten sichtlich Freude und sicherten bereits ihre Teilnahme im Fall einer Wiederholung des Kurses zu.
Auch Museumsleiter Lars Maurer, der den Workshop in den Räumen des Museums organisierte, zeigte sich überaus zufrieden: „Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Energie und Leidenschaft junge Menschen in ihre Hobbies stecken. Als kulturelle Einrichtung, die gezielt auch das jüngere Publikum ansprechen will, ist es wichtig, einen Schritt auf die Interessen der Kinder und Jugendlichen zuzugehen. Dabei muss im Fall des Museums der eigentliche Kernbereich – die Geschichte Schwetzingens – keineswegs zu kurz kommen: So wurde am jungsteinzeitlichen Skelett im Kellergeschoss, das Ende der 1980er Jahre im Schälzig ergraben wurde, die für das Zeichnen wichtige Anatomie des menschlichen Körpers wie an einer Gliederpuppe besprochen. Andere Exponate gaben wiederum Anregungen für passende Accessoires oder ganze Geschichten. Alles, was es braucht, ist ein bisschen Kreativität.“ 

 

Text und Bilder: Pressestelle Stadtverwaltung Schwetzingen