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Ort der Trauer für Eltern

Einweihung des Sternengrabfelds auf dem Waldfriedhof

Einweihung Sternengrabfeld

Sandsteinstern

Schifferstadt. Am vergangenen Donnerstag hat der für den Friedhof zuständige Beigeordnete Hans Schwind im Beisein von Bürgermeisterin Ilona Volk und den Beigeordneten Ulla Behrendt-Roden und Patrick Poss das Sternengrabfeld auf dem Waldfriedhof eingeweiht.

Damit Eltern von Kindern, die während der Schwangerschaft sterben und weniger als 500 Gramm wiegen, in vertrauter Umgebung trauern können, hat der Hauptausschuss infolge eines Antrages der CDU-Fraktion beschlossen, eine 24 m² große Gemeinschaftsgrabanlage seitlich des ersten Memoriam Gartens (am linken Hauptweg) einzurichten. In der Mitte steht ein Sandsteinengel. Für jedes verstorbene Kind wird ein Sandsteinstern auf dem Feld ausgelegt.  

Die Kosten für das Öffnen und Schließen des Grabes, den Träger, das Anfertigen und Setzen des Sternes mit Beschriftung übernimmt die Firma Bartholomä für einen Unkostenbeitrag von 80 Euro. Es sind sowohl Urnen- als auch Erdbestattungen möglich. Für das Grab gelten die Bestimmungen entsprechend der Friedhofssatzung wie für ein Reihengrab, d.h. die Ruhefrist beträgt 15 Jahre, eine Verlängerung ist nicht möglich.

„Natürlich hoffen wir alle, dass gerade diese Grabfläche möglichst wenig genutzt werden muss“, sagt der für das Friedhofswesen zuständige Beigeordnete Hans Schwind anlässlich der Einweihung. Während die umliegenden Städte wie Speyer oder Ludwigshafen sogenannte Gemeinschaftsgrabanlagen für Sternenkinder hätten, wolle man Eltern in Schifferstadt die Möglichkeit geben, ihre tot geborenen Kinder in Würde zu beerdigen und angemessen um sie trauern zu können. „Wenn Eltern sich von einem Sternenkind verabschieden müssen, verändert sich ihr Leben“, so Schwind. Durch die Kennzeichnung des Grabes mittels eines Sandsteinsterns mit Namen und Geburtsjahr werde ein sichtbarer Bezugspunkt geschaffen.

Im Anschluss an die Segnung des Sternengrabfeldes durch die evangelische und katholische Kirche, vertreten durch Pfarrer Michael Erlenwein und Diakon Hans Sattel, bedankte sich Schwind bei den Mitgliedern des Forst-, Agrar- und Umweltausschusses, die dafür gestimmt hatten, keine Nutzungsgebühr für die Bestattung zu erheben, sowie bei den ortsansässigen Firmen Sebastian Bartholomä für die kostenlose Gestaltung und Aufstellung des Grabsteines und Litz-Sandvik für die kostenlose Gestaltung der Außenanlage. Beide Betriebe werden zukünftig die Pflege des Sternengrabfeldes unentgeltlich dauerhaft sicherstellen.

Text und Bild: Stadtverwaltung Schifferstadt