Theater im Pfalzbau präsentiert

Sao Paulo Dance Company - How Do I Love Myself After Pain

Emilene Wopana Mudimu Foto: Frederik_Mordhorst

Sao Paulo Dance Company

Die São Paulo Dance Company besteht seit 2008 und zählt heute zu den bedeutendsten Tanz­gruppen Lateinamerikas. Das umfangreiche Repertoire offenbart die Vielseitigkeit und Dyna­mik der brasilianischen Tänzer, deren Leidenschaft und Energie kaum zu überbieten sind. Am Mittwoch, 24.11.2021 um 19.30 Uhr gastiert das gefeierte Ensemble im Rahmen der Festspie­le Ludwigshafen mit einem dreiteiligen Abend auf den Pfalzbau Bühnen.

In ihrer Choreographie Agora, auf Portugiesisch „jetzt“, geht die junge brasilianische Choreo­graphin Cassi Abranches verschiedenen Auslegungsarten des portugiesischen Wortes „Tem­po“ nach. Die afro-brasilianischen Trommeln, Percussion-Elemente und elektronischen Gitarreneffekte der Musik Sebastián Piracés dominieren die Bewegungsabläufe  der Tänzerin­nen und Tänzer. Der Wandel der Zeit schreibt sich in Form von Erinnerungen und Erwartun­gen in die Körper ein, die wiederum die musikalische Zeit wiederspiegeln.

Auch für Goyo Monteros Kreation Anthem ist die Musik die entscheidende Inspirationsquelle. Nicht ohne Grund hat er seinem Stück den Titel „Hymne“ (Anthem) gegeben, denn die Lie­der, die Owen Belton komponiert hat, werden zu Hymnen: von Nationen, Menschen mit ähn­li­chen Vorlieben oder einer ganzen Generation. Die menschliche Stimme verleiht den Liedern etwas Unverwechselbares. Nach einer erfolgreichen Karriere als Tänzer wandte sich der Spa­nier Goyo Montero der Choreographie zu. Er wurde u.a. von der Zeitschrift Dance for You als Choreograph des Jahres ausgezeichnet.

Dem vielfach preisgekrönten Choreographen und künstlerischen Leiter der Quasar Cia. de Danca Henrique Rodolvalho schließlich ist mit Só thinha de ser com você eine einfühlsame tänzerische Umsetzung des legendären Albums Elis & Tom gelungen. Darauf hat die grandio­se Sänge­rin Elis Regina einige der schönsten und besten Bossa-Interpretationen aller Zeiten aus der Feder Antônio Carlos Jobims interpretiert.

Preise 55 € / 47 € / 38 € / 30 €, Kartentelefon 0621/504 2558

 

How Do I Love Myself After Pain

Mit ihrer Lecture Performance How Do I Love Myself After Pain gastieren die beiden Künst­lerinnen Emilene Wopana Mudimu und Sarah Fartuun Heinze am Samstag, 20.11.2021 um 20 Uhr in Rahmen der Reihe Ovel / Eibel auf der Probebühne 1 der Pfalzbau Bühnen (Eingang Hinterbühne Berliner Straße 30b).

In ihrer szenischen Lesung widmen sich die beiden aus einer schwarzen und intersektionalen Perspektive der Frage, wie wir uns selbst und unsere Körper nach Erfahrungen von Schmerz und Verlust (wieder) lieben können. Die Performerinnen nähern sich dem Thema im Zusam­menspiel von Poesie, Musik und Schauspiel, anschließend wird es im Gespräch über den kreativen Prozess weiter vertieft.

Sarah Fartuun Heinze, 1989 in Marka (Somalia) geboren, ist Schwäbin und lebt in Cottbus. Als multidisziplinäre, freiberufliche Künstlerin und Kulturelle Bildnerin an der Schnittstelle zu Theater, Games, Musik und Empowerment versteht sie sich als ästhetische Forscherin. Sie ist Teil der Initiative Creative Gaming, freie Autorin und Teil der Neuen Deutschen Medien­macher*Innen. Und: Sarah Fartuun Heinze spielt gerne. Eines ihrer Lieblingsspiele ist Zelda: Ocarina of Time, weil sie darin den Schlüssel zu den meisten Rätseln der Musik sieht.

Emilene Wopana Mudimu, geboren 1992 in Kinshasa, ist Spoken-Word-Künstlerin, Sozial­pädagogin und Bildungsreferentin aus Aachen. In ihren poetischen Texten setzt sie sich aus einer schwarzen, feministischen & rassismuskritischen Perspektive mit gesellschaftlichen

Themen auseinander. Sie hat u.a. an Projekten im Theater Oberhausen, Schauspielhaus Düssel­dorf, am Rautenstrauch-Joest-Museum und am Bärenzwinger Berlin mitgewirkt. Emilene Wopana Mudimu leitet gemeinsam mit ihrem Mann das soziokulturelle Jugend- und Medienzentrum KingzCorner in Aachen. Dort initiiert sie vor allem kunst- und medienpäda­gogische Jugendprojekte und außerschulische Angebote mit dem Schwerpunkt auf Hip-Hop.

Preise 9 € / 6 € / 3 €, Kartentelefon 0621/504 2558

Text und Foto: Stadt Ludwigshafen