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Neues aus Ludwigshafen

Friedrich-Ebert-Halle als Impfzentrum ausgewählt - Spielbetrieb der "Eulen" im November noch möglich - Gespräche suchen und in Kontakt bleiben; Seniorenförderung und Seniorenrat bieten Beratung und Hilfe für ältere Menschen in der Corona-Zeit - Fahnenaktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen - Alltagsmasken "Nein! zu Gewalt an Frauen" - "Orange the World"

Friedrich-Ebert-Halle als Impfzentrum ausgewählt

Die Stadtverwaltung Ludwigshafen hat die Friedrich-Ebert-Halle als Standort für ein Impfzentrum zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgewählt. Bis zum 15. Dezember 2020 müssen dafür die vorbereitenden Maßnahmen gemäß der bundes- und landeseinheitlichen Strategie abgeschlossen sein. "Die Anforderungen an die Einrichtung eines Impfzentrums und der sehr enge zeitliche Rahmen, der für diese Aufgaben vorgegeben ist, hat die Stadtverwaltung dazu bewogen, die Friedrich-Ebert-Halle als Standort zu bestimmen. Angesichts der zu erwartenden Vielzahl von Menschen, die geimpft werden müssen, musste eine interkommunale Lösung zwischen Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis verworfen werden", erklärte Kämmerer und Beigeordneter Andreas Schwarz. "Die Chance, die eine ausreichende Immunität durch Impfung der Bevölkerung bietet, stand bei der Entscheidung der Stadtspitze selbstverständlich ganz oben.“

Insgesamt sollen in Rheinland-Pfalz bis zu 36 Impfzentren in den Landkreisen und den kreisfreien Städten entstehen sowie durch mobile Impfteams ergänzt werden. Die Kommunen müssen die Impfzentren nach den grundsätzlichen Vorgaben des Landes errichten und betreiben. Die Anforderungen sehen im Wesentlichen dafür eine leistungsfähige Internetanbindung, die Möglichkeit einer barrierefreien Anlieferung von Paletten mittels Hubwagen, Zufahrtsmöglichkeiten für Lastkraftwägen, einen behindertengerechten Zugang zum Zentrum sowie
gute Erreichbarkeit sowohl mit dem ÖPNV als auch für den Individualverkehr einschließlich ausreichender Parkmöglichkeiten vor. Der Bedarf an vorhandener Kernfläche ist mit mindestens 600 Quadratmetern angegeben. An erster Stelle nennt das Land daher größere feststehende Hallen wie beispielsweise Messehallen, Konzerthallen oder Turnhallen.

Hauptamtliche Koordinatorin für Impfzentrum benannt

Für die hauptamtliche Koordination des Impfzentrums gegen über der Landesregierung hat die Stadtverwaltung eine Impfzentrumskoordinatorin sowie einen Stellvertreter benannt. Neben dem eigentlichen Impfzentrum sind die Kommunen verpflichtet, auch Büro- und Unterstützungspersonal bereitzustellen und die mobilen Impfteams zu unterstützen. Daher muss Ludwigshafen ausreichend qualifiziertes Personal etwa für die Überprüfung der Impfberechtigung, Impffähigkeit, Identität, die Identitätskontrolle, die Impfstoffaufbereitung, Materiallagerung, Reinigung und Hygiene, Entsorgung sowie Hausmeisteraufgaben vorhalten. Die dafür entstehenden Aufwendungen kann Ludwigshafen mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie abrechnen.

"Die nächsten Schritte bestehen darin, die für den Impfbetrieb eventuell notwendigen Genehmigungen, die unter anderen den Brandschutz, Rettungswege, die bauliche Abnahme betreffen, einzuholen und mit dem Gesundheitsamt abzustimmen", fügte Schwarz hinzu. "In Abstimmung mit der zentralen Terminvergabestelle koordinieren wir später die Durchführungen der Impfungen vor Ort und mit dem Landes-Impfstofflager die Belieferung unserer lokalen Einrichtung." Eine Abschlussbesprechung ist am 11. Dezember 2020 vorgesehen. Nach der vorgesehenen Inbetriebnahme des Impfzentrums Mitte Dezember sollen ab Januar 2021 die Impfkapazitäten sukzessive ausgebaut werden.

Spielbetrieb der "Eulen" im November noch möglich

Schwarz wies drauf hin, dass die Nutzungs- und Mietverträge zwischen der LUKOM und den Nutzern der Halle Vereinbarungen vorsehen, für den Fall, dass die Halle kurzfristig nicht zur Verfügung stehen könnte. "Wir sind uns bewusst, dass die Handballer der ,Ludwigshafener Eulen´ zu den am stärksten betroffenen Nutzern der Friedrich-Ebert-Halle gehören. In Abstimmung mit der LUKOM und anderen beteiligten Akteuren können wir trotz des eng gesteckten Zeitplans das Novemberspiel der TSG Friesenheim noch zulassen. Direkt im Abschluss müssen aber die Arbeiten zur Umnutzung sofort beginnen. Soweit es uns als Stadt Ludwigshafen möglich ist, werden wir die TSG natürlich unterstützen", ergänzte der Beigeordnete. " "Es ist uns ausgesprochen schwergefallen, die Entscheidung so zu treffen, weil wir wissen, wie sehr wir die ‚Eulen‘ damit treffen, da keine vergleichbare Spielstätte in Ludwigshafen vorhanden ist. Letztendlich müssen wir aber eine Lösung finden, die uns allen dabei hilft, die Gesundheit vieler Menschen zu schützen und wieder mehr Normalität in unseren Alltag zu bringen. Dabei stehen die Impfungen gegen das Coronavirus an erster Stelle“, so Schwarz.

Gespräche suchen und in Kontakt bleiben – Seniorenförderung und Seniorenrat bieten Beratung und Hilfe für ältere Menschen in der Corona-Zeit

Aufgrund der Pandemie-Situation und des erneuten Teil-Lockdowns stehen gerade ältere Menschen wieder vor besonderen Herausforderungen und Risiken. Sie müssen zum eigenen Schutz und zum Schutz des Umfelds auf vieles, was das Leben im Ruhestand lebenswert macht, verzichten: So sind die Seniorentreffs und Begegnungszentren der Stadt Ludwigshafen seit dem 2. November 2020 wieder geschlossen und die sozialen Kontakte und gemeinsame Aktivitäten auf ein Minimum reduziert. Dabei sind soziale Kontakte und Aktivitäten gerade für ältere Menschen besonders wichtig, denn ohne diese entsteht schnell das Gefühl der Einsamkeit und Isolation, das sehr schnell und nachhaltig zur ernsthaften Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Befindens der älteren Menschen führt.

 In diesem Spannungsfeld zwischen notwendigem Schutz und möglicher Kontakte für ältere Menschen fungieren die Abteilung Seniorenförderung der Stadt Ludwigshafen und der Seniorenrat der Stadt Ludwigshafen als wichtige Kontakt- und Anlaufstellen für ältere Menschen in Ludwigshafen: Durch die bestehende Vernetzung mit anderen Organisationen können sie schnell und unbürokratisch Hilfeangebote für ältere Menschen entwickeln und zugleich Engagierte unterstützen, sich selbst zu schützen und gesund zu bleiben. Sie sind wichtige Akteure auch in der Krise, die Mitarbeiter*innen beziehungsweise Mitglieder beraten und unterstützen Senior*innen weiterhin und haben stets ein offenes Ohr für Anliegen und Sorgen älterer Menschen. Sowohl die Seniorenförderung als auch der Seniorenrat bieten weiterhin Beratungsgespräche an, und zwar persönlich nach vorheriger Terminvereinbarung oder telefonisch. Denn auch während der Pandemie stellt sich die Frage: Wo und wie finde ich die Hilfe, die ich gerade gebrauchen kann? Die Mitarbeitenden der Seniorenförderung geben daher Hilfestellung für alle seniorenspezifischen Themen, beraten in finanziellen und persönlichen Angelegenheiten sowie bei der Suche nach einer seniorengerechten Wohnung. Der Seniorenrat bietet weiterhin Beratungen zu den Themen Wohnen im Alter/Neue Wohnformen an und berät zu seniorenrelevanten Themen wie Patientenverfügung und Sicherheit.

Die Seniorenförderung sowie der Seniorenrat übernehmen in dieser schwierigen Zeit der Kontaktbeschränkungen auch die Funktion des einfachen Gesprächspartners und Zuhörers. "Sicherlich braucht man gerade in dieser schweren Zeit einfach mal jemanden, der einem zuhört, der offen ist für Sorgen und Ängste und bei dem man Mitgefühl und Verständnis finden kann. Neben den Beratungen sind die Mitarbeitenden der Seniorenförderung und des Seniorenrates mit einem offenen Ohr selbstverständlich für alle älteren Bürger*innen unserer Stadt da", sagt Beate Steeg, Sozialdezernentin der Stadt Ludwigshafen.

Kontakt

Die Mitarbeitenden der Seniorenförderung sind telefonisch montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar unter den folgenden Telefonnummern: Theresa Lee, Telefon 0621 504-2741; Martina Gerber, Telefon 504-2683; Susanne Janz, Telefon 504-2687; Christine Kneesch, Telefon 504-2716; Birgit Kurz, Telefon 504-2699 und Kerstin Messemer-Pfeiffer, Telefon 504-2739.

Der Seniorenrat ist unter Telefon 504-2543 zu den oben genannten Uhrzeiten erreichbar.

Fahnenaktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Auch in diesem Jahr wird Ludwigshafen wieder "Flagge zeigen" gegen Gewalt an Frauen. Am Rathaus und an vielen anderen Plätzen in Ludwigshafen werden ab Mittwoch, 25. November 2020, für einige Tage die blauen Fahnen "frei leben ohne Gewalt" von TERRE DES FEMMES, das Banner zur Kampagne "Orange the World" von UN Women und die Fahne des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wehen.

Der Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen Ludwigshafen, der Rat für Kriminalitätsverhütung und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen setzen damit ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Sie werden von vielen weiteren Akteur*innen unterstützt, unter anderem aus den folgenden Betrieben und Einrichtungen: Wirtschaftsbetriebe Ludwigshafen (WBL), Ernst-Bloch-Zentrum, Polizeipräsidium Rheinpfalz, Bereich Jugendförderung und Erziehungsberatung der Stadt Ludwigshafen, DGB, Freireligiöse Frauengruppe und das Frauencafé in der Gräfenaustraße.

Der Aktionstag erinnert an die Schwestern Mirabal aus der Dominikanischen Republik, die am 25. November 1960 durch das Trujillo-Regime ermordet wurden. Der Tod der Schwestern ist beispielhaft für die sexuelle, politische, kulturelle und ökonomische Gewalt gegen Frauen.

Alltagsmasken "Nein! zu Gewalt an Frauen"

Da der Internationale Frauentreff der Stadt Ludwigshafen nicht die Gegebenheiten hat, eine Fahne zu hissen, aber trotzdem bei der Aktion mitmachen möchte, wurde in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und dem Frauenhaus eine andere Möglichkeit gewählt, um die Botschaft in die Gesellschaft zu tragen: Alltagsmasken. Masken bieten die sonst seltene Gelegenheit, eine Botschaft sogar im Gesicht zu tragen. Wer eine schwarze Maske mit orangefarbigem Aufdruck "Nein! zu Gewalt an Frauen" kostenlos bekommen möchte, kann sich an die Gleichstellungsstelle unter der Telefonnummer 0621 504-3087 oder an den Internationalen Frauentreff unter der Nummer 0621 504-2576 wenden. Der Internationale Frauentreff und die Gleichstellungsstelle geben diese Masken aus, solange der Vorrat reicht.

Trotz der Corona-Einschränkungen ist das Frauenhaus weiterhin für Frauen da, die von häuslicher Gewalt bedroht oder betroffen sind. Die Mitarbeiterinnen sind telefonisch erreichbar unter 0621 52 19 69 und können auch weiterhin Beratung, Schutz und Hilfe anbieten.

"Orange the World"

Auch an der UN-Women-Kampagne gegen Gewalt an Frauen, "Orange the world", für die sich der ZONTA Club Ludwigshafen Pfalz in Ludwigshafen einsetzt, beteiligen sich städtische Einrichtungen: das Sozialdezernat im Stadthaus Nord, die Volkshochschule, das Ernst-Bloch-Zentrum, das Kulturzentrum dasHaus und weitere Institutionen.

Text und Logo: Stadt Ludwigshafen am Rhein