Michael Wagner (CDU) zu Gast bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Kunst und Kultur elementare Bausteine unseres “Mensch Seins” sind," so Mdl Wagner

v.l.: Michael Wagner, Beat Fehlmann, Peter Schuler

Ludwigshafen. Auf Einladung in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kulturausschusses war der Landtagsabgeordnete Michael Wagner (CDU) zu einem Gedankenaustausch Gast bei Beat Fehlmann, dem Intendanten der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, und Peter Schuler, dem Vorsitzenden des Freundeskreises. Mittlerweile kann die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz auf eine über 100-jährigeTradition zurückblicken. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kamen im September 1919 Bürgerinnen und Bürger in Landau zusammen, um die Gründung eines Landes-Sinfonieorchesters zu beschließen. Nach dem Gründungskonzert am 15. Februar 1920 brach das Orchester zu einer ersten Konzertreise durch die Pfalz und das Saarland auf. Daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert.

Beat Fehlmann und Wagner waren sich einig: wir können nicht auf die Kreativität und die Impulse von Künstlern verzichten. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Musik, Musizieren und Musikerziehung kognitive, kreative, ästhetische, soziale, emotionale und psychomotorische Fähigkeiten fördere. So könne Musik beflügeln, glücklich stimmen, beruhigen, entspannen, Erinnerungen wachrufen und sogar Schmerzen lindern. Diese Erkenntnis allein gebiete es, in eine musikalische Bildung frühzeitig und nachhaltig zu investieren.

"Deshalb ist Musik- und Kunstunterricht an unseren Schulen ein unverzichtbarer Bestandteil kultureller Bildung," so Wagner. Darüber hinaus präge die Kunst, je nach Grad der Beschäftigung mit ihr, auch den Sozialisierungsprozess vieler Menschen. Gerade dieser Aspekt sowie Diskussionen über eigene Erfahrungen mit musikalischen Phänomenen sollen sich verstärkt im Schulfach Musik wiederfinden und eine zentrale Bedeutung einnehmen, betonen Fehlmann und Wagner. 

"Nach wie vor bin ich der Auffassung, dass wir ein Kulturfördergesetz brauchen. Ein solches Gesetz bekräftigt und festigt das Engagement des Landes für die Kultur. Es stärkt die politische Bedeutung der Kultur und ihrer Förderung auf allen staatlichen und kommunalen Ebenen. Und ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Kunst und Kultur elementare Bausteine unseres “Mensch Seins” sind," so Wagner. “Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder nach Belieben streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.“ Dieses Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker müsse gerade heute gelten, wenn Schutzschirme für alle Lebensbereiche aufgespannt werden. "Wir müssen die Einsicht gewinnen, dass Kunst auf besondere Weise Daseinsvorsorge ist. Das ist unsere gesellschaftliche Verantwortung und dafür will ich mich mit ganzem Herzen einsetzen," so Wagner abschließend.

Text und Foto: Abgeordnetenbüro Michael Wagner MdL