Aus dem Stadthaus Ludwigshafen

UVM: Verkehrs- und Parkleitsystem wird aufgebaut - 32. Ludwigshafener Kultursommer: Etablierte Festivals und innovative Nischen - Heimat Zirkus Stadt - Die Pfalzbau Bürger Bühne spielt Katharina Knie - Verleihung des Gertrud-Eysoldt-Ringes an Sandra Hüller

UVM: Verkehrs- und Parkleitsystem wird aufgebaut

Im Juli geht das Umweltsensitive Verkehrsmanagement der Stadt (UVM) in Betrieb. Sichtbares Zeichen dafür sind die Schilder für das Verkehrs- und Parkleitsystem, die aktuell entlang der Zufahrtsstraßen in der Stadt montiert werden. Auf diesen Schildern werden Verkehrsteilnehmer*innen künftig über den aktuellen Verkehrsfluss und Umleitungsrouten informiert und können gleichzeitig erkennen, wo freie Plätze in den Parkhäusern und auf Parkplätzen zur Verfügung stehen. Insgesamt zehn dynamische Informationstafeln und 16 Parkleitschilder werden errichtet.

Für das UVM werden in Echtzeit Daten in den Verkehrsrechner der Stadt eingespeist und mit Umweltdaten wie beispielsweise Schadstoffkonzentrationen und Wettervorhersagen zusammengeführt. Damit ergibt sich ein digitales Abbild der aktuellen Umwelt- und Verkehrssituation. Dieses Abbild ist die Basis für umweltorientierte Maßnahmen zu Verkehr und Mobilität. Meldungen über die aktuelle Situation auf den Straßen und Angaben zu Verkehrswegen und Umleitungen werden dann auf die dynamischen Anzeigetafeln übertragen und für die Verkehrsteilnehmer*innen angezeigt. Sie können dann frühzeitig entscheiden, beispielsweise einen Park- und Ride-Parkplatz anzufahren und auf den Öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen.

Die Daten des UVM sind nach dem Start auch über ein Mobilitätsportal auf www.ludwigshafen.de sowie eine App abrufbar. Ergänzend dazu geben vier Mobilitätsmonitore im Stadtgebiet Auskunft über die Verkehrslage und die nächstmöglichen Zustiegsmöglichkeiten zum ÖPNV sowie über E-Ladestationen und Bike- oder Car-Sharing-Stationen.

 

32. Ludwigshafener Kultursommer: Etablierte Festivals und innovative Nischen

Immer wieder anders akzentuiert lädt der Ludwigshafener Kultursommer zu einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm ein. Vollkommen neue Formate in ungeahnten Nischen treffen dabei auf etablierte Klassiker und Publikumsmagneten. Die 32. Saison des Ludwigshafener Kultursommers startet am 1. Juni und umfasst bis zum 31. August insgesamt etwa 80 Einzelveranstaltungen.

Gleich zu seiner Eröffnung lädt der Kultursommer zu einem Event ein, das seine Funktion als Schmelztiegel unterschiedlicher kultureller Einflüsse und Ausprägungen, Hintergründe und Zutaten in faszinierender Weise verknüpft. LUcina Manià ist als Format eine Eigenproduktion des Kulturbüros und unterwegs als mobile Kunst- und Performance-Küche, die vom 3. bis 5. Juni an zentralen Orten in Ludwigshafen Station macht. Zur Kultursommer-Eröffnung am 3. Juni startet LUcina Manià um 17 Uhr am Kulturzentrum dasHaus und macht um 18 Uhr am Lichttor vor dem Rathaus Station. Alle Ludwigshafener*innen sind herzlich eingeladen, sich bei LUcina Mania zu beteiligen und Gaben zu bringen: Brauchbares und Unbrauchbares, Liebgewonnenes und Aus-Der-Mode-Gekommenes, Schätze und Schnickschnack. In einer gemeinsamen Prozession wird zudem eingesammelt, was die Stadt zu bieten hat. Mittels der Objekte wird dann in einer performativen Aktion ein Orakel befragt. Jede*r ist eingeladen, seine/ihre Frage an das Orakel zu richten – sei es zur persönlichen Zukunft oder zur Zukunft der Stadt Ludwigshafen. Abschließend wird zerhäckselt, pulverisiert und umgekocht: Alles wandert in den Saumagen, ein neuer Talisman entsteht. Musik, Getränke und weitere Unterhaltung ergänzen das Programm und laden zum Feiern und zur Begegnung ein.

"Mit Konzerten und Führungen, Ausstellungen und Theater-Performances, Festen und Workshops ist die Bandbreite der im Kultursommer vertretenen Genres erneut beeindrucken", erklärt Bürgermeisterin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg. "Auftritte an ungewöhnlichen Orten und niederschwelliger Zugang ermöglichen Kulturgenuss für alle Alters- und Interessengruppen. Mein besonderer Dank geht an alle, die zu dieser Vielfalt unseres Kultursommers beitragen. Und natürlich freuen wir uns seht, dass die Sparkasse Vorderpfalz den Kultursommer erneut unterstützt. Dem Kultursommer wünsche ich viele begeisterte Besucher*innen und dem Publikum unvergessliche Kulturerlebnisse."

"Nach den langen Monaten des Lockdowns können wir endlich wieder ein Festival mitten im Stadtleben genießen. Die Zeit voller Einschränkungen hat uns eindrucksvoll gezeigt, welche Wertschätzung kulturelle Angebote verdienen. Die Sparkasse Vorderpfalz und auch ich persönlich sind von der Veranstaltungsreihe überzeugt. Deshalb freut es mich, dass wir als verlässlicher und langjähriger Partner und Sponsor des Ludwigshafener Kultursommers, das diesjährige Programm erneut fördern und begleiten werden. Ich wünsche uns spannende, kreative und abwechslungsreiche Festival-Tage mit überraschenden Erlebnissen bei denen sich Künstler und Zuschauer hautnah hier in Ludwigshafen begegnen werden," so Oliver Kolb, Vorstandsmitglied der Sparkasse Vorderpfalz.

Neben der Vielfalt seiner Angebote diffundiert der Ludwigshafener Kultursommer immer wieder auch an neuen, ungewohnten Örtlichkeiten in die Stadtgesellschaft, rückt deren Besonderheiten und Aufenthaltsqualität in den Fokus. So stellt etwa Sophie Lauth am 25. Juni ab 16 Uhr im Rahmen ihrer Kulitour interessante Ladengeschäfte mit südosteuropäischen Spezialitäten vor, die viele auf ihrer gewöhnlichen Einkaufstour bislang noch nicht für sich entdeckt haben dürften.

Die herausragende Aufenthaltsqualität des Ebertparks unterstreicht das künstlerisch-musikalische Projekt Waldrauschen am 20. August mit entspannten Klängen bei einem elektronisch-musikalischen Sommerpicknick. Das künstlerische Duo gestaltet das musikalische Programm gemeinsam mit seinem Netzwerk an Ludwigshafener DJ*s und Musiker*innen unter freiem Himmel. Bei freiem Eintritt können sich die Teilnehmenden auf der großen Wiese im südlichen Teil des Parks ausgestattet mit Picknickdecke und selbst mitgebrachter Verpflegung ab 12 Uhr bis in den Abend musikalisch ansprechend begleiten lassen.

Zahlreiche Veranstaltungen beschäftigen sich mit dem Motto des rheinland-pfälzischen Kultursommers "Kompass Europa: Ostwind", so etwa das Konzert „Ostwind: Ideen im Gepäck – Musik im Exil“ oder die Theaterperformance "Vom Osten in den Hemshof". Nicht nur künstlerisch interessant dürfte jeder interaktive Telefon- und Zoomaustausch mit osteuropäischen Künstler*innen unter dem Titel "who’s calling? – queering the phone" sein. Dieses Projekt von Julia Katharina Thiemann ermöglicht zwischen
3. und 5. Juni in individuellen Gesprächen einen direkten Austausch. "Niemand konnte ahnen, dass nach der Covid-Umklammerung ein Krieg in Osteuropa die Welt erschüttert. Umso wichtiger ist es, gerade jetzt auf die aufklärerische und verbindende Kraft kultureller Begegnung zu setzten", unterstreicht Reifenberg.

Nach über drei Jahrzehnten hat der Ludwigshafener Kultursommer einen Stellenwert erreicht, der längst nicht nur Besucher*innen auch außerhalb der Stadt begeistert: "Der Ludwigshafener Kultursommer 2022 war in der Bewerbungsphase der Künstler*innen und Bürger*innen von einem erfreulichen Andrang aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar geprägt", betont Monika Schill, Leiterin des Kulturbüros der Stadt, das den hiesigen Kultursommer kuratiert und organisiert. Immer wieder neue, aber auch bekannte kulturelle Akteur*innen nutzen das Format des Kultursommers, um ihre eigens hierzu arrangierten Programme im öffentlichen Raum dem Publikum vorzustellen.

Zahlreiche beliebte Publikumsmagnete sind natürlich auch im Programm zu finden. So etwa das Festival "Jazz am Rhein", das nun kuratiert von Regina Litvinova und Tobias Frohnhöfer vom 8. bis 10. Juni direkt vor dem Kulturzentrum dasHaus stattfindet. Auch der Inselsommer vom 30. Juli bis 7. August sowie vom 29. bis 31. Juli das 21. Internationale Straßentheaterfestival als Höhepunkt des Kultursommerprogramms machen den Sommer in Ludwigshafen zu einem facettenreich-fantastischen Erlebnis.

Umfassende Informationen zum 32. Ludwigshafener Kultursommer gibt es im Internet auf www.ludwigshafen.de. Ab Juni liegt das Programmheft an vielen Stellen in der Stadt aus.

 

Heimat Zirkus Stadt - Die Pfalzbau Bürger Bühne spielt Katharina Knie

Die neue Produktion der Pfalzbau Bürger Bühne unter der Regie von Intendant Tilman Gersch hat am Samstag, 11.6.2022 auf den Pfalzbau Bühnen Premiere. Carl Zuckmayers „Seiltänzerstück“ Katharina Knie wirft Fragen auf, die auch in unserer Region von aktueller Brisanz sind. Es geht um Migration und Verortung, um Tradition und Aufbruch, um das Ver­hältnis der Generationen und um wirtschaftliche Not. In bester Volkstheater-Tradition erzählt Zuckmayer die anrührende Geschichte vom Zirkusdirektor Karl Knie und seiner Tochter.

Eine kleine Stadt nahe Mannheim wird alle Jahre zum temporären Zuhause der wandernden Zirkustruppe Knie. Eine wirkliche Heimat aber finden die Artisten und Clowns nur in ihrer Kunst, in der Manege. Sie sind Reisende, die niemals ankommen können. Für Karl Knie ist das selbstverständlich, er hütet das Erbe seiner Familie und lebt in ihren Traditionen. Seine Tochter Katharina aber zweifelt an diesem Lebensentwurf. Sie möchte bleiben und sich in der Stadt niederlassen, auch wenn sie einen Bruch mit dem Vater und das mögliche Ende des Unternehmens riskiert.

Zwanzig Spielerinnen und Spieler im Alter von 13 bis über 70 Jahren haben in der Beschäfti­gung mit dem fast 100 Jahre alten Stück Bezüge zu ihrer Lebenswirklichkeit gesucht und ge­funden. Mit Herzblut und Humor stellen sie nun eine Zirkusfamilie dar, die ihre große Krise erfolgreich meistert. Die Kostüme der Produktion entwarf Tamara Priwitzer, die Textfassung stammt von Dramaturgin Barbara Wendland. Musikalisch begleitet wird die Aufführung von Frank Rosenberger.

Weitere Vorstellungen folgen am Sonntag, 12.6.2022 um 18 Uhr und am Dienstag, 14.6.2022 um 19.30 Uhr.

Einheitspreis 15 €, ermäßigt 10 €, Kartentelefon 0621/504 2558

Fotos zum Stück können Sie sich im Pressebereich der Website unseres Theaters herunterladen: http://www.theater-im-pfalzbau.de/service/presse

 

Verleihung des Gertrud-Eysoldt-Ringes an Sandra Hüller

Am Donnerstag, 2. Juni 2022 um 14.30 Uhr findet im Gläsernen Foyer der Pfalzbau Bühnen die feierliche Überreichung des Gertrud-Eysoldt-Ringes der Stadt Bensheim an die Schau­spielerin Sandra Hüller statt. Diese war bereits 2019 zur Preisträgerin gewählt worden, die Verleihung konnte im März 2020 jedoch wegen der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden.

Professor Hans-Jürgen Drescher, Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste Frankfurt, und Christine Klein, Bürgermeisterin der Stadt Bensheim nehmen die Ehrung in Ludwigshafen vor.

Sandra Hüller spielt die Rolle des Hamlet beim Gastspiel des Bochumer Schauspielhauses auf den Pfalzbau Bühnen. Die Aufführungen sind am Mittwoch, 1.6. und am Donnerstag, 2.6.2022, jeweils um 19.30 Uhr zu sehen.

Sandra Hüller, geboren 1978 in Suhl, war nach Stationen im Theaterhaus Jena und Schauspiel Leipzig von 2002 bis 2006 Ensemblemitglied am Theater Basel, von 2012 bis 2015 gehörte sie zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Sie arbeitete u. a. mit den Regisseuren Johan Simons, Schorsch Kamerun, Sebastian Nübling, Tom Schneider, Lars-Ole Walburg und René Pollesch zusammen. Von der Fachzeitschrift Theater heute wurde sie 2003 zur Nachwuchs­schauspielerin des Jahres gewählt sowie viermal, 2010, 2013, 2019 und zuletzt 2020 für ihre Rolle der Penthesilea und des Hamlet zur Schauspielerin des Jahres.

Für ihre Filmrollen – u. a. in Requiem, Brownian Movement, Über uns das All, Finsterworld, Toni Erdmann und In den Gängen – wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Silbernen Bären der Berlinale, dem Deutschen Filmpreis 2006, 2014 und 2017, dem Bayerischen Film­preis 2006 und 2017 sowie dem Europäischen Filmpreis 2016 als beste Hauptdarstellerin. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum.

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