Zum Hauptinhalt springen

Ewige Ruhe unter Reben

Landaus Stadtdorf Wollmesheim stellt Friedweinberg vor

Sind mehr als zufrieden mit dem Wollmesheimer Gemeinschaftsprojekt Friedweinberg (v.l.n.r.): Ortsvorsteher Rolf Kost, sein Stellvertreter Martin Pfaffmann, Landaus Beigeordneter Lukas Hartmann und Gerhard Blumer von der städtischen Friedhofsverwaltung.

Landau-Wollmesheim. Ein Grab im Weinberg: Das ist jetzt im Landauer Stadtdorf Wollmesheim möglich. Mit viel Einsatz haben die Wollmesheimer Ortsbeiratsmitglieder mit Unterstützung der städtischen Grünflächenabteilung dazu in Eigenleistung fünf Weinbergszeilen mit je sieben Solaris-Rebstöcken auf dem Friedhofsgelände angelegt. Dort finden künftig bis zu 56 Urnen-Partnergräber Platz. Sie können ab sofort von Wollmesheimerinnen und Wollmesheimern vorgepachtet oder für Bestattungen genutzt werden.

Nach dem die Mitglieder des Wollmesheimer Ortsbeirats sich im Herbst 2020 für die Schaffung des alternativen Bestattungsortes auf dem Wollmesheimer Friedhof ausgesprochen hatten, haben sie ihrem Beschluss nun Taten folgen lassen. In einem eintägigen Arbeitseinsatz haben sie Landaus ersten Friedweinberg angelegt – stilecht mit Sandstein-Endstücken und Holzstickeln. Unterstützt wurden sie bei den Planungen von der städtischen Grünflächenabteilung, die Rebstöcke wurden von der Rebschule Kuntz in Mörzheim zur Verfügung gestellt und der CDU-Ortsverband Wollmesheim wird in Kürze zwei Sitzbänke mit Blick auf den Friedweinberg zur Verfügung stellen.

„Der Friedweinberg in Wollmesheim ist der erste seiner Art in Landau und wirklich schön geworden“, so Landaus Beigeordneter Lukas Hartmann. „Danke an die Wollmesheimer Ortsbeiratsmitglieder für den selbstlosen Einsatz auf eigene Rechnung und die künftige Pflege des Weinbergs.“

Diesem Dank schließt sich auch Wollmesheims Ortsvorsteher Rolf Kost an: „Unser Friedweinberg ist ein echtes Gemeinschaftswerk. Und jetzt haben wir in Wollmesheim nicht nur den ältesten Kirchturm, sondern – soweit wir wissen –  auch den ersten Friedweinberg der Pfalz.“

Eckdaten zu Bestattung in der „Naturgrabstätte Weinberg“ in Wollmesheim:

Die Kosten für den Ersterwerb liegen bei 1.500 Euro für 30 Jahre. Die Urnenbestattung ist in biologisch abbaubaren Aschekapseln mit ebenfalls biologisch abbaubaren Überurnen zulässig. Grabschmuck wie Kerzen, Blumen oder Kränze sind nicht vorgesehen. Lediglich ein runder Liegestein aus heimischem Sandstein darf bodennah verlegt werden.

Informationsservice und Terminvereinbarungen:

Marion Hartmann, Ortsverwaltung Wollmesheim                06341/13 11 86

Elisabeth Theobald, Friedhofsverwaltung                              06341/13 32 51

Text und Bild: