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Auf den Spuren des berühmten Sohns der Stadt

Thomas-Nast-Verein lobt Thomas-Nast-Preis für satirische Zeichnung 2018 aus

Der gebürtige Landauer Thomas Nast, hier eine Büste im Eingangsbereich des Landauer Rathauses, gilt als der Vater der politischen Karikatur in den USA.

Landau. Der in Landau ansässige Thomas-Nast-Verein hat in diesem Jahr wieder einen Preis für satirische Zeichnung ausgelobt. Der Thomas-Nast-Preis wird am 4. Dezember im Kleinen Saal der Jugendstil-Festhalle verliehen; Veranstalter der Preisverleihung ist die Stadt Landau. Grafikerinnen und Grafiker, Zeichnerinnen und Zeichner sowie Illustratorinnen und Illustratoren können sich bis zum 30. Juli bewerben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert; zudem wird ein mit 1.500 Euro dotierter Förderpreis vergeben.  

Oberbürgermeister Thomas Hirsch dankt dem Thomas-Nast-Verein, der mit seinem ehrenamtlichen Engagement die Erinnerung an den berühmten Sohn der Stadt Landau wach hält. „Thomas Nast hat die Geschichte der Karikatur entscheidend geprägt – eine Form des Journalismus, derer es heute mindestens ebenso bedarf wie vor mehr als 100 Jahren zu Nasts Lebzeiten“, betont der Stadtchef, der bei verschiedenen Projekten eng mit dem Thomas-Nast-Verein um den Vorsitzenden Hubert Lehmann zusammenarbeitet. „Auch aus diesem Grund freut es mich, dass der Verein 2018 wieder einen Preis ausschreibt, um Karikaturistinnen und Karikaturisten, die in der Tradition Nasts stehen und aktuelle politische und soziale Themen aufgreifen, zu ehren.“ Er rufe alle interessierten Künstlerinnen und Künstler auf, sich für den Thomas-Nast-Preis zu bewerben, so der OB weiter. 

Neu: Die Ausschreibung richtet sich in diesem Jahr erstmals auch ausdrücklich an Künstlerinnen und Künstler aus der französischen Region Grand Est. Eingereicht werden sollen fünf Blätter mit unterschiedlichen Motiven. Diese sind zusammen mit einem Lebenslauf zu richten an: 

Hubert Lehmann

Eichbornstraße 27

76829 Landau in der Pfalz  

Eine Auswahl der besten Zeichnungen wird in einer Ausstellung gezeigt, zu der auch die Veröffentlichung eines Katalogs geplant ist. Weitere Details zum Wettbewerb sowie zur Arbeit des Thomas-Nast-Vereins finden sich auf der Internetseite www.thomas-nast-verein-landau.de.  

Thomas Nast wurde am 27. September 1840 in Landau geboren, 1846 wanderte er mit seiner Familie in die USA aus. Seine Geburtsstadt hat nach ihrem berühmten Sohn unter anderem eine Straße, eine Schule, einen Platz und den Thomas-Nast-Nikolausmarkt benannt. Auch darüber hinaus sei besonders in den vergangenen Jahren viel passiert, um Thomas Nast ein ehrendes Andenken zu bereiten, wie OB Hirsch betont. „Erst vor wenigen Wochen verlieh unsere Universität die Thomas-Nast-Gastprofessur an Liedermacher Konstantin Wecker, wir freuen uns seit 2017 über eine Nast-Herles-Galerie im Rathaus und der Thomas-Nast-Verein bietet regelmäßig Ausstellungen und Vorträge in Landau und der Region an, um nur ein paar Beispiele zu nennen.“  

Im kommenden Jahr wird sich der Landauer Thomas-Nast-Verein auf Einladung des Tomi-Ungerer-Museums in Straßburg an einer gemeinsamen Ausstellung zum Thema „Minderheiten“ im Simplicissimus-Haus im baden-württembergischen Renchen beteiligen. Der französische Illustrator Ungerer wurde im Jahr 2013 mit dem Thomas-Nast-Preis ausgezeichnet. 2016 war im Tomi-Ungerer-Museum in Straßburg eine Ausstellung mit Werken Thomas Nasts zu sehen. Text und Foto: Stadt Landau.