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„Leben wie Gott in Frankreich“

„Frankreichreise“ beim Partnerschaftsverein

 

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim. Seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft von Böhl-Iggelheim mit der nordfranzösischen Gemeinde Wahagnies. Dies wurde bei einem Jubiläumsabend zum 1025-igsten Geburtstag von Iggelheim am 29.10.2016 gebührend gefeiert. Der Partnerschaftsverein ist ein nicht unwichtiger Teil dieser Partnerschaft. Seit nun 22 Jahren veranstaltet dieser einen Französischen Abend. Unter dem Motto, „Eine kulinarische Reise durch Frankreich“ hatte der Partnerschaftsverein Böhl-Iggelheim auch in diesem Jahr wieder zu  einer besonderen kulinarischen Reise  eingeladen. Der 1. Vorsitzende Norbert Stuhlfauth konnte 120 erwartungsvolle Besucherinnen und Besucher im restlos ausverkauften Foyer der Wahagnies-Halle, der guten Stube von Böhl-Iggelheim, begrüßen. Zur großen Freude Aller konnte Norbert Stuhlfauth  auch zahlreiche  Gäste aus der Partnergemeinde  willkommen heisen. Sein besonderer Gruß galt Marie-Lise Matuszak, die 1. Vorsitzende des neugegründeten Partnerschaftsverein in Wahagnies. mit ihrem Gemahl. „Bienvenu a Böhl-Iggelheim“. 

Eine kulinarische Reise war angekündigt. Als Reiseleiter durch den Abend, der mit einer Weinprobe begann, fungierte der  1. Vorsitzende Norbert Stuhlfauth. Hatten  die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren Weine einer bestimmte Region, eines bestimmten Anbaugebietes, ausgesucht, führte dieses Jahr die Reise für Geschmack und Gaumen durch ganz Frankreich.

Zur Einstimmung wurde als Aperitif  ein trockener Cremant D´Alsace aus dem Weingut Arthur Metz aus Marlenheim, gereicht. „Unser Cremant ist ein Jahrgangscremant aus dem Jahre 2015, ein ausgezeichnet guter Tropfen“ wie Norbert Stuhlfauth extra betonte.  Und wie bei den Weinen danach hatte er schon hier nicht zu viel versprochen.

 Dann  ging es in die Bourgogne, an die  Loire, ins Gebiet  Bordeaux, aus dem Gebiet des Cotes du Rhone in den Languedoc ganz in den Süden Frankreichs. Jeden Wein charakterisierte der Weinreiseleiter fachkundig, mit viel Esprit und Humor.Norbert Stuhlfauth überzeugte nicht nur mit seinem Fachwissen, auch mit seinem Charme und seiner Lockerheit fesselte der 1. Vorsitzende seine froh gestimmten Gäste. Immer wieder hatte er die passenden Zitate über den Wein, diese Gottesgabe, parat- z.B. wenn er behauptet, dass eine neue Studie ergeben habe, dass der Wein die Merkfähigkeit beträchtlich stärke – aber auf die Frage „wer diese Studie erstellt habe“ antworten muss. „O – das habe ich schon vergessen“!

Auch William Shakespeare stimmten Alle zu, der behauptet hatte.“Wer Wein trinkt, schläft gut. Wer gut schläft, sündigt nicht. Wer nicht sündigt, wird selig, Wer also guten Wein trinkt, wird selig.
Und von Johann Wolfgang von Goethe stammt die Lebensphilosophie „:Das Leben ist viel zu kurz um schlechten Wein zu Trinken“. Dem wurde begeistert beigestimmt. Ebenso dem Spruch:“Wer Wein trinkt wird dumm – aber wer keinen trinkt der ist es schon“ denn keiner der Besucherinnen und Besucher wollte geistig minderbemittelt erscheinen. Denn wer wollte schon dumm sein, wenn der Wein, wie schon Martin Luther sagt, ein Geschenk Gottes ist. Und wer mochte dem Reformator gerade im Jubiläumsjahr widersprechen.

 Die Mundschenke geizten auch nicht beim Einschenken, so dass allenthalben vollste Zufriedenheit herrschte zumal die Weine auch dann nach der Probe bei humanen Preisen zu den Spezialitäten des Buffet noch genossen werden konnten. So ergänzte mancher Besucher die Aussage von Norbert Stuhlfauth, dass Wein in geringen Mengen genossen der Gesundheit zuträglich sei damit, dass er dann nach Pfälzer Lesart in Mengen genossen, auch nicht schädlich sein kann.

Nach der informativen und humorvollen  Weinprobe folgte als zweiter Höhepunkt  ein Spezialitätenbuffet, dass aber auch wirklich keine Wünsche offen lies. „Wenn auch das Weißbrot aus Schifferstadt stammte“ wie Stuhlfauth unter dem Gelächter der Gäste betonte. Den Helferinnen und Helfer des Partnerschaftsvereins, die schon das Foyer und die Tische dem Anlass und der Jahreszeit gemäß liebevoll geschmückt hatten,  war wie in all den Jahren auch, ein Buffet der Extraklasse gelungen. Alles was man mit Frankreichs Esskultur bezüglich Wurst Pasteten Käse sowie Obst verbindet war schon als Genuss für das Auge präsentiert. Und der optische Eindruck trog nicht. Und da auch die Menge so war, dass noch lange zugegriffen werden konnte endete das Fest erst weit nach Mitternacht und entließ nur hochzufriedene Gäste die beim „au revoir“ schon nach dem Termin für 2018 fragten.

Nicht unerwähnt dürfen die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, welche diesen Abend wieder zu einem Erlebnis besonderer Art werden liesen. Der Partnerschaftsverein hofft natürlich auch durch diese Aktion neue Mitglieder gewinnen zu können. „Wir brauchen neue Mitglieder um den Verein am Leben zu halten und das Anliegen der Partnerschaft, die Freundschaft mit Frankreich zu stärken, in immer mehr Menschen zu verankern“ war der neuerliche Appell von Norbert Stuhlfauth.  Bild:  fg

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