Sommerarbeitslosigkeit von Lehrkräften ist eine große Schande!

Große Sorge bei FDP-Landtagsabgeordneten Christian Jung über Sicherung der Lehrerversorgung in der Region Karlsruhe

FDP-Landtagsabgeordneter Christian Jung

Bretten/Stutensee/Bruchsal. Anlässlich des Beginns der Sommerferien in Baden-Württemberg kritisiert der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung (Wahlkreis Bretten) die auch in diesem Jahr von der grün-schwarzen Landesregierung fortgesetzte Praxis, befristet eingestellte Lehrkräfte und fertig ausgebildete Referendare über die Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. „Das ist eine große Schande für Baden-Württemberg, die direkte Auswirkungen auch auf die Lehrerversorgung in der Region Karlsruhe haben wird. Denn wir suchen dringend Lehrerinnen und Lehrer. Diese sind keine Saisonarbeiter und brauchen Planungssicherheit und keine unnötige Arbeitslosigkeit“, sagte Christian Jung. 

„Obwohl Grünen und CDU in ihrem Koalitionsvertrag und Kultusministerin Theresa Schopper (Bündnis 90/Die Grünen) im Parlament versprochen hatten, die nach Auffassung der FDP unwürdige Praxis der Sommerarbeitslosigkeit von Lehrkräften zu beenden, haben im Landtag in namentlicher Abstimmung die Landtagskollegen aus dem Landkreis Karlsruhe Andrea Schwarz (Wahlkreis Bretten, Bündnis 90/Die Grünen), Ulli Hockenberger (Wahlkreis Bruchsal, CDU), Ansgar Mayer (Wahlkreis Bretten, CDU) und Christine Neumann-Martin (Wahlkreis Ettlingen, CDU) gegen die Beendigung der Lehrer-Sommerarbeitslosigkeit gestimmt. Ich bedaure dies sehr und kann dies nicht nachvollziehen“, sagte der liberale Abgeordnete weiter. 

„Nach zwei Jahren der Pandemie können wir es uns außerdem überhaupt nicht leisten, Lehrkräfte zu vergraulen und zu frustrieren. Die Fortsetzung der Praxis der Sommerarbeitslosigkeit von Lehrkräften ist auch deshalb inakzeptabel“. Christian Jung sieht zudem die Gefahr, dass sich viele der von der Landesregierung entgegen aller anderslautenden Beteuerungen in diesem Sommer in die Arbeitslosigkeit entlassenen Lehrer frustriert aus Baden-Württemberg abwenden und sich eine neue, feste Anstellung zum Beispiel in Rheinland-Pfalz oder Hessen suchen könnten.

„Gerade in meinem Wahlkreis Bretten, dem Landkreis und der Region Karlsruhe mit dem Landkreis Rastatt und Baden-Baden ist der Weg über den Rhein in die Pfalz sehr kurz. Ich mache mir daher große Sorgen, wie eine ausreichende Lehrerversorgung in Baden-Württemberg ab September 2022 sichergestellt werden soll“, stellt Jung heraus.

Text: Landtagsbüro Dr. Christian Jung