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Wasserwacht bei der Queichtal Challenge dabei

Die DRK – Wasserwacht – SÜW Landau hat aktuell 140 Mitglieder, davon rund 30 aktive Erwachsene und zehn Jugendliche.

SÜW. Wenn am Samstag, 14. September anlässlich der Queichtal Challenge teilnehmende Jugendgruppen der Hilfsorganisationen entlang der Queich mehrere Spielstationen durchlaufen, ist auch die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes mit dabei. 

Wer ist die Wasserwacht

Die Wasserwacht ist eine Gemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes und mit über 130 Jahren eine der ältesten Wasserrettungsorganisationen der Welt.

Die Gründung geht auf die Hochwasserkatastrophe am 7. Februar 1883 in Regensburg zurück, wo erstmalig Rotkreuzhelfer der Sanitätskolonnen in der Hochwasserrettung eingesetzt wurden. Von der Wasserrettung damals zur Wasserwacht bis heute gab es eine stete Weiterentwicklung. Ihr Selbstverständnis als „sportliche und hilfsbereite Gemeinschaft“ ist geblieben, erweitert haben sich die Programme und die Art der Aufgaben und Einsätze.  

Diese umfassen heute den Wasserrettungsdienst an den Stränden der Nord- und Ostsee, Gewässern mit Bade- und Bootsbetrieb, das Bereitstellen von Rettungsschwimmern in öffentlichen Bädern, den Eisrettungsdienst an entsprechenden Natur-Eisflächen sowie die Betreuung von Wassersportveranstaltungen aller Art.  

Die Wasserwacht hält Einsatzkräfte für schwierige Einsätze in fließenden oder schwer zugänglichen Gewässern vor. Neben umfangreichen Kenntnissen über Strömung und Rettungsverfahren sind die Fließwasserretter der Wasserwacht trainiert, in der Strömung zu schwimmen, Seilrettungssysteme aufzubauen und zu betreiben, sich mit Flaschenzug-systemen ab- und hochzuseilen und spezielle Rettungsverfahren einzusetzen.  

Die Wasserwacht wirkt mit im Katastrophenschutz und bei der öffentlichen Aufklärung vor Gefahren im Wassersport. Des weiteren bildet sie Helfer im Rettungsbootfahren und im Tauchdienst aus. Sie bietet Lehrgänge für Schwimmen und Rettungsschwimmen aller Altersgruppen an. Darüber hinaus vermittelt sie Kenntnisse im Natur-, Pflanzen- und Gewässerschutz.  

Hauptaufgabe der Wasserwacht…

… ist die Bekämpfung des Ertrinkungstodes, die Durchführung der damit verbundenen vorbeugenden Maßnahmen, sowie die Erfüllung weiterer Aufgaben des Roten Kreuzes.  

DRK – Wasserwacht – SÜW Landau

Die DRK – Wasserwacht – SÜW Landau wurde Mitte März 1965 in Landau von sechs Wasser- und Tauchsport begeisterten Rettungsschwimmern gegründet und hat aktuell 140 Mitglieder, davon rund 30 Aktive Erwachsene und zehn Jugendliche.  

Einsatzbereiche

Die Alarmierung erfolgt bei einem Notfall über die Rettungsleitstelle Südpfalz, der Haupteinsatzbereich ist der Landkreis Südliche Weinstraße und Germersheim. Auch bei geplanten Einsätzen, z. B. bei Wassersport Großveranstaltungen wie dem Iron Man in Frankfurt, dem Half Iron Man in Wiesbaden oder als Rettungsschwimmer an der Ostsee ist die DRK – Wasserwacht – SÜW Landau vertreten. Ständiger Einsatzort im Sommer ist das Waldfreibad in Herxheim, wo die Schwimmmeister an den Wochenenden bei der Badeaufsicht unterstützt und Schwimmabzeichen für die Jugend abgenommen werden.  

Training

Im Winter wird Montagabends im La Ola in Landau, im Sommer Montag und Donnerstagabends im Waldfreibad Herxheim und in Leimersheim am und auf dem Rhein, oder in verschiedenen Baggerseen trainiert. Lerninhalte des Trainings sind Schwimmen, Fitness, Erste Hilfe, Rettungsschwimmen, Tauchübungen, Verhaltensregeln am und im Wasser, Natur- und Gewässerschutz, Schwimmen und Retten im Fließgewässer um dadurch Erfahrung zu sammeln um zukünftige Gefahren zu erkennen sowie der sichere Umgang mit Rettungsmitteln.  

Durch die Zusammenarbeit mit dem Jetbootverein Leimersheim können zudem Rettungsübungen im Fließgewässer mittels Jet-Boot und angekoppeltem Rettungsschlitten gemacht werden. 

Queichtal-Challenge

Am Samstag, 14. September findet von 9 Uhr bis ca. 17 Uhr die nächste Queichtal Challenge statt. Dabei werden die teilnehmenden Jugendgruppen der Hilfsorganisationen entlang der Queich beginnend an der Quelle bei Hauenstein bis nach Annweiler an mehreren Stationen unterschiedliche Aufgaben lösen und Spielstationen durchlaufen. Die zehn Stationen werden von den unterschiedlichen Hilfsorganisationen betrieben und sollen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Teamarbeit bewältigt werden. Ziel ist es dabei die verschiedenen Aufgaben und Herausforderungen der unterschiedlichen Hilfsorganisationen kennenzulernen.

Text: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße