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Tierschutzaufruf zum Schutz der Rehkitze

Die betroffenen Landwirte gebeten, sich vor Mähbeginn mit den zuständigen Jägern in Verbindung zu setzen

Landau. Aufgrund der bevorstehenden Heuernte im Mai weist das Veterinäramt der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße bereits jetzt darauf hin, frühzeitig Maßnahmen zum Schutz der Rehkitze in den nächsten Wochen zu ergreifen.

Ende Mai bis Anfang Juni setzt ein Großteil der Muttertiere ihre Kitze. Die Kitze suchen ihren Liegeplatz im hohen Gras, perfekt getarnt für das menschliche Auge. Bei Gefahr führt der Instinkt der Kitze dazu, dass die Tiere sich ducken und regungslos verharren (Drückverhalten). Leider fallen durch dieses Schutzverhalten viele  Kitze den Mähwerken während der Heuernte zum Opfer. Die Kitze werden zerstückelt oder liegen schwer verletzt im Gras.

Um dieser Tragik entgegen zu wirken, werden die betroffenen Landwirte gebeten, sich vor Mähbeginn mit den zuständigen Jägern in Verbindung zu setzen. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Jagdpächtern kommt eine besonders wichtige Bedeutung zu, denn so kann die Wiese, eventuell auch mit einem geeigneten Vorstehhund oder einer Drohne, abgesucht werden.

Eingetragene Naturschutz-  und Kreisjagdvereine haben die Möglichkeit bis zum 1. September 2021 Fördermittel für die Beschaffung einer Drohne mit Echtbildkamera mit integrierter oder kompatibler Wärmebildkamera bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zu beantragen. Wichtig ist jedoch, dass der Einsatz von Drohnen nicht über Naturschutzgebieten stattfinden darf.

Text: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße