Zum Hauptinhalt springen

25. Kommandeur übernimmt das Luftwaffenausbildungsbataillon

Mehr als 200 Gäste gaben mit ihrer Anwesenheit der Bataillonsübergabe einen würdigen Rahmen

Abgabe des Kommandos

Die erste Rede von Oberstleutnant Peter Eckert

Übergabe Generalschlüssel

Germersheim. Brigadegeneral Michael Hogrebe, Kommandeur Bodengebundene Verbände aus dem Luftwaffentruppenkommando in Köln, übergibt die Kommandogewalt über das Luftwaffenausbildungsbataillon an Oberstleutnant Peter Eckert.

Im Rahmen eines feierlichen Appells am 31. Juli 2019, übergab der Kommandeur Bodengebundene Verbände, Brigadegeneral Michael Hogrebe, die Führungsverantwortung von Oberstleutnant Martin Hess, an Oberstleutnant Peter Eckert. Oberstleutnant Peter Eckert ist der 25. Kommandeur in Germersheim.

Über 200 Gäste gaben mit ihrer Anwesenheit der Bataillonsübergabe einen würdigen Rahmen. Viele Vertreter aus Politik , Wirtschaft, Öffentlichkeit und den Streitkräften erwiesen dem scheidenden als auch dem neuen Kommandeur die Ehre ihrer Anwesenheit. Trotz seines sehr engen Terminkalenders war auch der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Thomas Gebhard unter den Ehrengästen.

Öffentlichkeitsarbeit als Spiegelbild gelebter Partnerschaften und Integration

Bei seiner Abschiedsrede lobte Hess nochmals ausdrücklich die gute und enge Zusammenarbeit mit der Garnisonsstadt Germersheim und den Patengemeinden der einzelnen Kompanien. Eine inzwischen 25-Jährige Patenschaft zwischen der 2.Kompanie und der Gemeinde Westheim sowie die über 50-jährige Patenschaft der 7.Kompanie (ROTH) mit der mittelfränkischen Stadt Heideck sind eindrucksvolle Belege für die enge Verbundenheit des Luftwaffenausbildungsbataillons mit seinen umliegenden Regionen. Eine lebhafte und umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit ist das Spiegelbild dieser gelebten Partnerschaften. Exemplarisch sind darüber hinaus u.a. zahlreiche öffentliche Gelöbnisse, Oktoberfeste, Standortbälle und Festungsschießen zu nennen. Alle Veranstaltungen verzeichnen einen stetigen Besucheranstieg.. Abschließend bedankte sich Oberstleutnant Hess bei seinem Stellvertreter und forderte zugleich alle Angehörigen des Bataillons auf, den „NEUEN“ gleichermaßen und vollumfänglich zu unterstützen.  

Ein besonderer Dank ging auch an das Ausbildungspersonal des Verbandes. Trotz einer vormaligen Stellenbesetzung von teilweise nur 60%, überzeugten alle Angehörigen des Bataillons, mit großer Willenskraft und Anstrengungsbereitschaft und trugen somit zu dennoch stets hervorragenden Arbeitsergebnissen bei.  

Verband wächst

Im Bereich der Zivilberuflichen Aus-und Weiterbildung (ZAW) zeichnet sich zudem eine Erweiterung des Verbandes ab. So wird ab Oktober 2019 in Frankfurt/Hausen ein weiterer Betreuungsstandort den Betrieb aufnehmen. Dies ist ein deutliches Zeichen für den ebenfalls hohen Stellwert dieser Ausbildungsform und seiner Bedeutung für eine erfolgreiche zielgerichtete Personalgewinnung, aber auch -entwicklung.

Übergabe des Generalschlüssels

Im Zuge diverser Rückblicke im Rahmen des anschließenden Empfangs im Pfalzkasino erinnerte man sich vielfältig an schöne gemeinsame Momente und lud den neuen Kommandeur, Oberstleutnant Eckert, dazu ein, die bestehenden Verbindungen zu halten und auch weiter fort zu führen. Mit der offiziellen Schlüsselübergabe des Generalschlüssels sowie eines Bataillonswappens vollzog sich in einem letzten Akt nun auch bildlich der Kommandowechsel. Somit ist die Ära Hess beendet.  

Ernennung zum Standortältesten

Der Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, Oberst Erwin Matthes ernannte Oberstleutnant Peter Eckert beim Empfang zudem zum Standortältesten. Als Standortältester vertritt er die Belange der Bundeswehr am Standort Germersheim. Als militärischer Standort wird dabei eine Stadt oder Gemeinde bezeichnet, zu der mindestens eine militärische Einrichtung, aber durchaus auch mehrere militärische Liegenschaften gehören können. Der Standortälteste ist mit der Durchführung des sogenannten „Standortdienstes“ beauftragt und regelt in dieser Funktion die militärischen Angelegenheiten seines Standortes. Neben der Klärung allgemeiner militärischer Belange und der Bearbeitung aller stationierungsrelevanten Angelegenheiten, gehören standortbezogene Projektplanung, die Abstimmung von Einsätzen der Bundeswehr zur subsidiären Hilfeleistung bei Naturkatastrophen und besonders schweren Unglücksfällen, die Durchführung von Aufgaben im Rahmen der Übungsbestimmungen im Inland sowie die Koordination von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zu seinen Aufgaben. Er arbeitet mit den örtlichen Behörden und Blaulichtorganisationen zusammen und dient darüber hinaus als lokaler Ansprechpartner für die Truppenteile und militärischen Dienststellen der eigenen, verbündeten und befreundeten Streitkräfte sowie für die zivilen Dienststellen der Bundeswehr am Standort. Der Standortälteste nimmt insbesondere protokollarische Verpflichtungen im zivilen und militärischen Umfeld seines Standortes wahr und repräsentiert den Bundeswehrstandort in der Öffentlichkeit.

Verbundenheit zum Frankenland

Oberstleutnant Peter Eckert absolvierte im Juli 1998 bei der damaligen 7./ Luftwaffenausbildungsregiment 3 in Bayreuth seine Grundausbildung als Offizieranwärter. Mit seiner jetzigen Übernahme des Luftwaffenausbildungsbataillons betritt er bereits das vierte Mal die Ausbildungsplattform. Nach seiner Grundausbildung in Bayreuth war er bereits 1999 als Gruppenführer sowie von 2003 bis 2005 als Zugführer und von 2007 bis 2010 als Kompaniechef im fränkischen Roth eingesetzt. Der in Fürth geborene und wohnhafte neue Kommandeur ist somit auch regional mit dem Standort Roth bestens vertraut. Doch seinen hauptsächlichen Dienstsitz am Standort Germersheim kennt Eckert gut, war er doch selbst im Zuge wiederholter Einsatzvorbereitungen Lehrgangsteilnehmer in der Südpfalz-Kaserne. Oberstleutnant Eckert ist 41, verheiratet und hat drei Söhne.

Text und Bild: Stabsfeldwebel Frank Wiedemann