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PGRS plus Böhl-Iggelheim experimentiert

Chemieunterricht verlief in der letzten Schulwoche vor den Ferien völlig anders

Mit einer Menge Material angereist: Doktorand Tobias Pzywarra

Jette gibt Kaliumpermanganat in Wasser.

Linus macht mithilfe einer App die Teilchenebene sichtbar.

Berkays Vorgehensweise wird genauestens dokumentiert.

Böhl-Iggelheim. Dass im naturwissenschaftlichen Unterricht experimentiert wird, ist zunächst einmal nichts Neues. Für die Klasse 8b der PGRS plus Böhl-Iggelheim verlief der Chemieunterricht in der letzten Schulwoche vor den Ferien jedoch noch einmal völlig anders. Als Teil eines Kooperationsprojektes mit der Universität Koblenz- Landau unterstützten sie Doktorand Tobias Pzywarra von der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik in Landau, der in seiner Doktorarbeit die Bedeutung unterschiedlicher Modelle im Chemieunterricht untersucht.

Zu diesem Zweck wurde die Klasse beim Experimentieren gefilmt und füllte im Anschluss Fragebögen aus. 

Die Schülerinnen und Schüler experimentierten mit Kaliumpermanganat und Wasser. „Euer Ergebnis ist auf der Stoffebene sichtbar, jetzt schaut ihr euch auch die Teilchenebene an“, erklärte Dr. Lisa Engl, Chemielehrerin der 8b, die den Kontakt nach Landau hergestellt hatte. 

Um die Vorgänge auf der Teilchenebene zu verstehen, arbeitete die Klasse dann mit drei verschiedenen Modelltypen. Sie deuteten die Versuchsergebnisse mit Hilfe von Legebildern, 3-D-Modellen oder mit Unterstützung von Tablets, je nachdem in welche Gruppe sie eingeteilt wurden.  

Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler war durchweg positiv. Dominik erkannte, dass man bei einem solchen Projekt viel mehr technische Möglichkeiten hat als im alltäglichen Unterricht und die Arbeit mit den Tablets war nach Jaylons Meinung sehr abwechslungsreich. André lobte die Atmosphäre, die durch das Gefilmtwerden entstand.  

Mit welchem Medium man am Ende jedoch am nachhaltigsten lernt, wird das Ergebnis der Studie zeigen.   Text und Foto: Anne Weiler