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"Hungermarsch Marathon 2020 - Viele Schritte gegen Corona“

45. Ökumenischer Hungermarsch Böhl-Iggelheim startet unter anderen Vorzeichen

Böhl-Iggelheim. Zum traditionellen ökumenischen Hungermarsch in Böhl-Iggelheim luden am 2. Oktobersonntag auch in diesem Jahr die Vereinsverantwortlichen ein. Dieser stand wegen der Corona-Pandemie jedoch unter anderen organisatorischen Vorzeichen als seine Vorgänger.

Der Hungermarsch 2020 steht unter dem Motto „Hungermarsch Marathon 2020 - Viele Schritte gegen Corona“. Die Spendensammlung wird sich in diesem Jahr nicht auf ein spezielles Projekt, sondern ganz auf die Corona-Notlinderung in mehreren Hilfsprojekten aus Hungermärschen der vergangenen Jahre konzentrieren.

Umso erfreulicher war es, dass der Marsch unter Zugrundelegung eines eigens auf die die Veranstaltung abgestimmten Hygienekonzeptes trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte. So war z.B. eine Anmeldung mit Kontaktdatenerfassung, die Beachtung von Abstandsregeln und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung notwendig.

Auch wenn im Vorfeld nicht abschätzbar war, wie die Resonanz sein würde - die Verantwortlichen wurden nicht enttäuscht. Wenn auch etwas weniger als in den vergangenen Jahren begaben sich am 11. Oktober 2020 dennoch insgesamt 180 Marschierer auf den Weg der Hoffnung für viele von der Pandemie Betroffenen in der Einen Welt.

Mit der Begrüßung der Teilnehmer und seinen Gedanken zum Wochenspruch und den diesjährigen Besonderheiten gestaltete Pfarrer Dr. Wagner-Peterson (Prot. Kirchengemeinde Iggelheim) die Kurzandacht zu Beginn des Hungermarsches. Das Ehepaar Alice und David Müller sowie Anja Voß gestalteten den musikalischen Part.

Nach dem vorgetragenen Lied „Vertraut den neuen Wegen“ und den Segensworten gab Reinhold Saur das Startsignal für die Teilnehmer, die sich bei schönem herbstlichen Wetter auf die zwei unterschiedlich langen Rundstrecken von 5 und 10 km begaben. Auf das Durchschneiden des Startbandes und das obligatorische Gruppenfoto wurde in diesem Jahr aus den bekannten Gründen verzichtet.

Über 1,1 Millionen Schritte gegen Corona waren es schließlich die Groß und Klein, Jung und Alt, Zwei- und Vierbeiner gemeinsam zurücklegten.

Nachdem u.a. auf die Verpflegung verzichtet werden musste war auch nur ein relativ kleines Helferteam „am Start“ - ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Coronaregeln.

Streckenposten, -kontrollen und Vertreter des Deutschen Roten Kreuz Ortsverein Böhl-Iggelheim sorgten auch in diesem Jahr wieder für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Um den Kids den Hungermarsch ein wenig schmackhaft zu machen, erarbeiteten Uschi und Ingo Münster auch in diesem Jahr wieder ein Familienquiz rund um die Hungermarschstrecke. Die Beteiligung wurde am Ziel mit einem kleinen Präsent belohnt.

Erfreulich war wieder der gute Zuspruch von Teilnehmern und Spendern über die Böhl-Iggelheimer Ortsgrenzen hinaus, unter ihnen auch Verantwortliche von diesjährigen Projektpartnern aus Schifferstadt, Ladenburg und Mainaschaff.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Läufer, Helfer und Unterstützer die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Nicht zu vergessen auch all diejenigen, die bisher mit Ihrer Spende zur Corona-Notlinderung beitragen haben.

Trotz der bisher überwältigenden Spendenbereitschaft sind weitere Schritte dringend notwendig: Bei uns in Deutschland hat sich das Leben im Verhältnis zu vielen Ländern Afrikas und Südamerikas wieder einigermaßen normalisiert, aber dort steht das Leben teilweise noch still. Die Menschen in den Projekten brauchen weiterhin unsere Hilfe - viele haben kein Einkommen mehr, ihre Reserven sind aufgebraucht.

Auf das bei der Vereinigten VR-Bank Kur- und Rheinpfalz eG eingerichtete Konto „Hungermarsch 2020“ (IBAN: DE80 5479 0000 0001 3515 16, BIC: GENODE61SPE) können Spenden deshalb noch bis Ende dieses Jahres überwiesen werden. Jeder Betrag ist herzlich willkommen.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.hungermarsch-boehl-iggelheim.de - dort kann auch online gespendet werden.

Und wenn auch in diesem Jahr vieles anders ist, eines bleibt: Die Garantie, dass ihre Spenden wie gewohnt ohne Abzug und unmittelbar in die Arbeit der Projekte fließen.

Text und Foto: Ökumenischer Hungermarsch Böhl-Iggelheim