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Fortbildungsveranstaltung bei den First Respondern

Notfallgruppe bei der Freiwilligen Feuerwehr in Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath 

Böhl-Iggelheim. Seit Juni diesen Jahres gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim eine spezielle Gruppe – die First Responder (Erst-Eintreffende). Diese Gruppe ist eine Ergänzung zum regulären Rettungsdienst. Sie überbrückt bei einem Notfall die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Notarztes. Die First Responder sind als Erstes vor Ort und leisten, bereits nach wenigen Minuten die ersten lebensrettende Hilfsmaßnahmen. Denn bei medizinischen Notfällen, z. B. eines Herz-Kreislauf-Versagens, zählt jede Minute. 

Die Gruppe der FFW Böhl-Iggelheim ist die einzige im Rhein-Pfalz-Kreis. Sie besteht aus aus über 20 Personen , Ehrenamtliche, aber auch hauptberuflich arbeitende Notfallsanitäter. „Die Idee entstand erst Anfang 2019 aus einer lockeren Runde heraus. Wir waren Alle von der Idee begeistert und es wurde ein geeignetes Fahrzeug beschafft“ erklärt Wehrleiter. Thomas Remle, „In der kurzen Zeit unseres Bestehens hatten wir schon 80 Einsätze“ unterstreicht  Thomas Remle die Notwendigkeit und Wichtigkeit der jüngsten Gruppe bei der FFW. „Die Einsatzfähigkeit ist mit 90 Prozent überaus hoch, da viele der Ehrenamtlichen und der Hauptberufler im Schichtdienst arbeiten. Wir streben eine 24-stündige Erreichbarkeit an“ ergänzt  der Wehrleiter. 

Um die Qualität zu verbessern werden immer wieder Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. So waren über 30 First Responder, nicht nur aus Böhl-Iggelheim, Angehörige vom DRK und Hilfsorganisationen in die Feuerwache nach Böhl-Iggelheim gekommen. Als Referent konnte Dr. Ingo Böhn, Kinderarzt aus Schifferstadt, gewonnen werden. Dr. Böhn ist auch als Notarzt tätig und leistet seit 20 Jahren auch Dienst als First Responder.

Die Themen waren zum einen das ruhige und sachliche Vorgehen beim Eintreffen beim Patienten, dann besonders der Umgang mit den Betroffenen, wenn es sich um Kinder handelt. Anschaulich, auch mit Hilfe einer Bildschirmpräsentation, erläutere Dr. Böhn verschiedene Situationen  bei Atemwegsproblemen, Fieberkrämpfen, oder Verletzungen von Gliedmaßen. Der erfahrene Notarzt erkläre die Unterschiede, z. B. an dem Aufbau der Anatomie des Kindes im Gegensatz zu der eines Erwachsenen. „Einsätze bei Kinder sind anders als bei Erwachsenen, bedürfen einer besonders umsichtigen, einfühlsamen Verhaltens “ unterstrich Dr. Böhn. 

Es schloss ich eine Rege Diskussion und Erfahrungsaustausch an. Eine Fortbildungsveranstaltung die bestimmt ihre Fortsetzung finden wird. Bild: fg