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Pfalzmarkt eG ab sofort als Vermittler aktiv

Um den dramatischen Erntehelfer-Mangel im Spargelanbau zu entschärfen, ist Pfalzmarkt eG ab sofort als Vermittler aktiv: Interessierte Helfer können sich online bewerben und werden direkt an Erzeuger-Betriebe weitergeleitet!

Dramatischer Erntehelfer-Mangel bei der Spargel-Ernte

Mutterstadt.  Für die meisten Spargel-Erzeuger in der Pfalz wird die Lage aktuell immer bedrohlicher. Während auf vielen Feldern jetzt die Spargelernte beginnt, fehlen – aufgrund der Corona-Pandemie – überall Erntehelfer, die das edle Stangengemüse auch tatsächlich stechen.

Um den dramatischen Erntehelfer-Mangel bei der Spargel-Ernte zu entschärfen, startet Pfalzmarkt eG ab sofort eine unbürokratische Vermittlungsunterstützung. Die doppelte Zielsetzung der Initiative ist es, interessierten Helfern einen schnellen Anlaufpunkt zu bieten und damit zugleich schnelle Entlastung für die etwa 45 Mitgliedsbetriebe zu schaffen, die bei Pfalzmarkt eG in der laufenden Saison Spargel anbauen.

„Angesichts von Corona wird jetzt in der Pfalz jede helfende Hand benötigt!“

Hans-Jörg Friedrich, Vorstand bei Pfalzmarkt eG sagt: „Angesichts von Corona und dem dramatischen Engpass bei Erntehelfern und Saisonarbeitskräften in ganz Deutschland, wird jetzt auch in der Pfalz jede helfende Hand benötigt!“

Helfer können sich einfach und formlos per E-Mail oder via Facebook bewerben

Interessierte Arbeitskräfte und Helfer können sich einfach und formlos per E-Mail (Erntehelfer-gesucht@pfalzmarkt.de) bewerben, indem sie ihre Adresse und den Einsatzradius bekanntgeben. Die Koordinationsstelle bei Pfalzmarkt eG leitet die entsprechenden Angaben dann direkt an die nächstgelegenen Erzeuger-Betriebe weiter. Hans-Jörg Friedrich weiter: „Aufgrund der aktuellen Lage bitten wir alle potenziellen Helfer um Verständnis, dass wir keine telefonischen Anfragen entgegennehmen und beantworten können. Bitte bewerben Sie sich ausschließlich per E-Mail!“  

Ausblick: Ab Anfang April rechnet Pfalzmarkt eG mit größeren Mengen Spargel

Aufgrund des stark abgekühlten Wetters über das Wochenende rechnet Pfalzmarkt eG ab Anfang April mit größeren Erntemengen und damit mit einem nochmals erhöhten Handlungsdruck bei den Spargel-Erzeugern.

2019 wurden – innerhalb der zweimonatigen Spargelsaison bis zum Johannistag am 24. Juni – rund 1.000 Tonnen über Deutschlands zentrale Handelsplattform für Obst und Gemüse an den LEH geliefert. Mit einer Anbaufläche von etwa 650 Hektar ist die Pfalz traditionell ein besonders früher und gewichtiger Spargelproduzent. Vor allem auch, da sich hier die Böden und das milde Klima hervorragend für den frühen Anbau eignen.

Der Einsatz von schwarzer Folie und Pflanztunneln und die Spezialisierung der Pfalzmarkt-Erzeuger beschleunigen den natürlichen Erntevorsprung der Region nochmals entscheidend. Hans-Jörg Friedrich, Vorstand bei Pfalzmarkt eG sagt: „Es ist derzeit eine vollkommen verkehrte Welt. Während unsere Erzeuger sonst das Wachstum fördern, holen sie nun – wo immer dies noch machbar ist – jetzt die Folien von den Dämmen, oder ziehen diese gar nicht mehr auf!“

Als kleiner Trost: Natürliches Wachstum verspricht Top-Qualität für Genießer

Was aktuell die Genießerherzen höher schlagen lässt, ist nur ein kleiner Trost für die Erzeuger. Aufgrund der bisherigen, sehr guten natürlichen Wachstumsbedingungen liefert die Pfalz vom Start weg Top-Spargelqualitäten! Reinhard Oerther, Vorstand bei Pfalzmarkt eG erklärt: „Vom Wachstum her haben wir das Potenzial für ein gutes Spargeljahr. Unsere Erzeuger rechnen mit gleichbleibend sehr guten Qualitäten. Vorausgesetzt wir schaffen es – gemeinsam mit unseren Erzeugern – die Erntehelfersituation zu entschärfen!“ Text und Foto: Pfalzmarkt eG