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Straßenwärter starten mit der überbetrieblichen Ausbildung in Mayen

In Mayen werden aktuell 91 Auszubildende aus ganz Rheinland-Pfalz nach den Vorgaben eines bundeseinheitlichen Rahmenplans zu Straßenwärtern ausgebildet.

Straßenwärter beginnen in der ÜBA Bild: LBM

Koblenz. Für 32 angehende Straßenwärter aus ganz Rheinland-Pfalz hat jetzt die überbetriebliche Ausbildung in Mayen begonnen.

Franz-Josef Theis, stellv. Geschäftsführer des LBM, begrüßte die Auszubildenden gemeinsam mit Thomas Kneip, Leiter der Überbetrieblichen Ausbildung in Mayen, Nadine Schütze, Leiterin der Fachgruppe Aus- und Fortbildung, und dem Leiter der Fachgruppe Straßenunterhaltung, -betrieb, Mike Fensterseifer. Die jungen Auszubildenden sind bereits seit dem 1. August 2022 im Landesbetrieb Mobilität tätig.

Fachkräfte von morgen werden nicht geboren – sie werden ausgebildet. Sie sind Grundlage für unsere funktionierende und moderne Gesellschaft.

„Mit Ihrer Entscheidung zum Beruf des Straßenwärters haben Sie auf jeden Fall eine gute Wahl getroffen. Wir freuen uns, dass Sie sich für diesen Beruf und auch für uns als LBM entschieden haben“, sagte Theis. Die LBM-Altersstruktur zeige einen steigenden Bedarf an jungen, motivierten Kolleginnen und Kollegen. „Straßenwärter sind Allrounder; Sie werden dringend gebraucht“, so Theis weiter.

In der Ausbildung erhalten die „Kolonnen in Orange“ das handwerkliche Rüstzeug, um sich diesen zu stellen. Die Aufgaben des Straßenwärters sind anspruchs- und verantwortungsvoll, vielfältig und auf keinen Fall langweilig.

Straßen sind auch künftig die wichtigsten Verkehrsträger – gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz. Auch mit der eingeleiteten Mobilitätswende kommt ihnen keine andere Bedeutung zu. Obwohl sich die Antriebsarten geändert haben und sich auch die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander weiterhin verändern wird, hat die Straße weiterhin Zukunft. Sie wird digital, nicht virtuell, und die Anforderungen an den Verkehrsweg „Straße“ werden weiter steigen.

„Mit ihrer gestarteten Ausbildung sind Sie für ihren beruflichen Lebensweg in einen zukunftssicheren Bereich eingestiegen. Die Bereitstellung sicherer Straßen ist für uns, den LBM Rheinland-Pfalz, ein gesetzlicher Auftrag und für unsere Gesellschaft von hoher Bedeutung“, betonte Theis. Zudem halte der LBM für die Zukunft gute Perspektiven bereit. Er biete viele Chancen weiterzukommen. „Straßenwärtermeister, Bauzeichner, Studium und die Beamtenlaufbahn; all das kann Jeder von Ihnen erreichen. Seien Sie sich Ihrer späteren Möglichkeiten und auch der Verantwortung heute schon bewusst“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer. Ein Blick auf das Karriereportal des LBM unter https://karriere-im-lbm.rlp.de/de/lbm-als-arbeitgeber/ lohne sich dabei stets.

Der Betriebsdienst ist ein Kernbereich des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, in dem knapp die Hälfte der Gesamtbelegschaft eingesetzt ist.

„Als künftige Mitarbeiter im Betriebsdienst sind Sie für alle Verkehrsteilnehmer sichtbare Vertreter und Botschafter des LBM“, so Theis weiter.

Er wünschte den Auszubildenden eine gute und erfolgreiche Ausbildungszeit. „Denken Sie bei Ihrer Arbeit aber auch immer an ihre eigene Sicherheit und an die Sicherheit Ihrer Kolleginnen und Kollegen. Denn das Thema Sicherheit gilt nicht nur für die Verkehrsteilnehmer, es geht uns alle an“, gab er ihnen mit auf den Weg.

In Mayen werden aktuell 91 Auszubildende aus ganz Rheinland-Pfalz nach den Vorgaben eines bundeseinheitlichen Rahmenplans zu Straßenwärtern ausgebildet. Da jede Straßenmeisterei im Land über unterschiedliche Voraussetzungen verfügt, können die Vorgaben des Rahmenplans nur in einer gemeinsamen Ausbildungseinrichtung eingehalten werden. Diese ist seit 1984 zentral für alle Auszubildenden des LBM in Mayen eingerichtet.

In den insgesamt 36 Wochen der überbetrieblichen Ausbildung, die in unterschiedlich langen Blöcken über die gesamten drei Ausbildungsjahre verteilt sind, geht es vor allem um die Praxis. Im „Sandkasten“ – einer großen Halle mit Sandfläche, in der unter realen Bedingungen die Tätigkeiten eines Straßenwärters geübt werden – wird zum Beispiel gepflastert und gemauert. Auch lernen hier die angehenden Straßenwärter, wie man beispielsweise Bäume richtig fällt und Brücken saniert. Ein wichtiger Teil ihrer Ausbildung ist zudem die richtige Beschilderung von Baustellen. Winterdienst und der Umgang mit Maschinen stehen außerdem auf dem Stundenplan. Zudem erlangen die angehenden Straßenwärter während ihrer Zeit in Mayen den Lkw-Führerschein.

Text: Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz