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Festveranstaltung zu 100 Jahren amerikanischer Präsenz in Rheinland-Pfalz

Alexander Schweitzer: „Aus Besatzern wurden Freunde“

Mainz. Im rheinland-pfälzischen Landtag findet heute eine Festveranstaltung zu „100 Jahre amerikanische Präsenz an Rhein und Mosel“ statt. Hierzu erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer: „Wenig bekannt ist, dass vor 100 Jahren, nach dem 1. Weltkrieg, rund 50.000 amerikanische Soldaten nach Rheinland-Pfalz kamen und bis 1923 blieben. Schon damals ergaben sich einzelne freundschaftliche Kontakte zwischen den Besatzern und Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern; die Amerikaner hinterließen politische, wirtschaftliche, sozial- und kulturgeschichtliche Spuren. Nach dem 2. Weltkrieg begann die zweite, bis heute andauernde Phase der amerikanischen Präsenz: Zehntausende US-Soldatinnen und US-Soldaten, Zivilbeschäftigte und Familien lebten von nun an hier. Über die Jahrzehnte ist eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit erwachsen: Aus Besatzern wurden Freunde. Auch Tragödien wie die schreckliche Ramstein-Katastrophe ereigneten sich in dieser Zeit.“ 

Schweitzer sagt weiter: „Zwischen US-Amerikanerinnen und US-Amerikanern sowie Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern bestehen vielfältige Kontakte und Kooperationen. Die amerikanischen Bürgerinnen und Bürger wohnen als Nachbarn in den gleichen Orten und bringen sich zum Teil ein. Auch wirtschaftlich profitiert Rheinland-Pfalz von dem US-Militär und Armee-Standorten. Sei es über direkte Investitionen oder über indirekte wirtschaftliche Effekte – etwa bei Bauvorhaben, auf dem Wohnungsmarkt oder dem Einzelhandel. Mit Zuversicht blicken wir als SPD-Fraktion auf viele weitere Jahre der Partnerschaft. Dabei werden wir, wie es sich unter Freunden und Partnern gehört, weiterhin Themen, zu denen Meinungsverschiedenheiten bestehen, offen ansprechen. Auch dies muss und wird unser Verhältnis aushalten.“

Text und Bild: SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz