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CDU nominiert Michael Wagner zur Landtagswahl 2021

Wegen "Coronamaßnahmen" fand der Wahlparteitag auf der Rennbahn in Haßloch statt

MdL Michael Wagner (CDU) nominiert

Haßloch. Mit großer Mehrheit wählte am Samstag die Wahlkreisversammlung der CDU ihren derzeitigen Landtagsabgeordneten Michael Wagner aus Speyer zum Kandidaten für den Wahlkreis 39 zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 14. März 2021.

Den Weg nach Haßloch zur Pferderennbahn fanden unter anderem MdB Johannes Steiniger und die Speyerer Bürgermeisterin Monika Kabs. Als besonders willkommener Gast war Professor Dr. Bernhard Vogel  anwesend. Haßloch ist mit etwa 21.000 Einwohnern das größte Dorf Deutschlands und GFK Teststadt.

MdL Michel Wagner begrüßte die Mitglieder und berichtete darüber, daß das letzte Jahr spannend und bunt war. Viele Termine standen an, unter anderem hatte er Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Seine Berufung in den Landtag erfolgte, weil er der Nachrücker für den allseits beliebte und viel zu früh verstorbene Reinhard Oelbermann war. An Reinhard Oelbermann wurde an diesem Nachmittag viel gedacht; sein Tod hat viele betroffen gemacht.

"Der Mensch steht für mich im Mittelpunkt meines Handelns", sagte Michael Wagner und er erinnerte an zahlreiche Besuche in verschiedenen Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern, aber auch Museen und noch viele mehr in seinem Wahlkreis. 

Auch wenn die jetzige Regierung von RLP immer wieder betone, wie gut das Land dastehe und wie prima alles laufen würde - dieser Meinung sei er ganz und gar nicht. Ganz im Gegenteil - ihm ist wichtig, das am 14. März 2021 nach 30 langen Jahren endlich der politische Kurs in Mainz korrigiert wird. Das Land brauche dringend einen neuen Anstrich, und es brauche eine politische Führungskraft, die mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehe. Dafür stehe Christian Baldauf.

Freundlicherweise stellte Michael Wagner seine komplette Rede dem SPEYER-KURIER zur Verfügung, die Sie als PDF unten finden können. Wie üblich gilt das gesprochene Wort.

Während der Auszählung der Stimmen richtete MdB Johannes Steiniger ein kurzes Grußwort an die Delegierten und Parteifreunde und bekräftigte, wie schön es sei, Menschen mal wieder "live" zu treffen und nicht nur "online". Er betonte, daß dieser Tag die Weichen für die Zukunft stellen würde, denn ein Wechsel sei nötig. Die Coronakrise würde nicht wegen, sondern trotz der Landesregierung überstanden werden. Im Bund werden in der nächsten Woche Beschlüsse gefasst, mit denen 200 Millionen neue Schulden aufgenommen würden. Davon gehen 130 Millionen in ein Konjunkturpaket. Diese notwendigen Spielräume seien nur vorhanden, weil in den letzten Jahren vernünftig gewirtschaftet wurde. "Michael und ich verstehen uns sehr gut und ich werde ihn mit voller Kraft unterstützen, damit dieses wunderschöne Bundesland endlich wieder vernünftig regiert wird."

Von 61 möglichen Stimmen erhielt Michael Wagner 55 Ja Stimmen, 4 Nein Stimmen und es gab 2 Enthaltungen. Dankbar nahm er die Wahl an.

Dr. Simon Lang kandidierte als Ersatzkandidat und zählte drei Gründe auf, warum er sich dafür entschieden habe. Zum ersten wolle er Michael unterstützen, zum zweiten möchte er daran mitwirken, daß die CDU wieder stärkste Kraft wird und zum dritten könnte er als Ersatzkandidat jederzeit einspringen. Er bezeichnete sich als Querdenker und gegen den Strom Schwimmer. Darin habe er Erfahrung, den als einziger "Schwarzer" unter lauter "Grünen" konnte er das im Mainzer Ministerium lernen. Er ist in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert, unter anderem beim Kiwanis-Club Speyer.

Von 62 möglichen Stimmen wurde er mit 54 Ja Stimmen, 6 Nein Stimmen und 2 Enthaltungen gewählt. Auch er nahm die Wahl an.

Der Speyerer Ehrenbürger Professor Dr. Bernhard Vogel ergriff das Wort. Er ging mit seinem Stock zum Rednerpult und meinte dazu nur trocken:" Ich bin halt keine achtzig mehr". Es war für ihn wichtig, dabei zu sein; denn dass die CDU Speyer nach Haßloch geht, hat er noch nicht erlebt. Auch er richtete ein dankbares Gedenken an Reinhard Oelbermann. "Ich habe viele Kandidaten kommen und gehen sehen, aber dass jemand, der über Nacht ins Amt kam, mit solchem Eifer eine solch hervorragende Arbeit leistet - vielen Dank dafür" sagte er an Michael Wagner gewandt.

Nun soll ein gemeinsamer Wahlkampf aller Gemeinden stattfinden, den 30 Jahre sind genug - wir wollen den Wechsel. Er erinnerte daran, daß die CDU am 20. Juni ihren 75. Geburtstag gefeiert hat. Damals gehörte viel Mut dazu, eine christliche Partei zu gründen, eine Idee, die in KZ's und Gefangenenlagern entstanden ist. Teilweise noch in Gefangenenuniformen wurde die Partei gegründet. Und wenn man sieht, wie aus dem Trümmerhaufen von 1945 ein blühendes Land entstand, dann sieht man, dass sich alles meistern lässt. Mit "Glück Auf CDU und ihr beiden Kandidaten." schloß der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen seine Rede.

Text: bk; Foto: pem

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