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Salierbrücke bis mindestens Frühjahr 2022 gesperrt

Sanierungsarbeiten verzögern sich um ein weiteres Jahr

Speyer. "Hat mich die Ankündigung über die Sanierung und vollständige Sperrung der Salierbrücke im Juni 2018 bestürzt, so hat mich die Nachricht in der 3. Sitzung des Projektbegleitkreises am heutigen Tage in der Stadthalle Hockenheim über die um 1 Jahr verlängerte Sperrung der Salierbrücke bis zum Frühjahr 2022 regelrecht geschockt," so Michael Wagner (CDU), Abgeordneter im Landtag Rheinland-Pfalz. "Ich hatte mit vielem gerechnet, aber damit nicht." 

Frau Sylvia Felder, die Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Karlsruhe, war persönlich gekommen, um die Hiobsbotschaft zu verkünden. Und man sah es ihr an, vergnügungssteuerpflichtig war die Überbringung der Botschaft nicht.  

"Um es klar zu sagen, für diese Verzögerung können die Verantwortlichen nichts. Keine Frage, Sicherheit hat oberstes Gebot, insoweit gemahnt uns der Brückeneinsturz von Genua," so Wagner. "Aber wir können die Augen nicht davor verschließen, dass wir ein Brückenproblem haben, wie ich dies erst kürzlich in meiner Rede im Landtag angesprochen habe. Die Menschen verstehen nicht, wie es zu diesem Sanierungsstau kommen konnte. Mainz war das erste Beispiel dafür, wohin der Sanierungsstau führt, Koblenz, Ludwigshafen und Speyer sind gefolgt. Und leidtragend sind die Menschen und Unternehmen vor Ort. Auch darauf hatte ich in meiner Landtagsrede ausgiebig hingewiesen," so der Abgeordnete.

"Jetzt bin ich nochmal froh, dass sich die Speyerer CDU vor einem Jahr mit der Unterschriftenaktion "Ohne Brücke gehen wir baden" dafür stark gemacht hat, dass es bei der Salierbrücke nicht zu einer Vollsperrung gekommen ist und Raum blieb für Rettungsfahrzeuge und Shuttleverkehr. Langfristig werden wir zwischen Ludwigshafen und Speyer eine weitere Rheinquerung benötigen. Und wir müssen dringend darauf hinarbeiten, dass die entsprechenden Planfeststellungsverfahren in einem überschaubaren Zeitpunkt abgeschlossen werden können," so Wagner abschließend.

Text und Bild: M Wagner