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Die SPD Speyer-Nord im Gedankenaustausch mit Jana Schellroth

der Leiterin des Mehrgenerationenhauses (MGH) in Speyer-Nord

Das Küchenteam des Fördervereins des MGH mit der Leiterin Jana Schellroth (2.v.r.) und dem Ortsvereinsvorsitzenden der SPD Speyer-Nord Winfried Müller (3.v.r.) beim 1. Freitagsfrühstück im neuen Jahr 2020.

Speyer. Als zweite Gesprächspartnerin seiner Veranstaltungsreihe “Die SPD Speyer-Nord im Gedankenaustausch mit …“ hatte der Ortsverein die Leiterin des Mehrgenerationenhauses (MGH) in Speyer-Nord, Jana Schellroth, eingeladen. Ortsvereinsvorsitzender Winfried Müller begrüßte Jana Schellroth und die anderen Vorstandsmitglieder in seinem Anwaltsbüro. Jana Schellroth wusste zu berichten, dass das MGH im Rahmen des Projekts Soziale Stadt Speyer-Nord (seit 2002) im Jahre 2004 eingerichtet wurde. Sie selbst hatte zuvor ihr einjähriges Studium der Verwaltungswissenschaften an der Hochschule in Speyer abgeschlossen und übernahm kurz danach die Hausleitung des „Offenen Treffs Weißdornweg“, der seit dem Jahr 2008 Mehrgenerationenhaus und Haus der Familie ist. Im 15. Jahr des Bestehens der Einrichtung kann die Leiterin konstatieren, dass das Haus ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Speyer-Nord geworden ist. Der beliebte Treff im Zentrum der Siedlung bietet Menschen jeden Alters und jeder Herkunft Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten und freiwilliges Engagement und hält verschiedene Beratungs-, Bildungs- und Dienstleistungsangebote vor, die Jung und Alt bei der Bewältigung der kleinen und großen Herausforderungen des Alltags unterstützen. 

Schellroth berichtete den Genossen/innen weiter, dass das Haus seit dem Jahr 2008 durch das Aktions- und später Bundesprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundesfamilienministeriums und das Landesprogramm „Häuser der Familien“ gefördert wird. Der aktuelle Förderzeitraum des Bundesprogramms endet im Dezember 2020. Die Förderung von 2021 – 2026 ist bereits von Seiten des Bundes zugesagt. Als Hausleitung obliegen ihr u. a. die Antragstellung, die Erfüllung der Förderkriterien und damit verbunden auch die Initiierung und Realisierung neuer Projekte und Angebote im MGH. Trägerin des MGHs ist die GEWO Leben gGmbH in Kooperation mit der Prot. Christuskirche und der Kath. Pfarrgemeinde St. Konrad. Positiv hebt Schellroth die gute Kooperation mit der Stadt hervor, welche die Arbeit des MGHs „voll und ganz“ unterstützt. 

Auf ihre Arbeitszeiten und die Öffnungszeiten des MGHs angesprochen, antwortete die Leiterin mit einem Lächeln: „Eigentlich haben wir immer offen“, da Angebote und Veranstaltungen täglich von 9 bis 22 Uhr stattfinden können. Einer der Gründe für den Zuspruch und die Bekanntheit des Offenen Treffs. In diesem Zusammenhang verweist die Leiterin auf die gastronomischen Angebote des Hauses, für deren Umsetzung der Förderverein des Mehrgenerationenhauses verantwortlich ist, dem auch der Ortsvereinsvorsitzende Winfried Müller angehört. Zur Gastronomie des Hauses zählen ein Mittagstisch (dienstags, donnerstags und jeden letzten Freitag im Monat) mit anschließendem Cafébetrieb bis 18 Uhr sowie das an jedem ersten Freitag stattfindende Frühstück. Der Förderverein des MGHs unternimmt jedes Jahr umfangreiche Anstrengungen, um die Finanzierung des Gastronomieangebotes sicher zu stellen. Unter anderem finden zweimal jährlich Flohmärkte vor dem MGH statt, an denen auch der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Speyer-Nord mit großer Begeisterung teilnimmt. 

Schellroth berichtete weiter, dass man in den letzten Jahren bemüht war, das Angebot des MGHs in Richtung der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in der Kaserne in Speyer Nord zu erweitern. In Kooperation mit dem Verein für Berufliche Bildung (VFBB e.V.), dem Kinderschutzbund OV Speyer und dem Jobcenter wird bereits der zweite Sprachkurs für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung im MGH, mit kursbegleitender Kinderbetreuung, angeboten. Ergänzt wird das Angebot durch, von ehrenamtlichen Kräften angebotene, individuelle Sprachförderungen. Das „Café International“, ein Angebot von Flüchtlingen für Flüchtlinge, welches mit Unterstützung des Arbeitskreises Asyl im MGH zunächst sehr verheißungsvoll gestartet war, wurde, mangels Resonanz, nach einem dreiviertel Jahr wieder eingestellt. Schellroth lässt sich von solchen Entwicklungen nicht entmutigen. Sie blickt positiv in die Zukunft: Aufgrund der Entwicklungen auf Bundesebene können die Aktiven in den MGHs ihre Arbeit auch in den kommenden Jahren fortsetzen und weiterhin Angebote für alle Generationen vor Ort realisieren.

Wer sich für die Arbeit der MGHs interessiert und mehr über die Angebote des Hauses wissen möchte, ist herzlich zu einem Besuch im MGH eingeladen. 

Der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Speyer-Nord, Winfried Müller, bedankte sich bei der Leiterin für diesen Gedankenaustausch mit einem Sektpräsent und kündigte die Teilnahme beim ersten Freitagsfrühstück im neuen Jahr 2020 an.

Text und Bild: Ortsverein SPD Speyer-Nord