Zum Hauptinhalt springen

Richtfest bei den Stadtwerken (SWS)

Das neue Verwaltungsgebäude nähert sich der Fertigstellung

Speyer. Der Geschäftsführer der SWS, Wolfgang Bühring, begrüßte die anwesenden Handwerker und Gäste. Der Aufsichtsrat war vertreten durch Prof. Dr. Gottfried Jung und Hans-Peter Rottmann. Bühring betonte, daß es eine schöne Erfahrung sei, wenn traditionell gebaut werde und das Gebäude bei guter Qualität trotzdem preislich im Rahmen bleibt.

Und das Beste: der Bau liegt im Zeitplan. Anfang Dezember letzten Jahres wurde mit den Bauarbeiten auf der 450 qm großen Grundfläche begonnen. Nachdem die Baugrube ausgehoben war, sind bereits im Januar Fundamente und die Bodenplatte planmäßig erstellt worden. Nun folgen noch Dachdeckerarbeiten, Fensterbau, Technik, Estrich, Fliesen, Bodenbeläge, Malerarbeiten, Metallbau, eine Küche sowie die Innenausstattung. Ende des Jahres soll dann alles fertig sein.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke dürfen sich auf eine neue Kantine freuen – die alte war doch schon sehr in die Jahre gekommen, obwohl immer wieder Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden. Eine schöne Terrasse, die abseits der Industriestraße angelegt wurde, wird die gute Atmosphäre weiter erhöhen. Das ist Wolfgang Bühring sehr wichtig – denn nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter und die soziale Verantwortung ist ihm sehr wichtig.

In dem zweistöckigen Gebäude wird neben der Kantine auch die Küche einziehen. Eine Etage höher werden Büros für die IT, Besprechungszimmer und Schulungsräume geschaffen. Insgesamt kostet das Gebäude1,7 Millionen.

Prof. Dr. Gottfried Jung betonte, daß hier kein 08/15 Bau entstanden ist, sondern energietechnisch 1a gebaut wurde. Im Sinne der Energie- und Klimaschutzleitlinie der Stadt Speyer hat das Gebäude einen KfW Wert von 55. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die 33 KW erzeugt. Auf dem gesamten Gelände der SWS sind dann 9 PV Anlagen installiert, die 314.000 KW Strom erzeugen und so jährlich für eine CO2 Ersparnis von 137 Tonnen sorgen.

Heizungstechnisch soll die bestehende Zentralheizung neben einem Erdgasbrennwertkessel für Wärme sorgen. Zudem wird eine Brennstoffzelle installiert – die erste in Speyer und Umgebung. Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen Strom und Wärme. Dadurch wird ein effektives Heizen ermöglicht. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei Baukosten von 30.000€ mit 10.000 € unterstützt.

Der Architekt Klaus Seither weihte den Rohbau mit einem wunderschönen Richtspruch ein, der uns freundlicherweise zur Veröffentlichung überlassen wurde: :

Mit Gunst und Verlaub

Froh versammelte Richtfestgäste

Lasst grüßen Euch aufs Allerbeste

Auf den Zimmermann müsst Ihr verzichten

Denn auf Beton, Stahl ist hier kein Richten

Doch bevor das Dach setzt oben auf

Soll die Richtkrone schweben über diesem Haus.

Der Neubau hat aus meiner Sicht

Eine ziemlich lange Vorgeschicht.

Nun alle Wünsche in die Realität zu bringen

War ein zähes und hartes Ringen

Doch mit Energie und viel Geschick

behielt Herr Lang die Ziele fest im Blick

Noch vor Weihnachten wurden vehement

die Betonteile abgestemmt

Der Bauplatz wurde freigeräumt

Der Bauzaun und der Kran gestellt.

Gleich zu Beginn des Jahres

Wurden Erdstoffe verfüllt, verdichtet

und kurz darauf

das neue Gebäude hier errichtet

Wie man sieht hats hier Fachmänner gegeben,

die sauber Eisen und Beton bewegen

Die eine Zeichnung zum Leben erwecken

mit hohen Wänden, Unterzügen und Decken.

Die Schalung und auch Fertigteile stellen

Und schwingen gekonnt ihre Maurerkellen

Emporgewachsen ist dies Haus

Es sieht solid und sicher aus

Drum steh ich hier

Schau in die Rund und

gebe nun stolz den Richtspruch kund:

Dies Haus,

es möge alle Zeit bringen

dem Bauherrn Glück in allen Dingen

Es soll fest in Ehren stehen,

wenn Sturm und Regen drüber gehen.

Geschützt sei dieser Bau in Gnaden,

vor Feuer und vor Wasserschaden

Lasst uns nach dem Glas nun fassen

Um unsern Bauherrn hoch leben zu lassen

Auf die Stadtwerke Speyer

HOCH! HOCH! HOCH!

Das zweite Glas ist angedacht

All jenen die hier wohl durchdacht

Den Plan und Riss gemacht

Auf die Baumeister, Architekten, Ingenieure

HOCH! HOCH! HOCH!

Das letzte Glas wolln wir zu Ehren

unserer tüchtigen Bauleute leeren.

Hab ich sie auch zuletzt genannt,

so ist uns allen doch bekannt,

dass sie,

ich darfs mit Stolz verlesen,

die wichtigsten am Bau gewesen.

Der Dank hiermit an alle geht,

gleich welcher Nationalität.

Ich darf somit mein Glas erheben

und trinken auf Ihr aller Wohl

Auf dass das Handwerk leben soll.

HOCH! HOCH! HOCH!

Nun ist das Glas wohl ausgeleert

Und weiter für mich nichts mehr wert.

Drum werf ich es zu Boden nieder

- zerschmettert braucht es keiner wieder

Doch Scherben bedeuten Glück und Segen

der Bauherrschaft auf allen Wegen

Nun ist der Richtspruch fast vollbracht

Hier oben wird nun Schluss gemacht

Für den unfallfreien Bauverlauf

Wollen wir dem Herrn da droben

Danken und ihn dafür loben.

Es steht noch sehr viel Arbeit offen

Doch wir alle hoffen

Dass unfallfrei es weiter geht

Bis das Bauwerk vollends steht.

Dort unten lädt nach altem Brauch

Der Bauherr jetzt zum Richtfestschmaus

Doch vorher nehmt geschwind

Die Tücher die der Richtkranz bringt. 

Der Richtkranz war mit wunderschönen Tüchern verziert, eine tolle Idee; denn jeder Gast durfte sich als Erinnerung so ein schönes buntes Tuch mit nach Hause nehmen. Bei leckerem Essen, kühlen Getränken und interessanten und lustigen Gesprächen klang der Nachmittag, bei strahlendem Sonnenschein, aus. 

Weiterhin unfallfreies Gelingen und viel Glück im neuen Gebäude!

Text:bk Bild: pem