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Sommerfest Die Familienunternehmer e.V. und Junge Unternehmer

Christian Lindner sagt Teilnahme aus Pietätsgründen ab

Andreas Creutzmann und Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler

bk.Speyer. Lange und sorgfältig geplant - aber gegen die Gewalten der Natur ist der Mensch machtlos. Aus diesem Grund begann das Treffen im Forum des Historischen Museums der Pfalz mit einer Schweigeminute, in der an die Opfer des Hochwassers gedacht wurde. Andreas Creutzmann, der Regionalvorsitzender in der Metropolregion Rhein-Neckar, begrüßte die Gäste und teilte mit, das Christian Lindner seine Teilnahme aus Pietätsgründen abgesagt habe. Auch werde die FDP den Wahlkampf für einige Tage aussetzen, denn dafür wäre nicht die richtige Zeit.

In der Metropolregion Rhein-Neckar sind 6.500 Mitglieder im Verein organisiert und sie stellen einen Teil derjenigen, die das Herzstück der deutschen Wirtschaft sind. So sind 60% der deutschen Arbeitnehmer in Familienbetrieben beschäftigt und 80 % der Ausbildungsplätze werden dort bereitgestellt. Ganz wichtig ist es Andreas Creutzmann deshalb, das die Unternehmer in den betroffenen Regionen unterstützt werden.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer, Stefanie Seiler, sprach die Grußworte. Sie betonte, das auch in Speyer der Rhein steige, aber die Gefahr lange nicht so groß sei wie in den anderen Gebieten. Dort werden die nächsten Jahre dem Aufbau gewidmet sein müssen. Zusammenhalten ist das Gebot der Stunde und auch sie fühle große Trauer wegen der Schicksalsschläge, die die Menschen dort hinnehmen mussten. Ihr Dank galt den Rettungskräften, die helfen und schützen.

Sie ist seit dem 02.01.2019 im Amt und wurde bereits vor große, unerwartete Aufgaben gestellt. Aber immer konnte sie auf die Gewerbetreibenden bauen. Speyer ist wirtschaftlich stärker als manche Gemeinde oder Stadt in der näheren Umgebung und hat dank erfolgreicher Unternehmen steigende Gewerbesteuereinnahmen und eine niedrige Arbeitslosigkeit. Aber es muss zielgerichtet neu gedacht werden - nur mit der Natur kann man langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein.

Speyer ist in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Tourismus gleichermaßen stark. Der Kaiserdom als Weltkulturerbe wird hoffentlich bald von einem zweiten Weltkulturerbe begleitet - den jüdischen SCHUM-Stätten. Speyer wird lebendiger - auch wenn die Pandemie vieles auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. Der Standort muss neu und zielgerichtet gedacht werden und Stefanie Seiler ist mit den Bürgern stolz auf die Stadt.

In den nächsten Dekaden sollen weiter gute Rahmenbedingungen für alle geschaffen und bürokratische Hürden abgebaut werden. Das gilt auch für die Verwaltung - hier gilt es von "unten" nach "oben" zu arbeiten. Das ist ein zentrales Thema ihrer Amtszeit.

Wie alle wissen, ist die Finanzsituation für die Kommunen schlecht. Der Haushaltsentwurf wird von der ADD von links auf rechts gedreht und die Kommunen bekommen vom Land Aufgaben zugewiesen, die sie zu 100% erfüllen müssen - und sie bekommen dafür teilweise nur 50% der Kosten erstattet. Also sind die Entwürfe immer auch mit einem Blick in die Kristallkugel vergleichbar. So wurden 2019 Aufgaben übertragen, die einen zusätzlichen Aufwand von 14 Millionen bedeuteten, die aber nur teilweise erstattet worden sind. Trotzdem hat die Stadt ein eigenes, kleines Unterstützungsprogramm unter dem Motto "Speyer hält zusammen" aufgelegt und damit mehr als 233.000 Euro an Gewerbetreibende und Vereine ausgezahlt, um zu helfen.

Leider verfügt Speyer nur noch über eine Gewerbefläche von 20.000 qm und die Anzahl der Bewerber dafür ist groß. Deshalb ist es ganz wichtig, mit den Umlandgemeinden Gespräche auf Augenhöhe zu führen, um gemeinsam gute Bedingungen zu schaffen. Ganz wichtig ist es dabei, Vertrauen aufzubauen, denn nur gemeinsam kann die Region attraktiv bleiben.

Im Anschluß ging es zum Abendessen in das Restaurant AvantGarthe. Dort hatten das Weingut Nett und Phil Garthe für Spendenzwecke zu Gunsten der Flutopfer jeweils eine 6-Liter Flasche Rot- und Weisswein für eine Versteigerung gespendet. Insgesamt konnten dadurch 1.250 € von DIE FAMILIENUNTERNEHMER an Spenden aufgebracht werden.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER helfen, wo Not ist.

Foto: pem