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Solarrichtlinie der Landauer Stadtverwaltung im Gremienlauf

Fraktionen im Umweltausschuss signalisieren Zustimmung

Die Stadt Landau geht in Sachen Solarenergie mit gutem Beispiel voran: Wie hier mit der Photvoltaikanlage auf dem Dach der BBS Sporthalle

Landau. Im Zuge der Landauer Solaroffensive, die der Stadtrat im November 2020 beschlossen hat, hat die Stadtverwaltung eine neue Solarrichtlinie ausgearbeitet. Diese wurde jetzt im Umweltausschuss der Stadt Landau vorgestellt, wo sie auf breite Zustimmung der vertretenen Fraktionen stieß. Bevor sie in Kraft treten kann, muss sie nun den Bauausschuss, den Hauptausschuss sowie den Stadtrat passieren. Die Solarrichtlinie ist ein Pionierprojekt: Zukünftig soll sie bei der Veräußerung stadteigener Grundstücke, bei der Bauleitplanung und sonstigen baubezogenen kommunalen Satzungen greifen. Ziel ist es, die Dachflächen von privaten und gewerblichen Neubauten möglichst effizient und umweltwirksam zu nutzen. Dabei soll die neue Solarrichtlinie innovative und ganzheitliche Konzepte zur klimaneutralen Energieversorgung gewährleisten „Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet, ökologische, wirtschaftliche und soziale Interessenslagen zusammenzuführen“, so Oberbürgermeister Thomas Hirsch. „Das tun wir in Landau konsequent. Auch die neue Solarrichtlinie entspricht dieser Vorgehensweise; sie unterstreicht einmal mehr auch unseren Ansatz, den wir mit der Erklärung des Klimanotstandes verfolgen.“ Kern der Solarrichtlinie ist die sogenannte Solarpflicht, die beim Neubau von Hauptgebäuden gilt: Die Bauherrin oder der Bauherr wird im Grundstückskaufvertrag bzw. im städtebaulichen Vertrag dazu verpflichtet, auf mindestens der Hälfte der geeigneten Dachflächen des neuen Gebäudes Photovoltaik- oder solarthermische Anlagen zu errichten und diese auf Dauer zu nutzen. „Die Solarrichtlinie, als Teil der Solaroffensive, dient der Erreichung der Klimaschutzziele aus dem Landauer Klimaschutzkonzept und der bundesweiten Klimaschutzziele zum klimaneutralen Gebäudebestand“, betont Umweltdezernent Lukas Hartmann. „Gerade die Photovoltaik birgt, dem Klimaschutzkonzept zufolge, großes Potential: Voll ausgeschöpft kann die Photovoltaik im Bestand 317 Megawatt Peak Leistung erbringen, wobei das Ziel für 2030 bei 143 Megawatt Peak liegt, derzeit sind wir bei etwa 43 Megawatt Peak“, so Hartmann weiter. Für künftige Wohn- und Gewerbegebiete sei durch die Solarrichtlinie ein Zubau von etwa 10 bis 12 Megawatt Peak Leistung bis 2030 möglich.

Text und Foto: Stadt Landau