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Computer- & Technik-Kurier

"Induktionsgeeigneter" Penny(REWE)-Kochtopf nicht induktionsgeeignet?

"Induktionskochtopf zerstörte Induktionsfeld" Penny nimmt weder Topf zurück noch erkennt Penny den Schaden an. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

Altlußheim. In der Redaktion wurde uns folgendes Problem geschildert: Eine Leserin hatte im Januar 2020 bei Penny einen Kochtopf gekauft, der angeblich induktionsgeeignet sei. Zumindest stand das auf der Verpackungsfolie des Topfes. Dieser wurde zwei Mal zum Kochen benutzt - beim zweiten Mal flog die Hauptsicherung raus und das Induktionskochfeld funktionierte nicht mehr. Auch nach dem Abkühlen der Induktionsplatte sprang die Sicherung immer wieder heraus.

Also haben wir den Topf genommen, so unsere Leserin, und sind zu Penny in Altlußheim gegangen, um den hier gekauften, nicht funktionierenden Topf zurückzugeben. Da ein Topf keine Elektronik besitzt und auch sonst kein großer Posten auf dem Kassenzettel war, wurde der Kassenzettel weggeworfen. Verpackt war der Topf lediglich in eine etwas festere Folie. Die Verkäuferin bei Penny hat sich (sehr unfreundlich nebenbei bemerkt) geweigert, den Topf ohne Kassenbon und Verpackung zurückzunehmen. 

Also haben wir Penny direkt angeschrieben und unser Problem geschildert.

Daraufhin bekam unsere Leserin folgende Nachricht:

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wir bedauern sehr, dass Sie mit dem bei PENNY erworbenen Artikel nicht zufrieden sind und diesen reklamieren müssen. Grundsätzlich können Sie bei uns gekaufte Ware gegen Vorlage des Kassenbons bis zu 3 Monate nach Kaufdatum zurückgeben beziehungsweise umtauschen, sofern der Artikel im Markt vorrätig ist. Bitte suchen Sie hierfür in Ihren nächsten PENNY Markt auf. Dort bekommen Sie nähere Informationen zum weiteren Ablauf Ihrer Reklamation.

Sollten Sie darüberhinaus weitere Fragen haben, können Sie sich gerne bei uns melden. Bis dahin freuen wir uns Sie in Ihrem PENNY Markt in der Nachbarschaft oder Online begrüßen zu dürfen!

Der Kassenbon war aber nicht mehr vorhanden - das wurde in der Mail auch so geschrieben! Also kam ein zweiter Versuch - dieses Mal wurde auch das defekte Induktionskochfeld reklamiert und als Antwort kam diese Nachricht:

Vielen Dank für die erneute Rückmeldung. Allerdings hatten wir Ihre Frage bereits beantwortet. 

Entweder hat der Topf das richtige Material und kann die magnetischen Felder in Wärme umwandeln, oder es ist nicht magnetisches Material, dann bleibt das Wasser kalt. 

Kurzschlüsse im Induktionsfeld entstehen in der Regel durch Undichtigkeiten (Mikrorisse o.ä.) wodurch Feuchtigkeit eindringen kann. Dadurch werden dann mit der Zeit die Induktionsschleifen kurzgeschlossen. Das ein Topf einen Kurzschluss verursacht, ist ausgeschlossen!

Wir hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben und freuen uns, Sie weiterhin in Ihrem PENNY Markt begrüßen zu können.

Nein, Penny - Sie haben uns nicht geholfen. Und wir haben keine Feuchtigkeit im Induktionsfeld gehabt, sondern der Topf hat die Platte zerstört! Also dritter Versuch - dieses Mal kam die Antwort von jemand anderem:

Wir können gut verstehen, dass Sie uns nicht verstehen möchten.

Ein Topf kann keinen Kurzschluss auslösen, das ist technisch nicht möglich. Auch dann nicht, wenn er nicht induktionsgeeignet wäre, er erwärmt sich einfach nicht, löst aber keinen Kurzschluss aus!! 

Zum Test ob er Topf auf dem Induktionsfeld nutzbar ist, müssen Sie einen Magneten an den äußeren Topfboden halten, bleibt er haften, ist der Topf induktionsfähig.

Und die nächste Mail lautete so:

Hiermit weisen wir Ihre Reklamation zurück.

Wie wir Ihnen bereis mehrfach erklärt haben, kann ein Topf keine wie die von Ihnen beschriebene Kettenreaktion auslösen.

Also hat unsere Leserin im Internet recherchiert, weil es nicht sein kann, dass sie die einzige Benutzerin eines angeblich induktionsgeeigneten Kochtopf mit diesem Problem ist und fand diese beiden Problemschilderungen:

Zum Test ob der Topf auf dem Induktionsfeld nutzbar ist, müssen Sie einen Magneten an den äußeren Topfboden halten, bleibt er haften, ist der Topf induktionsfähig.

Sind diese Areale zu groß, funktionieren diese Töpfe/Pfannen zwar auf Induktion, aber es wird mehr Leistung produziert als abgenommen werden kann. Das bekommt den Induktionsspulen auf Dauer nicht.

Und noch das hier:

Es gibt Kochgeschirr, z.B. aus Aluguss mit "durchbrochenem" ferromagnetischem Boden, das zwar von der Topferkennung registriert wird, aber nicht die von der Spule abgegebene Leistung aufnehmen kann.

Bei Woks mit rundem Boden, auf einer Halterung, kann das auch der Fall sein, oder bei nur schwach ferromagnetischen Legierungen. 
Wenn die erzeugte Leistung nicht richtig ab-/aufgenommen wird, zerstört das auf Dauer die Spule.

Genauso war es bei mir, erklärte unsere Leserin.

Also kann dieses Problem auftreten - hat noch jemand damit Erfahrungen?

Bitte bei uns melden - danke!