Mehr als nur zwei Höhepunkte in Karlskrona

Die Stadtmitte liegt auf einem Berg der von allen Seiten "erklommen" werden muss - Kinderlachen in einer Kirche

Karlskrona. Auch wenn wir ursprünglich nur kurz in Karlskrona bleiben wollten, haben wir es doch anders entschieden. Auf dem Stellplatz mit herrlichem Blick auf das Meer fühlen wir uns so wohl, das wir bereits zwei Mal eine Nacht dazu gebucht haben. Der Blick ist einfach traumhaft und das der Platz asphaltiert ist, gibt uns ein zusätzliches Gefühl der Standsicherheit. Schließlich hat es in der ersten Nach hier geregnet - zum ersten Mal seit Beginn unserer Reise. Und schließlich kann man als Wohnmobilist jeden Tag neu entscheiden, ob man bleibt oder neue Ziele anfährt. Und in einem so perfekt ausgestatteten Wohnmobil wie dem Concorde Charisma 910 MI ist man überall zuhause.

Wenn man schon am Hafen steht und dem Treiben von Fährschiffen zuschaut, möchte man selbst gerne auf so einem Fährschiff unterwegs sein. Das ist hier im Hafen von Karlskrona sogar kostenlos möglich. Die Fähren verbinden die verschiedenen Inseln, die gemeinsam die Stadt Karlskrona bilden. Auch große Laster werden damit transportiert. Für die Fahrgäste stehen bequeme Sessel wie im Kino bereit. Unsere Hin- und Rückfahrt auf die Insel Aspöleden nahm über eine Stunde in Anspruch.

Bereits vom Wasser aus bekamen wir tolle Eindrücke auf die Stadt und sahen die Bauwerke, die wir zu Fuß erkunden wollten. Direkt am Hafen zeigt Schweden eine weitere Facette des Energiesparens durch Nutzung von Wind und Solarenergie. Eine "Giraffe" versorgt die dort geparkten Miet E-Bikes mit Energie und falls einmal die Luft raus sein sollte, gibt es eine kostenlose Aufpumpstation. Über die Kommune Karlskrona können Einwohner (ähnlich wie bei uns Stadtmobil) E Autos mieten oder leasen. Eine nachahmenswerte Initiative.

Dann ging es zur Admiralitätskirche (auf SchwedischAmiralitetskyrkan, auch Ulrica Pia genannt), die zur Admiralitätsgemeinde Karlskrona gehört. Die Kirche steht auf dem südöstlichen Teil der Insel Trossö an der Vallstraße und ist Teil des Weltkulturerbes Marinehafen Karlskrona. Vor der Kirche steht eine Holzfigur, Gubben Rosenbom (Der Alte Rosenbom) , aus dem 18. Jh., der mit ausgestreckter Hand für die Armen sammelt. Laut einer Legende ist der Korporal Matts Rosenbom 1717 vor dieser Kirche erfroren. Dort steht  die Skulptur „Nils Holgersson – aus dem Buch entsprungen“ , die zur 100jährigen Herausgabe des Buches von Selma Lagerlöf entstanden ist. Der Künstler Ralf Borselius hat sie in einer Größe konzipiert, in der Nils jederzeit auf einer Wildgans davonfliegen könnte.

Die 1679 von Karl XI gegründete Marinestadt ist Weltkulturerbe. Der Stortorget in Karlskrona ist der zentrale Repräsentations- und Marktplatz im historischen Stadtzentrum der barocken Marinestadt. Mit einer Fläche von 25.000 Quadratmetern ist der auf dem höchsten Punkt der Hauptinsel Trossö angelegte Stortorget der größte historische Marktplatz in ganz Schweden. Entworfen wurde der Platz von Nicodemus Tessin d.Ä., einem Italiener, nach dem Vorbild der Piazza del Popolo. Wie dort wird der Platz hier von zwei imposanten Kirchen Fredrikskyrkan und Trefaltighetskyrkan flankiert.

Die Fredrikskyrkan konnte man besichtigen und hier kommen wir zum zweiten Höhepunkt (für uns). Fröhliches Kinderlachen empfing uns in der Kirche. Mütter und Väter verbrachten dort mit ihren Kindern im Alter von wenigen Wochen bis schätzungsweise fünf Jahren den Nachmittag. Während es für die Großen Kaffee gab und für die Kleinen Säfte , konnten sie dort herumtoben und mit den anderen Kindern spielen. Ein Mädchen entdeckte den Lichtschalter unter dem Altar und probierte ihn gleich aus. Wie Jesus sagte: Lasset die Kindlein zu mir kommen...- in der Fredrikskyrkan wird es gelebt - auch hier zur Nachahmung empfohlen.

Was natürlich auch sein musste - ein Shoppingbummel. Nach so viel Geschichte und Kultur nutzen wir den restlichen Tag, um uns mit schwedischer Mode für den Sommer einzudecken. Die Farben sind fröhlich und bunt und machen schon beim Anschauen gute Laune.

Herzliche Grüße aus Karlskrona von Barbara und Peter.

 

 

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